Begriffe der Harry-Potter-Romane

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In diesem Artikel werden wichtige Begriffe aus den sieben Bänden der Harry-Potter-Romanreihe von Joanne K. Rowling beschrieben.

Inhaltsverzeichnis

Neben den in der deutschen Ausgabe gebrauchten Bezeichnungen wird in Klammern nachgestellt der Ausdruck angegeben, wie er in der englischsprachigen Originalausgabe der Romane für den jeweils beschriebenen Begriff verwendet wird. Fehlt diese Angabe, so ist die Benennung in beiden Ausgaben gleich.

Außer diesem Artikel gibt es drei weitere, in denen Elemente der Harry-Potter-Welt näher beschrieben werden:

Menschen

Zauberer und Hexen

Zauberer (wizards) und Hexen (witches) bewohnen in den Harry-Potter-Romanen seit Jahrhunderten die gleiche Welt wie die nichtmagischen Menschen, die so genannten Muggel. Obwohl sie teilweise sogar in der Nachbarschaft von Muggeln wohnen, zeigen viele Zauberer und Hexen eine erstaunliche Unkenntnis über die Muggelwelt. So können viele mit dem Geld und den Gerätschaften der Muggel nicht umgehen. Manche finden es unglaublich, wie die Menschheit ohne Zauberei auskommen kann, und führen Erfindungen wie die Elektrizität auf die Hilflosigkeit der Menschen zurück. Des Weiteren kleiden sich Zauberer und Hexen, die nicht in Gesellschaft von Muggeln aufwuchsen, oft äußerst merkwürdig mit abenteuerlichen Kombinationen verschiedenster Muggelkleidung, wenn sie sich in der Muggelwelt bewegen. Normalerweise tragen sie Umhänge, oft in den schrillsten Farben und nicht selten den klischeehaft anmutenden Hexenhut.

Reinblut

Als Reinblut (Pureblood) wird ein Zauberer bezeichnet, der ausschließlich Zauberer und Hexen als Vorfahren hat. Viele Mitglieder der Zauberergemeinschaft, die sich selbst als Reinblüter bezeichnen, haben rassistische Ansichten gegenüber ganz oder teilweise muggelstämmigen Zauberern und Hexen. Diese Ansichten sind besonders bei den Anhängern Lord Voldemorts und den Mitgliedern des Hauses Slytherin verbreitet. Sie betrachten muggelstämmige Zauberer als minderwertig und sind der Meinung, dass diese nicht an Zauberschulen wie Hogwarts unterrichtet werden sollten. Im sechsten Band stellt sich heraus, dass es nur wenige echte Reinblüter gibt. Die Anhänger von Lord Voldemort, dem mächtigsten schwarzen Zauberer aller Zeiten, wissen (wahrscheinlich) nicht, dass dieser selbst kein Reinblut ist, und empfinden die Aussagen, die diesen Umstand erläutern, als große Verleumdung. In vielen „reinblütigen“ Familien herrscht Inzucht. So sind fast alle alten Zaubererfamilien miteinander verwandt, zum Beispiel die Familien Black, Malfoy und Weasley.

Halbblut

Als Halbblut (half-blood) wird ein magisch begabter Mensch bezeichnet, dessen einer Elternteil magisch begabt und dessen anderer ein Muggel oder ein muggelstämmiger Zauberer oder eine muggelstämmige Hexe ist. Dies trifft z. B. für Severus Snape, Lord Voldemort und Harry Potter zu.

Schlammblut

Schlammblut (Mudblood) ist eine sehr beleidigende und herabwürdigende Bezeichnung für magische Menschen, deren beide Elternteile Muggel oder muggelstämmig sind. Auf Hermine Granger und Lily Potter trifft dies zu, Draco Malfoy und andere Slytherins beschimpfen sie dementsprechend. Das Durmstrang-Institut nimmt keine Hexen oder Zauberer auf, die es als Schlammblut betrachtet. Die politisch korrekten Bezeichnungen eines Schlammblütigen sind „Muggelgeborener“ und „Muggelstämmiger“.

Animagus

Ein Animagus (Pl. Animagi) ist ein Magier, der sich nach Belieben in ein bestimmtes Tier und wieder zurück verwandeln kann. Dazu benötigt er keinen Zauberstab. Um zum Animagus zu werden, muss ein Magier eine lange Prozedur durchlaufen. Schließlich wird er vom Zaubereiministerium geprüft und registriert. Es gibt aber auch nicht registrierte Animagi. Ein Animagus kann seine Gestalt immer nur in ein und dasselbe Tier wandeln. Die Tiergestalt ist von der Persönlichkeit des Magiers abhängig und kann nicht frei gewählt werden.

Die letzte Aussage gilt allerdings nicht uneingeschränkt. Von Sirius Black ist die Aussage bekannt, dass er und James Potter ihre Tiergestalten auch aufgrund der Überlegung entwickelt hätten, dass diese Gestalten groß genug sein mussten, um den Werwolf Remus Lupin erforderlichenfalls kontrollieren und abdrängen oder anderweitig bekämpfen zu können.

Bekannte Animagi und ihre Tiergestalten sind Sirius Black (Hund), Peter Pettigrew (Ratte), James Potter (Hirsch), Rita Kimmkorn (Käfer) und Minerva McGonagall (Katze). Letztere ist der einzige bekannte, registrierte Animagus. Alle anderen haben diese Fähigkeit illegal erworben.

Auror

Ein Auror (Pl. Auroren) ist ein Zauberer, der die dunklen Künste im Auftrag des Zaubereiministeriums bekämpft. Um diesen Beruf zu ergreifen, benötigt ein Zauberer einen sehr guten Hogwarts-Abschluss. Ein Anwärter benötigt mindestens fünf UTZ mit der Note „Erwartungen übertroffen“ in den Fächern Verteidigung gegen die dunklen Künste, Verwandlung, Zauberkunst, Zaubertränke sowie einem beliebigen weiteren Fach. Nach dem Schulabschluss folgt eine dreijährige Ausbildung auf der Aurorenschule. Dort wird man unter anderem in Fächern wie Tarnung und Maskierung, Verwandlung, Zaubertrankkunde und Verheimlichen und Aufspüren unterrichtet.

Bekannte Auroren sind Nymphadora Tonks und Kingsley Shacklebolt. Bekannte Auroren außer Dienst sind Alice und Frank Longbottom, Alastor „Mad-Eye“ Moody und Rufus Scrimgeour.

Auch Harry Potter hat Interesse bekundet, nach seinem Schulabschluss Auror zu werden, und ist es, nach J. K. Rowlings Aussage zu den ungeklärten Fragen im 7. Band, später auch geworden.

Metamorphmagus

Ein Metamorphmagus (Pl. Metamorphmagi) ist ein Zauberer, der sein Aussehen willentlich und ohne weitere Hilfsmittel verändern kann. Diese Fähigkeit ist angeboren und kann nicht erlernt werden.

Eine solche ist Nymphadora Tonks, eine Aurorin aus dem Zaubereiministerium und Mitglied des Ordens des Phönix. Sie verändert gern ihre Frisur, lässt sich zum Spaß schreckliche Nasen wachsen und tritt zur Tarnung zwischenzeitlich auch als nette alte Dame auf. Ihr Sohn Teddy, der kurz nach der Geburt mehrmals die Haarfarbe wechselt, hat die Fähigkeiten seiner Mutter geerbt.

Die Fähigkeiten eines Metamorphmagus können unter Umständen leiden, zum Beispiel nach einem schweren Schock, Trauer und Kummer, so dass die Verwandlungsfähigkeit zeitweise nicht besteht.

Parselmund

Ein Parselmund (Parselmouth) beherrscht die Schlangensprache Parsel (Parseltongue). Diese Fähigkeit ist extrem selten und angeboren. Die Mehrheit der Zaubererschaft fürchtet sie, da die meisten Parselmünder Schwarzmagier waren.

Schon bevor Harry Potter von der Welt der Zauberer erfährt, kommuniziert er bei einem Zoo-Ausflug mit einer Schlange. Jedoch wird ihm die Fähigkeit, mit Schlangen richtiggehend zu sprechen, erst später bewusst. Er erlangte diese Fähigkeit durch die Verbindung, die zwischen ihm und Voldemort bei dessen Mordversuch entstand. Nachdem im siebten Band der Horkrux in Harry zerstört wird, erlischt die Verbindung und damit auch die Fähigkeit, Parsel zu sprechen.

Bekannte Parselmünder waren bzw. sind Harry Potter, Lord Voldemort, Salazar Slytherin, die Mitglieder der Familie Gaunt und der weniger bekannte Herpo der Üble, der erste bekannte Züchter eines Basilisken. Im siebten Buch gelingt es Ron Weasley, Harrys Zischlaute zu imitieren und die Kammer des Schreckens zu öffnen. Durch die dort geholten Basiliskenzähne kann Hermine den vierten Horkrux, den Becher von Helga Hufflepuff, vernichten.

Squib

Ein Squib ist eine Person, die einer Zaubererfamilie entstammt, aber keine magische Fähigkeiten besitzt. Squibs werden von einigen reinblütigen Zauberern als nicht würdig angesehen, in der magischen Welt zu leben. Daher werden sie meist auf nichtmagische Schulen geschickt, mit der Intention, sie in die Muggel-Gesellschaft zu integrieren. Die schlechte Stellung von Squibs in der Zaubererwelt erkennt man auch an Pseudo-Kursen, mit denen angeblich Zauberei erlernt werden kann.

Neville Longbottoms Familie war lange in Sorge, dass er ein Squib sei. Sie hatten ihn deshalb immer wieder provoziert, bis er endlich magische Begabung zeigte und nach einem Fenstersturz (sein Onkel hielt ihn an den Füßen aus dem Fenster und ließ versehentlich los) wie ein Ball umher hüpfte.

Bekannte Squibs sind Argus Filch und Arabella Figg.

Muggel

Ein Muggel (Muggle) ist ein Mensch ohne magische Begabung, der nicht in der Welt der Zauberer und Hexen geboren wurde. Ein Muggel kann viele magische Lebewesen, zum Beispiel Dementoren, nicht sehen. Muggel werden in allen Büchern als besonders hilflos und benachteiligt dargestellt, ihre Technik als lächerlicher Ersatz für Magie, die aber gleichwohl von einigen Magiern bewundert wird.

Das englische Wort Muggle kam durchaus schon vor den Harry-Potter-Romanen vor, wurde durch sie aber erst richtig populär. J. K. Rowlings erklärte, ihre Verwendung sei von dem Wort mug abgeleitet, ein Begriff, der jemanden bezeichnet, der sich leicht „übers Ohr hauen“ lässt. Sie fügte die Endung „gle“ als Verniedlichung an, um das Wort weniger erniedrigend erscheinen zu lassen.

Inferius

Ein Inferius (Pl. Inferi; lat. inferi „Bewohner der Unterwelt“) ist der Körper eines toten Menschen, der sich durch den Zauber eines bösen Magiers bewegt und dessen Befehle ausführt. Die Beschreibung der Inferi ähnelt der eines Zombie. Lord Voldemort setzt Inferi ein, um einerseits Terror zu verbreiten und andererseits ihm wichtige Gegenstände zu bewachen, was sich im Fall des „falschen“ Horkrux am Ende des 6. Bandes zeigt. Inferi können mit Feuer vertrieben werden. Die korrekte lateinische Form wäre übrigens „Inferus“. „Inferius“ ist ein Komparativ und würde heißen: „schlechter als, unterlegen, minderwertig“.

Magische Wesen

Zahlreiche Magische Wesen, wie Zentauren, Kobolde, Hauselfen, Riesenspinnen, Riesen, Thestrale, Einhörner, Greife und Basilisken, bevölkern die Welt Harry Potters. Die wichtigsten werden in den beiden Hauptartikeln

behandelt.

Pflanzen

Neben realen Pflanzen, zum Beispiel Bäumen, die zur Herstellung von Zauberstäben verwendet werden, spielen noch einige Pflanzen mit magischen Eigenschaften eine gewichtige Rolle in der Welt von Harry Potter.

Alraune

Die Alraune (Mandrake), auch Mandragora genannt, ist eine büschelige, unscheinbare Pflanze, die grün und ein bisschen purpurrot aussieht. Doch wenn man sie aus dem Boden zieht, offenbart sich ein hässliches Baby, wo eigentlich die Wurzeln sein sollten. Es hat eine fleckige, hellgrüne Hautfarbe und kann ein Geschrei von sich geben, das bei ausgewachsenen Exemplaren für Menschen tödlich ist und bereits bei kleineren Exemplaren zur Bewusstlosigkeit führt.

Im ausgewachsenen Zustand kann aus gehäckselten Alraunen ein starkes Gegengift gewonnen werden, welches Flüche oder Verwandlungen von Personen rückgängig machen kann.

Im zweiten Band versteinert der Basilisk aus der Kammer des Schreckens einige Schüler, den Fast Kopflosen Nick und Mrs. Norris, die Katze des Hausmeisters, die dann durch den Alraunentrank wiederbelebt werden.

Alraunen wurden nicht von J. K. Rowling erfunden, und ihre Wurzeln zeigen manchmal tatsächlich menschliche Gestalt. Sie gelten seit der Antike als Zauber- und Heilmittel.

Peitschende Weide

Die Peitschende Weide (Whomping Willow) ist ein aggressiver Baum, der in Hogwarts einen Geheimgang zur Heulenden Hütte verbirgt. Um in den Gang zu gelangen, muss man den Baum durch Berühren eines bestimmten Knorpels am Stamm lähmen.

Die Weide wurde in dem Jahr gepflanzt, in dem Remus Lupin nach Hogwarts kam. Wenn sich dieser bei Vollmond in einen Werwolf verwandelte, flüchtete er in die Heulende Hütte, um die anderen Bewohner des Schlosses vor seinem Fluch zu schützen.

Im zweiten Band landen Harry Potter und Ron Weasley mit einem fliegenden Ford Anglia in dem Baum. Im dritten Band wird Harrys Nimbus 2000 von der Weide zerstört, als er während eines Quidditch-Spiels das Bewusstsein verliert und vom Besen fällt. Zuletzt begegnet er im gleichen Band vor dem Baum seinem Paten Sirius Black.

Teufelsschlinge

Eine Teufelsschlinge (Devil’s Snare) ist eine Schlingpflanze, die jeden erwürgt, der ihr zu nahe kommt. Sie gedeiht besonders gut an dunklen und feuchten Orten und verabscheut daher Wärme.

Pomona Sprout pflanzt im ersten Band eine Teufelsschlinge als Schutz für den Stein der Weisen. Harry Potter und Ron Weasley werden bei dem Versuch, den Stein zu retten, von ihr fast erwürgt, doch Hermine Granger beschwört Flammen herauf und bringt so die Pflanze dazu, ihre Freunde loszulassen. Ein Ableger einer Teufelsschlinge dient im fünften Band als Mordwaffe für einen Anschlag auf Broderick Bode.

Holzarten der Zauberstäbe

Auf ihrer Webseite gibt J. K. Rowling interessante Hinweise über die Zuordnung der Holzarten der Zauberstäbe. Harrys Stab besteht zum Beispiel aus Stechpalme, engl. holly, was im Englischen an holy (heilig) anklingt. Voldemorts Stab ist aus Eibe, einem Baum, dessen Blätter und Samen giftig sind. Die Stäbe von Harry, Ron und Hermine sind darüber hinaus aus dem Holz desjenigen Baumes, der nach der neukeltischen Monatszählung zu ihrem jeweiligen Geburtstag gehört.[1]

Magische Gegenstände

Deluminator

Der Deluminator (lat. "lumen, luminis" = Licht; im 1. Band „Ausmacher“, englisch Put-Outer; im 5. Band „Entleuchter“, englisch Unlighter) ist ein Gerät, das das Licht von Lichtquellen wie z.B. Straßenlaternen einfängt und damit für Dunkelheit sorgt. Er hat Ähnlichkeit mit einem Feuerzeug und ist eine Erfindung von Albus Dumbledore. Dieser benutzt den Deluminator im ersten Band im Ligusterweg, als er Harry vor der Tür der Dursleys ablegt. Die Mitglieder des Phönixordens nutzen ihn später, um ihr Hauptquartier Grimmauldplatz unauffälliger betreten zu können. Im 7. Band vermacht Dumbledore ihn Ron Weasley. Es stellt sich heraus, dass man ihn auch als eine Art Ortungsgerät benutzen kann. Er aktiviert sich, als Hermine, nachdem Ron die beiden verlassen hat, mit Harry zum ersten Mal wieder namentlich über Ron spricht.

Denkarium

Das Denkarium (Pensieve, Wortspiel zu pensive (nachdenklich), wörtlich jedoch Stiftsieb) ist ein Gefäß, in dem Magier ihre Gedanken in der Form von Gedankensträngen aufbewahren und betrachten können. Harry benutzt das Denkarium Albus Dumbledores mehrfach, sowohl mit als auch ohne Erlaubnis, um in die Erinnerungen anderer einzutauchen, unter anderem auch in die von Severus Snape. In Band 6 kommt dem Denkarium eine besonders bedeutende Rolle zu, denn mit Hilfe dieses Mediums wird es Harry und Dumbledore möglich, die Vergangenheit von Tom Vorlost Riddle (später bekannt als Lord Voldemort) zu rekonstruieren. Im siebten Band wird durch eine Erinnerung von Severus Snape die Vergangenheit von Snape und Lily Potter (geb. Evans) deutlich.

Erinnermich

Ein Erinnermich (Remembrall) ist eine mit weißem Nebel gefüllte Glaskugel. Vergisst der Besitzer etwas und berührt das Erinnermich, so färbt sich der Nebel rot.

Neville Longbottoms Erinnermich ist indirekt dafür verantwortlich, dass Harry Potter schon im ersten Schuljahr als Sucher in die Quidditchmannschaft seines Hauses aufgenommen wird, denn Minerva McGonagall beobachtet zufällig Harrys Flugkünste auf seinem Besen, als er das von Draco Malfoy entwendete Erinnermich diesem abzujagen versucht.

Feindglas

Ein Feindglas (Foe-glass) sieht aus wie ein Spiegel, der Feinde zeigt, welche sich in der Nähe befinden. Kann man sie deutlich erkennen, so ist man in Gefahr. (Aus dem Buch „Harry Potter und der Feuerkelch“ zitiert: „Ich bin erst wirklich in Schwierigkeiten, wenn ich das Weiße in ihren Augen sehe.“) Alastor „Mad-Eye“ Moody besitzt so ein Feindglas.

Heiligtümer des Todes

Die drei Heiligtümer des Todes

Die Heiligtümer des Todes (Deathly Hallows) sind drei mächtige magische Artefakte, die erstmals im siebten und letzten Band mit diesem Oberbegriff bezeichnet werden.

  • Der Elderstab (Elder Wand) ist ein Zauberstab, der mächtiger ist als alle anderen. Die besonderen Kräfte des Stabs kann jedoch nur sein Meister nutzen. Wird er besiegt (nicht unbedingt getötet), wird der Bezwinger neuer Meister des Stabes. Wenn ein Meister unbesiegt stirbt, kann der Stab danach keinen weiteren Meister mehr haben. Das englische Wort elder kann mit „Holunder“ übersetzt werden (der Stab stammt von einem „elder tree“, also einem Holunderstrauch), andererseits kann elder auch „älter“ oder „der Ältere“ bedeuten. Andere Namen des Zauberstabs sind Todesstab (Deathstick) oder Stab des Schicksals (Wand of Destiny).
  • Der Stein der Auferstehung (engl. Resurrection Stone) ist ein schwarzer Edelstein mit der Macht, Tote in einem Zustand zwischen lebendem Körper und Geist auf die Welt zurückzuholen. Diese können aber nur von demjenigen gesehen werden, der den Ring, in dem der Stein eingefasst ist, verwendet.
  • Der Tarnumhang (engl. Invisibility Cloak) ist der mächtigste Tarnumhang von allen, der auch Zaubern widerstehen kann, seine Wirkung nie verliert und nicht altert. Der Tarnumhang wurde jahrhundertelang, unter Wahrung oder in Unkenntnis seines Geheimnisses, innerhalb der Familie von Ignotus Peverell weitergeben bis zu Ignotus letztem lebenden Nachfahren Harry Potter.
    Er versteckt nicht nur den rechtmäßigen Besitzer sondern auch andere Leute. So versteckte der Zauberumhang Harry, Ron und Hermine oft während ihrer Schuljahre, aber auch Professor Snape im 3.Schuljahr.

Von den Heiligtümern des Todes ist in einem bekannten Kinderbuch aus der Zaubererwelt (The Tales of Beedle the Bard) die Rede, das die „Geschichte von drei Brüdern“ erzählt, die den Tod austricksen wollten. Als Belohnung wünscht sich jeder der drei Brüder eines der Heiligtümer, kann damit jedoch nur die Zeit bis zu seinem Tod hinauszögern.

In Wirklichkeit wurden die Heiligtümer wahrscheinlich von drei begabten Zauberbrüdern, den Peverells, hergestellt. Da Harry über seinen Vater James ein Nachfahre des jüngsten Peverells Ignotus ist, erbt er den Tarnumhang. Lord Voldemort ist ein Nachfahre des mittleren Bruders, Cadmus, er hat den Ring der Gaunts geerbt, dessen Stein der Stein der Auferstehung ist. Aus diesem macht er (in Unkenntnis des Märchens) einen seiner Horkruxe. Lediglich der Zauberstab wurde nicht vererbt, sondern durch Kampf erworben. Nachdem er durch unklare Verbindungen in die Hände des Zauberstabmachers Gregorowitsch gelangte, wurde er diesem von Gellert Grindelwald gestohlen. Nachdem Albus Dumbledore Grindelwald in einem legendären Duell besiegte, kam der Stab in seinen Besitz. Der Elderstab wird bei Dumbledores Beerdigung mit ins Grab beigelegt. Voldemort schändet das Grab und stiehlt den Zauberstab.

Letztendlich befinden sich am Ende des siebten Bands alle drei Heiligtümer im rechtmäßigen Besitz von Harry Potter. Den Stein verliert er im Verbotenen Wald und er will nicht erneut danach suchen, während er den Stab, nachdem er mit dessen Hilfe seinen eigenen, zerbrochenen Zauberstab wieder repariert hat, zurück in Dumbledores Grab legt. Falls Harry unbesiegt sterben sollte, wäre damit auch die Macht des Elderstabes gebrochen. Harry behält lediglich den Tarnumhang.

Horkrux

Ein Horkrux (Horcrux) ist ein Gegenstand, in den ein Zauberer mittels dunkler Magie einen Teil seiner Seele bannt, um dem Tod zu entfliehen. Allerdings wird die Seele durch die Teilung instabil. Um seine Seele zu spalten, muss der Zauberer einen Mord begehen. Voldemort macht sich durch sieben Horkruxe nahezu unsterblich. Der achte Teil seiner Seele, der in Voldemort selbst verblieb, war sein eigentliches Ich. Das Wissen über Horkruxe erlangte er als Schüler von Horace Slughorn, den er nach Einzelheiten der Horkrux-Magie fragte.

Voldemort hatte seine Seele ursprünglich in sieben Teile aufgespalten, wobei der siebente Teil in seinem Körper verblieb und die restlichen auf sechs Horkruxe verteilt wurden. Aufgrund der dadurch hervorgerufenen Instabilität hat Voldemort unabsichtlich bei dem Mordversuch an Harry einen Teil seiner Seele auf ihn übertragen und so einen siebten Horkrux geschaffen. Voldemort überlebt durch die Seelenteilung seinen erfolglosen Mordversuch am einjährigen Harry, da die anderen sieben Teile seiner Seele verbleiben. Allerdings wird er hierdurch „schwächer als der schwächste Geist“. Erst in Band 4 kann er durch ein dunkles Ritual seinen Körper wiederherstellen.

Die sieben Horkruxe sind:

  1. Tom Riddles Tagebuch
    Das Buch wird in Band 2 von Harry Potter in der Kammer des Schreckens mit einem Basiliskenzahn durchbohrt.
  2. Vorlost Gaunts Ring
    Der Ring ist ein Erbstück von Cadmus Peverell und enthält den Stein der Auferstehung. Er wird vor Beginn von Band 6 durch Albus Dumbledore mit Gryffindors Schwert zerstört. Auf dem Ring liegt außerdem ein schwerer Fluch, der Dumbledore schwer verwundet, als er den Ring in einem schwachen Moment selbst benutzen will.
  3. Merope Gaunts Medaillon
    Das Medaillon ist ein Erbstück von Salazar Slytherin. Merope Gaunt verkaufte es kurz vor Tom Riddles Geburt an einen der Besitzer des Geschäfts für schwarz-magische Gegenstände Borgin&Burkes für den eher geringen Betrag von 12 Galeonen. Dort fand es Tom Riddle, als er später selbst dort arbeitete und brachte es an sich. Er verwandelte es in einen Horkrux und versteckte es in einer Höhle direkt am Meer, deren Eingang zeitweise überflutet und schwer zu erreichen ist. Als Albus Dumbledore und Harry Potter sich in Band 6 das Medaillon beschaffen wollen, finden sie stattdessen nur eine Kopie mit einem Hinweis auf den mysteriösen R.A.B. - wie sich in Band 7 herausstellt, ist es Sirius Blacks Bruder Regulus, der den wahren Horkrux schon Jahre zuvor entwendet hat. Das Medaillon wird von Mundungus Fletcher aus dem Hause Black gestohlen und von Dolores Umbridge konfisziert, in deren Besitz es sich dann befindet. Es wird ihr später von Harry Potter abgenommen und von Ron Weasley im Forest of Dean mit Gryffindors Schwert zerstört.
  4. Der goldene Becher von Helga Hufflepuff
    Tom Riddle hat diesen Becher von Hepzibah Smith gestohlen und sie ermordet. Der Becher wird von Harry Potter aus dem Verlies der Lestranges in der Gringotts-Bank gestohlen und schließlich in Hogwarts von Hermine Granger mit Hilfe von Ron Weasley mit einem Basiliskenzahn zerstört.
  5. Das Diadem von Rowena Ravenclaw
    Das Jahrhunderte zuvor in Albanien versteckte Diadem wurde von Tom Riddle zurückgeholt. Es wird in Band 7 von Harry Potter im Raum der Wünsche entdeckt und durch ein von Vincent Crabbe beschworenes Dämonsfeuer zerstört.
  6. Voldemorts Schlange Nagini
    Nagini stirbt im siebten Band als letzter Horkrux durch die Hand Neville Longbottoms, nachdem dieser Gryffindors Schwert aus dem sprechenden Hut zieht und die Schlange enthauptet.
  7. Harry Potter
    Harry Potter lässt sich gegen Ende des siebten Bandes freiwillig ein zweites Mal von Voldemort mit dem Fluch Avada Kedavra belegen. Getötet wird dabei aber nur Voldemorts Seelenteil, Harry selbst überlebt.

Zerstört werden kann ein Horkrux (samt dem darin befindlichen Teil der Seele) nur durch Mittel, die etwas unwiederbringlich vernichten. Deshalb ist die Zerstörung eines Horkrux endgültig. Zu diesen Mitteln gehören unter anderem das Gift eines Basilisken und damit behandelte Waffen, die von Kobolden gefertigt wurden – zum Beispiel das Schwert Godric Gryffindors, welches das Gift des im zweiten Band getöteten Basilisken aufnimmt – und das Dämonenfeuer.

Karte des Rumtreibers

Die Karte des Rumtreibers (Marauder's Map) wurde von den Weasley-Zwillingen Fred und George in ihrem ersten Schuljahr aus Argus Filchs Büro entwendet. Wird die wie ein altes, leeres Pergament aussehende Karte aktiviert, erscheint ganz Hogwarts samt Umgebung mit allen Geheimgängen, mit Ausnahme des Raums der Wünsche (Englisch: Room of Requirement). Alle im Gebiet der Karte weilenden Personen werden dann durch kleine, mit ihrem Namen versehene Punkte dargestellt. Der Spruch „Ich schwöre feierlich, dass ich ein Tunichtgut bin.“ („I solemnly swear that I am up to no good.“) aktiviert die Karte. Der Ausspruch „Unheil angerichtet!“ (bzw. „Missetat begangen!“ im Film - im Englischen: „Mischief managed!“) verbirgt die Karte wieder. Als Severus Snape im dritten Band versucht, hinter die Funktion des Pergaments zu kommen, erscheinen nur Beleidigungen von den Erstellern der Karte: Moony (Remus Lupin), Tatze (Padfoot, Sirius Black), Krone (Prongs, James Potter) und Wurmschwanz (Wormtail, Peter Pettigrew). Fred und George schenken Harry Potter die Karte in seinem dritten Schuljahr.

Silberne Hand

Die silberne Hand kann mit einem Zauberspruch für eine verstümmelte Person als Ersatzhand heraufbeschworen werden. Sie lässt sich wie eine normale Hand bewegen, hat aber immer noch eine starke Bindung an den Willen des Erzeugers. Dies wird deutlich, als Pettigrew, der Harrys Gnade erwidert hat und entwaffnet worden ist, von seiner eigenen silbernen Hand im Willen von Voldemort erwürgt wird, was Harry und Ron mit normalen Zaubern nicht verhindern können.

Spickoskop

Das Spickoskop (Sneakoscope) ist ein Gerät, das Alarm schlägt, wenn es Heimlichkeiten (Lug und Betrug) wittert. Es gibt Spickoskope in verschiedenen Größen und Empfindlichkeiten. Harry besitzt ein Taschenspickoskop und Alastor „Mad-Eye“ Moody besitzt ein deutlich größeres, das in Hogwarts nicht funktioniert, weil es zu sensibel ist und ständig auf Täuschungsversuche der Schüler anspringt. Harry bekommt zu seinem Geburtstag eines von Ron. Dieser brachte es aus Ägypten mit, die Helden dachten aber, es wäre kaputt, da es richtigerweise auf den unerkannten Peter Pettigrew hinwies. Im 7. Band bekommt er von Hermine ein neues zum Geburtstag geschenkt.

Spiegel Nerhegeb

Der Spiegel Nerhegeb (Mirror of Erised) (rückwärts geschrieben: Begehren bzw. desire) ist ein verzauberter Spiegel, der keine gewöhnlichen Spiegelbilder zeigt. Die Person, die in ihn schaut, sieht immer das, was sie sich am sehnlichsten wünscht. So sieht Harry Potter im ersten Band in dem Spiegel seine Familie. Ron Weasley dagegen sieht sich selbst als Schulsprecher und Kapitän des Gryffindor-Quidditchteams, den Quidditch- und den Hauspokal in Händen haltend. Die oben in den Rahmen des Spiegels eingravierte Inschrift lautet „NERHEGEB Z REH NIE DREBAZ TILT NANIEDTH CIN“, was rückwärts zu „NICHT DEIN ANTLITZ ABER DEIN HERZ BEGEHREN“ wird (im englischen Original: „Erised stra ehru oyt ube cafru oyt on wohsi“ wird rückwärts zu „I show not your face but your heart’s desire“). Laut Albus Dumbledore sind vor diesem Spiegel schon Menschen verstorben, weil sie sich nicht losreißen konnten. Von ihm stammt auch das Zitat aus dem ersten Band: „Der glücklichste Mensch auf der Erde könnte den Spiegel Nerhegeb wie einen ganz normalen Spiegel verwenden.“ Der Spiegel wird in Band 1 beschrieben, danach wird er nur noch gelegentlich erwähnt, zuletzt im siebten Band, als Harry begreift, dass Dumbledore in dem Spiegel seine intakte Familie sah. Im ersten Band bekommt Harry den Stein der Weisen durch den Spiegel.

Sprechender Hut

Dem Sprechenden Hut (Sorting Hat, wörtlich „Sortierhut“), ein uralter zerschlissener Spitzhut der ursprünglich Godric Gryffindor gehörte, wurde von den Gründern Hogwarts jeweils ein Teil ihrer Intelligenz verliehen, so dass er zu Schuljahresbeginn die neuen Schüler in die einzelnen Häuser einteilt. Vorher singt er ein Lied, das die Eigenschaften der Bewohner der einzelnen Häuser beschreibt und gegebenenfalls vor Gefahren warnt, die der Schule drohen. Die neuen Schüler setzen sich erst auf den Hocker und dann setzen sie den Hut auf. Nach dem Erforschen des Charakters nennt der Hut den Namen des Hauses, in das er den neuen Schüler schickt. Er hat einen Riss nahe der Krempe, der als Mund fungiert. Der sprechende Hut sagt in schwierigen Zeiten (nach Voldemorts Rückkehr) wiederholt, dass die Häuser zusammenhalten müssen.

In der Verfilmung des zweiten Teiles erwähnt Dumbledore, dass nicht der Hut, sondern der eigene Wille entscheidet, in welches Haus man kommt.

In Band 2 bekommt Harry den Hut vom Phönix Fawkes gebracht, als er in der Kammer des Schreckens mit dem Basilisken kämpfen muss. Zu dieser Zeit erscheint auf magische Weise Godric Gryffindors Schwert in dem Hut, welches Harry herauszieht und damit den Basilisken tötet.

Im siebten Teil zieht Neville Longbottom ebenfalls das Schwert von Godric Gryffindor aus dem Sprechenden Hut, den ihm Lord Voldemort auf den Kopf drückt, um den Hut zu verbrennen. Der „dunkle Lord“ will damit nur noch das Haus Slytherin, die „Reinblüter“, in Hogwarts unterrichtet wissen. Wie im Epilog des siebten Bandes zu ersehen ist, wird der Hut aber wohl wieder restauriert.

„Nur ein wahrer Gryffindor hätte das Schwert aus dem Hut ziehen können.“ - Albus Dumbledore in Harry Potter und die Kammer des Schreckens.

Stein der Weisen

Mit Hilfe eines Steins der Weisen (Philosopher's Stone) sind Alchemisten in der Lage, das lebensverlängernde Elixier des Lebens zu brauen. Der einzige Alchemist, dem es gelungen war, einen Stein der Weisen herzustellen, war Nicolas Flamel. Flamel war ein Freund Albus Dumbledores und bei seiner Erwähnung im ersten Band 665 Jahre alt.

Dumbledore ließ Flamels Stein der Weisen von Rubeus Hagrid zu Beginn des ersten Bandes von Gringotts nach Hogwarts bringen, denn Lord Voldemort war hinter dem Stein her. Als der Stein aber selbst in Hogwarts nicht sicher war und Voldemort im Körper von Quirinus Quirrell fast der Diebstahl gelang, kam Dumbledore mit Flamel überein, dass es am besten wäre, den Stein zu zerstören, auch wenn das den Tod von Flamel zur Folge hatte.

Auch der Stein der Weisen ist keine Erfindung der Autorin.

Verschwindekabinett

In den Harry-Potter-Romanen wird mehrere Male von einem Verschwindekabinett (Vanishing Cabinet) erzählt. Es handelt sich dabei um zwei Schränke, die eine Art Durchgang zueinander haben. Eines steht in Hogwarts und das andere bei Borgin und Burkes in der Nokturngasse. Das Kabinett von Hogwarts wird im 2. Band von Peeves zertrümmert, angestiftet vom Fast Kopflosen Nick, um Filch abzulenken. In Band 5 stecken Fred und George einen Slytherin namens Montague in den kaputten Hogwarts-Schrank. Es wird im 6. Band durch Draco Malfoy repariert, um damit Todesser von Borgin und Burkes nach Hogwarts transportieren zu können. In Band 7 sehen es Harry, Ron und Hermine im Raum der Wünsche, welcher zu diesem Zeitpunkt der Raum der verborgenen Dinge ist, auf der Suche nach Ravenclaws Diadem.

Zauberstab

Jeder Zauberer hat einen Zauberstab (wand), der als Verlängerung des Willens und zur Bündelung der magischen Kräfte dient. Ein Zauberstab besteht im Regelfall aus dem Holz eines von magischen Geschöpfen (Bowtruckles) bewachten Baumes und enthält einen magischen Kern (zum Beispiel aus Drachenherzfasern, Phönixschwanzfedern, Einhorn- oder Veelahaaren).

Zauberstäbe werden vom Kunden nicht nach Aussehen oder Material ausgesucht. Jeder Zauberstab ist einzigartig und passt entsprechend nicht zu jedem Zauberer. Es ist vielmehr so, dass der Zauberstab sich seinen ersten Besitzer aussucht, später jedoch in den Besitz eines jeden Magiers übergehen kann, der seinen Besitzer besiegt.

Zwei Zauberstäbe, deren magische Kerne identisch sind, also von demselben magischen Wesen stammen, können nicht ohne gravierende Auswirkungen gegeneinander eingesetzt werden. Das bekannteste Zauberstabpaar sind die Zauberstäbe von Lord Voldemort und Harry Potter, deren magischer Kern jeweils eine Feder von Albus Dumbledores Phönix Fawkes ist.

In England gilt Ollivander in der Winkelgasse als die beste Adresse für Zauberstäbe. Auf dem osteuropäischen Festland ist der Zauberstabmacher Gregorowitsch bekannt.

Zeitumkehrer

Der Zeitumkehrer (Time Turner) ist ein an einer Kette befestigtes Stundenglas, mit dessen Hilfe man in die Vergangenheit zurückreisen kann. Pro Stunde, die man in die Vergangenheit reisen will, muss man das Stundenglas einmal im Kreis drehen. Man muss jedoch aufpassen, dass man weder von seinem vergangenen Selbst noch von jemandem, der einen in der Gegenwart kennt, gesehen wird. Dies könnte zu erheblichen psychischen Schäden führen.

Am Anfang des dritten Schuljahres bekommt Hermine ein solches Gerät von Prof. McGonagall überreicht. Sie benötigt es, damit sie mehrere Unterrichtsfächer belegen kann, die zum selben Zeitpunkt stattfinden. Harry und Hermine nutzen am Ende des Buches diesen Zeitumkehrer, um den Hippogreif Seidenschnabel und Harrys Paten Sirius Black zu retten.

Die Zeitumkehrer werden im Zaubereiministerium in der Mysteriums-Abteilung aufbewahrt. Sie werden jedoch zerstört, als Harry und seine Freunde im 5. Band in die Mysteriums-Abteilung eindringen und mit den Todessern kämpfen.

Gebrauchs- und Konsummittel

Die Zaubererwelt hat eigene Lebensmittel und eine eigene Währung.

Bertie Botts Bohnen aller Geschmacksrichtungen

Bertie Botts Bohnen gibt es in jeder Geschmacksrichtung. Harry isst sie zum ersten Mal im Zug nach Hogwarts. Leider muss nicht nur er feststellen, dass es wirklich alle Geschmacksrichtungen gibt. So ist Albus Dumbledore auch nicht vor der Geschmacksrichtung Ohrenschmalz gefeit.

Butterbier

Butterbier (engl. butterbeer) ist ein leicht alkoholisches Getränk, das auch von jungen Magiern getrunken wird.

Harry begegnet dem Getränk erstmals in Harry Potter und der Gefangene von Askaban. In Maßen getrunken, hat es keine berauschende Wirkung auf Menschen. Hauselfen sind allerdings wesentlich empfindlicher, was vermutlich an ihrer geringen Körpergröße und ihrem somit weit geringeren Gewicht liegt. So verfällt Winky nach ihrer Entlassung durch Barty Crouch der Butterbier-Sucht. Butterbier kann kalt oder heiß getrunken werden, hat aber immer einen wärmenden Effekt.

Kürbissaft

Kürbissaft (engl. Pumpkin Juice) ist eine in der Zaubererwelt beliebte, alkoholfreie Limonade, die zu allen Anlässen, meist gekühlt serviert wird. Das sich großer Beliebtheit erfreuende Erfrischungsgetränk wird beispielsweise vom Servierwagen im Hogwartsexpress verkauft.

Schokofrösche

Schokofrösche sind eine Süßigkeit aus Schokolade in Form von Fröschen, die sich auch bewegen. Als Beilage gibt es die Schokofroschsammelkarten, auf denen berühmte Hexen und Zauberer abgebildet sind.

Zauberknallbonbons

Zauberknallbonbons funktionieren letztendlich wie normale Knallbonbons. Man zieht an beiden Seiten des Bonbons und mit einem lauten Knall kommen Gegenstände zum Vorschein. Allerdings sind die Effekte größer und die Gegenstände können auch lebendig sein (z.B. Mäuse , vgl.HP1)

Geld

Mitglieder der britischen Zauberergemeinschaft handeln mit eigenem, reinen Münzgeld. Die drei verschiedenen Münzarten heißen Galleone, Sickel und Knut. Eine Galleone sind 17 Sickel und ein Sickel 29 Knuts. Für die drei Münzarten finden sich gelegentlich auch die Bezeichnungen goldene Galleone, Silbersickel und Bronzeknut.

Die umständliche Währungsunterteilung in ungerade Bruchteile spielt auf das britische Währungssystem an, da das britische Pfund bis 1971 in 20 Schillinge zu je 12 Pence unterteilt war, außerdem vor 1960 der Penny in vier Farthings. In der Geschichte des britischen Pfundes gab es insgesamt zwölf verschiedene Unterteilungen.

Die Zauberbank Gringotts wechselt auch Geld der nicht-magischen Bevölkerung, von Zauberern „Muggelgeld“ genannt, in Zauberergeld um. Viele Zauberer haben Probleme im Umgang mit Muggelgeld.

Im fünften Band benutzen die Leiter von „Dumbledores Armee“, einer von Schülern gegründeten Geheimorganisation zur Verteidigung gegen die dunklen Künste, verzauberte falsche Galleonen, um den Mitgliedern unbemerkt das Datum des nächsten Treffens mitzuteilen.

Währungsexperten der Firma GWK Travelex haben anhand der Bücher und von Interviews mit Joanne K. Rowling berechnet, dass 2005 der Wert einer Galleone 7,40 Euro, der eines Sickels 43 Eurocents und der eines Knuts 2 Eurocents betrugen. Es existieren verschiedene Währungsumrechner, die von anderen Werten ausgehen.

Medien und Kommunikationsmittel

In der Welt der Magier gibt es eine ganze Reihe von Medien und Kommunikationsmitteln. Bei Letzteren muss man zwischen solchen Mitteln unterscheiden, die allgemein verwendet werden, wie Eulenpost und Flohnetzwerk, und solchen, die eher der geheimen Kommunikation innerhalb kleinerer Gruppen dienen, wie verzauberte Münzen oder Spiegel, Patronus-Zauber und das Dunkle Mal.

Eulenpost

Post wird unter Mitgliedern der Zauberergesellschaft in der Regel von Posteulen zugestellt. Viele Zauberer besitzen eine eigene Eule; alternativ können Eulen in Postämtern gegen Gebühr gemietet werden. Größere Sendungen werden gegebenenfalls von mehreren Eulen transportiert.

Heuler

Ein Heuler ist ein Brief in roter Farbe, bei dessen Öffnen die enthaltene Nachricht als lautes Geschrei zu vernehmen ist. Er wird vorwiegend von verärgerten Eltern an ihr Kind in Hogwarts geschickt, wenn das Kind durch blamables Fehlverhalten auffällig wurde. Für den Betreffenden ist dies stets sehr peinlich, da die Post in Hogwarts während des gemeinsamen Frühstücks von Eulen in die Große Halle gebracht wird und das Geschrei des Heulers dann für alle Anwesenden deutlich hörbar ist.
So bekommt Ron im 2. Band einen Heuler von Mrs. Weasley zugestellt, da mehrere Muggel zu Augenzeugen des fliegenden Ford Anglia wurden und dies Arthur Weasley im Zaubereiministerium große Schwierigkeiten einbrachte.

Flohnetzwerk (Kommunikation)

Das Flohnetzwerk (floo network) ist eine Infrastruktur zum Reisen und Kommunizieren. Es besteht aus miteinander verbundenen Kaminen (flue). Mit dem Hilfsmittel Flohpulver (floo powder) können Magier von einem angeschlossenem Kamin zu einem anderen kommunizieren, indem sie ihren Kopf ins Feuer stecken, der dann im anderen Feuer erscheint.

Printmedien

Der Tagesprophet (Daily Prophet) ist die Tageszeitung der Magier. Er wird täglich von Posteulen ausgeliefert, die dafür bezahlt werden müssen. Der Tagesprophet beschäftigt sowohl Reporter als auch Fotografen, die die bewegten Bilder für die Ausgaben aufnehmen. Rita Kimmkorn hat jahrelang für den Tagespropheten gearbeitet und dabei durch ihre sensationshaschenden Artikel Aufsehen erregt. Herausgeber des Tagespropheten ist ein ehemaliger Schüler von Horace Slughorn namens Barnabas Cuffe.

Der „Abendprophet“ (Evening Prophet) ist eine gelegentliche Sonderausgabe des Tagespropheten zu speziellen Themen. Zusätzlich existiert noch eine Sonntagsausgabe des Tagespropheten namens „Sonntagsprophet“ (Sunday Prophet), welcher erstmals in Band 5 Erwähnung findet.

Der Klitterer (The Quibbler) ist ein alternatives Magazin, das von Xenophilius Lovegood publiziert wird und meist absurde Geschichten über Verschwörungstheorien und Fantasiewesen verbreitet. Der Klitterer veröffentlicht als erste Zeitschrift die wahre Geschichte von der Rückkehr Voldemorts. Die von Rita Kimmkorn geschriebene Reportage wird später auch vom Tagespropheten übernommen.

Daneben gibt es noch zahlreiche Spartenmagazine wie „Verwandlung Heute“ (Transfiguration Today), das Frauenmagazin „Hexenwoche“ (Witch Weekly) und das Magazin „Rennbesen im Test“.

Magischer Rundfunk (MRF) (Wizarding Wireless Network (WWN))

Das Äquivalent des normalen Radios in der Zaubererwelt, läuft über Magie statt Elektrizität. Wird im Laufe der Bände immer wieder am Rande erwähnt, erst im 7. Band erhält es eine größere Rolle, als einige ehemalige Hogwartsschüler (Lee Jordan, Fred und George Weasley) und Mitglieder des alten Phönixordens einen Piratensender aufsetzen, um am staatlich gelenkten Medienapparat vorbei über Harrys Kampf gegen Voldemort und die allgemeine, wahre Situation im Land zu berichteten. Dementsprechend heißt die Sendung Potter Watch, empfangbar nur nach magischer Eingabe eines Codewortes.

Patronus

Siehe: Patronus-Zauber

Die Mitglieder des Phönixordens verwenden ihre Patroni, um kurze Nachrichten zu überbringen. Der Patronus spricht nach seiner Ankunft beim Empfänger mit der Stimme des Absenders. Diese Art der Kommunikation wurde von Albus Dumbledore erfunden.

Verzauberte Münzen

Die Mitglieder von Dumbledores Armee verwenden verzauberte Galleonen, um eine Versammlung einzuberufen. Inspiriert durch das Prinzip des Dunklen Mals verzauberte Hermine die Münzen so, dass anstatt der Seriennummer immer das Datum des nächsten Treffens angezeigt wird.

Dunkles Mal

Das "Dunkle Mal"

Lord Voldemort kann mit dem Dunklen Mal (Dark Mark), das wie eine Art Tätowierung auf den linken Unterarmen der Todesser anmutet, seine Anhänger herbeirufen – sie spüren seinen Ruf durch starke Schmerzen im Mal. Umgekehrt können die Todesser das Dunkle Mal verwenden, um Voldemort zu rufen. Das Dunkle Mal ist ein Totenkopf, aus dessen Mund eine Schlange kommt. Todesser lassen es mit Morsmordre über den Häusern aufsteigen, in denen sie gemordet haben.

Zweiwegespiegel

Zweiwegespiegel sind zwei magisch miteinander verbundene Spiegelteile, die sich im Besitz zweier Zauberer befinden. Wenn der eine den Namen des anderen Spiegelbesitzers ausspricht erscheint dieser im eigenen Spiegel und man selbst im Spiegel des anderen, dann steht die Verbindung und man kann miteinander reden.

Noch zu seinen Lebzeiten in Band 5 schenkt Sirius Black Harry Potter einen solchen Spiegel, um mit ihm in Kontakt bleiben zu können. Nach Sirius' Tod gelangt der Spiegel zu Dumbledores Bruder Aberforth.

Fortbewegung

Apparieren und Disapparieren

Apparieren beziehungsweise Disapparieren (apparition, disapparition) ist eine unter Zauberern beliebte Form des Reisens. So kann sich ein Zauberer, begleitet von dem charakteristischen Plopp, willentlich quasi in Luft auflösen, um an einem fernen Ort wieder zu erscheinen. Diese Form der Fortbewegung ist nicht leicht zu erlernen und birgt gewisse Risiken, wie z. B. das Zersplintern (splinch), bei dem Körperteile am Ausgangsort zurückbleiben. Daher muss man volljährig (17 Jahre) sein, um nach einer bestandenen Apparierprüfung eine Lizenz zu erhalten, die von der entsprechenden Abteilung des Zaubereiministeriums ausgestellt wird.

Es gibt jedoch auch das Seit-an-Seit-Apparieren. Das bedeutet, dass ein Zauberer, der apparieren kann, einen anderen (z.B. einen Minderjährigen) mitnehmen kann. Dies funktioniert indem sich dieser an dem apparierenden Zauberer festhält oder von ihm festgehalten wird. So wird Harry in Band 6 von Dumbledore mitgenommen, als sie Horace Slughorn besuchen. Andersherum ist es, als Harry den geschwächten Dumbledore am Ende des Bandes von der Höhle nach Hogsmeade bringt.

Es gibt Schutzzauber, die das Apparieren und Disapparieren an bestimmten Orten (beispielsweise Hogwarts) unterbinden. Diese wirken allerdings nicht gegen das Erscheinen einiger nicht-menschlicher Wesen wie etwa Hauselfen.

Im siebten Teil der Reihe wird angedeutet, dass die Entfernung, über die appariert werden kann, begrenzt ist, als Voldemort – von seinen Todessern gerufen – zunächst eine Strecke fliegend zurücklegen muss, bevor er an den Zielort apparieren kann.

Den tatsächlich im Englischen existierenden und im Original verwendeten Begriff apparition (deutsch Erscheinung, abgeleitet von lateinisch aperire) hat Rowlings durch die Kunstworte disapparition, to apparate und to disapparate ergänzt.

Besen

Der Besen (broomstick) ist ein fliegendes Personenbeförderungsmittel für den Individualverkehr. Einen Besen zu fliegen erfordert Geschick und Übung. Auf Geheiß Professor McGonagalls erhält Harry im ersten Schuljahr einen Nimbus 2000. Dieser wird später vernichtet, als Harry während eines Quidditch-Spiels von einem Dementor angegriffen wird. Harry fällt durch den Angriff zu Boden, während der Besen in die Peitschende Weide (Whomping Willow) fliegt und zu Kleinholz verarbeitet wird. Sein Pate, Sirius Black, schenkt Harry in seinem dritten Schuljahr einen Feuerblitz (Firebolt). Beide Besen sind zu der Zeit, als Harry sie bekommt, die schnellsten Besen der Welt.

Weitere in den Büchern erwähnte Besenmarken sind die Sauberwisch (Cleansweep) 5, 7 und 11 sowie der Shootingstar, der Komet 2-60, der Silberpfeil und der Nimbus 2001.

Fahrender Ritter

Der Fahrende Ritter (im Original Knight Bus, Knight bedeutet Ritter und ist homophon zu Night, welches Nacht bedeutet) ist in der magischen Welt das Äquivalent zum öffentlichen Nah- und Fernverkehr der Muggel.

Den englischen Routemaster-Doppeldeckerbussen nachempfunden sammelt der grell purpurfarbene Dreidecker in ganz England, Schottland und Wales gestrandete Hexen und Zauberer auf, um sie gegen ein geringes Entgelt (11 Sickel) zu einem Zielort ihrer Wahl zu befördern. Dabei rast er, für Muggel nicht wahrnehmbar, durch die Straßen und veranlasst jedes Hindernis dazu, aus dem Weg „zu hüpfen“. Auf langen Strecken kann er ruckartig und von einem lauten Knall begleitet bis zu 150 km überspringen. Die Innenausstattung passt sich der Uhrzeit entsprechend an: Wo nachts Betten stehen, warten tagsüber Sessel.

Dennoch ziehen viele Zauberer andere Reisemöglichkeiten vor, da diese meist bequemer und schneller sind (z. B. das Flohnetzwerk). Im dritten Buch fährt Harry Potter mit dem Fahrenden Ritter von den Dursleys aus nach London ins Wirtshaus Zum Tropfenden Kessel.

Während in den Romanen Ernie Prang das Gefährt steuert und Stan Shunpike die Reisenden bedient, wird ihnen in den Filmen ein sprechender Schrumpfkopf zur Seite gestellt.

Flohnetzwerk

Das Flohnetzwerk (floo network) ist in der magischen Welt eine Infrastruktur zum Reisen und Kommunizieren. Es besteht aus miteinander verbundenen Kaminen (flue). Mit dem Hilfsmittel Flohpulver können Magier von einem angeschlossenen Kamin zu einem anderen reisen oder einfach nur den Kopf wie aus einem Fenster hinaus recken und so kommunizieren.

Der einzige legal und dauerhaft an das Flohnetzwerk angeschlossene Kamin der Muggel ist der des Britischen Premierministers. Die Kamine des Flohnetzwerkes unterstehen der Flohnetzaufsicht des Zaubereiministeriums und können von Netzwerkaufsehern überwacht werden. Im fünften Schuljahr veranlasst Großinquisitorin Dolores Umbridge die Überwachung aller Kamine in Hogwarts, außer ihres eigenen. Ein Umstand, den sich Harry mehr als einmal zu Nutze macht, der jedoch auch beinahe dazu führt, dass Sirius Black von Umbridge erwischt wird.

Flohpulver (floo powder) aktiviert die Netzwerkfunktion eines Kamins, der an das Netzwerk angeschlossen ist. In den Kamin geworfen erzeugt es grüne Flammen oder verfärbt bereits vorhandene grün. Dies ist das Signal, den Kamin zu betreten oder den Kopf hinein zu stecken und den Namen des Zielortes auszusprechen. Dabei ist es enorm wichtig, den Namen sehr deutlich auszusprechen, da sonst die Möglichkeit besteht, im falschen Kamin zu landen. Zum Beispiel passiert dies Harry gleich bei der ersten Benutzung, bei der er in der Nokturngasse (Knockturn Alley) statt in der Winkelgasse (Diagon Alley) landet, genauer im Laden Borgin & Burkes.

Floo ist kein existierendes englisches Wort, es ist eine Verballhornung von flue, dem englischen Wort für Kamin. Die deutsche Übersetzung kann auch dafür gesehen werden, dass man zwischen den Kaminen hin- und herspringt wie eben ein Floh.

Hogwarts-Express

Lokomotive im Stil der Zugmaschine des Hogwarts-Express
Das Glenfinnan Viaduct - hier wird der Zug im dritten Teil von Dementoren durchsucht

Der Hogwarts-Express ist ein Zug, der dem Schülerverkehr zwischen London und der Zauberschule Hogwarts dient. Von einer scharlachroten Lokomotive gezogen, verkehrt er zwischen dem Bahnhof King’s Cross (Bahnsteig 9¾) und Hogsmeade. Gelegentlich benutzen auch neue Lehrer den Hogwarts-Express. Während der Fahrt können sich die Passagiere an einem mobilen Imbisswagen verpflegen.

Portschlüssel

Portschlüssel (portkey) sind magisch veränderte Gegenstände, mit denen Zauberer einzeln oder in Gruppen große Entfernungen zurücklegen können. Jeder Gegenstand kann mit der durch das Zaubereiministerium kontrollierten Zauberformel „Portus“ in einen Portschlüssel verwandelt werden. In aller Regel werden als Portschlüssel unauffällige Objekte wie ein kaputter Stiefel oder ein alter Eimer verwendet, damit Muggel sie für Abfall halten und demnach nicht zufällig anfassen/auslösen. Der Pokal im Trimagischen Turnier war ebenfalls ein Portschlüssel. Er wurde von Barty Crouch jun. in einen solchen verwandelt und sollte Harry Potter bei Berührung als Gewinner des Turniers zu dem Friedhof bringen, auf dem ihn Lord Voldemort erwartete. Allerdings beschlossen Harry und Cedric, dass sie beide Gewinner seien und berührten zeitgleich den Portschlüssel. Es gibt auch Portschlüssel, welche zu einem vorher festgelegten Datum aktiv werden und die sie berührende(n) Person(en) zum Zielort befördern.

Schule

In den sieben Büchern der Reihe werden drei Zauberschulen erwähnt, die alle in Europa liegen: Hogwarts, das Durmstrang-Institut (Im Norden) und die Beauxbatons-Akademie (in Südfrankreich). Die Schulen treffen sich im vierten Band zum ersten Mal seit über einem Jahrhundert zum Trimagischen Turnier.

Schulabschlüsse

In Hogwarts wird die Ausbildung der Zauberer und Hexen in zwei Abschnitten betrieben. Alle Kinder ab elf Jahren besuchen mindestens fünf Jahre lang die Schule. Am Ende des fünften Schuljahres legen die Schüler dann Prüfungen in verschiedenen Fächern ab. Sie erhalten daraufhin die so genannten ZAGs (Zaubergrade, im Original: OWL, Ordinary Wizarding Level, deutsch: „Normales Zauberer-Niveau“), die als Grundlage für ihre Teilnahme an weiterführenden Fächern dienen. Mehrere Lehrer erwarten für die Teilnahme an ihrem Unterricht ab der sechsten Klasse mindestens die Note E. Das Erreichen der ZAGs ist ein mittlerer Schulabschluss, der zum Ergreifen der meisten magischen Berufe genügt. Lediglich wer einen hochqualifizierten Beruf anstrebt, beispielsweise den eines Aurors, muss dafür zwei weitere Schuljahre anhängen. Am Ende des siebten und letzten Schuljahres legen die Schüler die Prüfungen zum UTZ (Unheimlich Toller Zauberer, im Original: NEWT, Nastily Exhausting Wizarding Test, deutsch: „Grauenvoll Anstrengender Zauber-Test“) ab.

Im englischen Original sind die Abkürzungen Wortspiele: „OWL“ heißt auf Deutsch „Eule“, „NEWT“ bedeutet „Molch“.

Notenstufen

Die bei den Prüfungen verliehenen Noten haben folgende Bezeichnungen:

O Ohnegleichen (Outstanding), Bestnote
E Erwartungen übertroffen (Exceeds Expectations)
A Annehmbar (Acceptable), Mindestanforderung zum Bestehen einer Prüfung
M Mies (P, Poor)
S Schrecklich (D, Dreadful)
T Troll

Sport

Quidditch

Quidditch ist eine Mannschaftssportart. Genauere Informationen finden sich im Buch Quidditch im Wandel der Zeiten.

Die in der Zaubererwelt beliebteste Sportart wird von zwei Mannschaften mit je sieben auf Besen fliegenden Spielern mit insgesamt vier Bällen gespielt. Je Mannschaft dienen drei Ringe, die in 20 Metern Höhe angebracht sind, als Tore.

Die Spieler je Mannschaft:

  • Drei Jäger (chaser) versuchen den Quaffel durch eines der gegnerischen Tore zu werfen.
  • Ein Hüter (keeper) versucht zu verhindern, dass die gegnerischen Jäger Tore werfen.
  • Zwei Treiber (beater) versuchen mit Schlägern die beiden Klatscher von ihren Mitspielern abzuwehren und auf gegnerische Spieler zu lenken.
  • Ein Sucher (seeker) versucht den goldenen Schnatz zu fangen. Sucher sind für gewöhnlich die kleinsten, leichtesten und wendigsten Spieler.

Die Bälle im Spiel:

  • Der goldene Schnatz (golden snitch): Ein 4 Zentimeter großer goldener Ball mit silbernen Flügeln, der sehr schnell in der Luft herum fliegt. Er ersetzte den ursprünglich verwendeten kleinen goldenen Schnatzer, einen 4 Zentimeter großen Vogel, der durch den Erfolg des Spiels beinahe ausgerottet wurde und nun unter magischem Naturschutz steht. In Band 7 wird erklärt, dass der Schnatz eine Art Speicher (engl. flesh memory) besitzt, durch die er die erste Person identifiziert, die ihn berührt.
  • Zwei Klatscher (bludger): Große schwarze Bälle, die die Spieler von ihren Besen zu stoßen versuchen und selbst angetrieben durch die Luft rasen.
  • Der Quaffel (quaffle): Der Ball von der Größe eines Fußballes wird auf die Ringe geworfen. Ursprünglich bestand das Spiel nur daraus, mit dem Quaffel Tore zu schießen. Die zwei Klatscher und der Goldene Schnatz kamen erst später dazu.

Ein Tor zählt zehn Punkte. Ein Spiel ist beendet, sobald ein Sucher den goldenen Schnatz gefangen hat. Dies bringt seiner Mannschaft zusätzlich 150 Punkte, fast immer erringt diese Mannschaft dadurch den Sieg.

Im vierten Buch besucht Harry Potter zusammen mit den Weasleys und Hermine die Quidditch-Weltmeisterschaft. Den Topspieler Viktor Krum trifft Harry beim Trimagischen Turnier als Champion der Zaubererschule Durmstrang wieder.

Trimagisches Turnier

Das Trimagische Turnier (Triwizard Tournament) ist ein Wettkampf zwischen den drei größten europäischen Zauberschulen Hogwarts, Durmstrang und Beauxbatons. Ein magischer Feuerkelch bestimmt aus den Freiwilligen jeder Schule einen Champion, der seine Schule im Turnier vertritt. Die Champions gehen eine Art bindenden magischen Vertrag ein, der sie zwingt, das Turnier zu beenden. Das Turnier selbst besteht aus drei magischen Aufgaben, verteilt über einen Zeitraum von einem Schuljahr, die möglichst schnell bzw. originell gelöst werden müssen. Die Aufgaben sind z.T. extrem gefährlich und wegen der hohen Todesrate unter den Champions war das Turnier in der Vergangenheit eingestellt worden.

Im vierten Band findet erstmals nach über einem Jahrhundert wieder ein Trimagisches Turnier statt, Ausrichter der Neuauflage ist Hogwarts. Um das Risiko in Grenzen zu halten, dürfen sich nur volljährige (17 Jahre alte) Schüler bewerben. Durch die Bemühungen von Barty Crouch jr. in der Gestalt von Alastor „Mad-Eye“ Moody wird diese Regel im Fall von Harry Potter jedoch umgangen, und da der Feuerkelch Harrys Namen ausspuckt, ist er neben den drei eigentlichen Champions ebenfalls zur Teilnahme gezwungen. Das Turnier endet katastrophal mit Lord Voldemorts Rückkehr und dem Tod des ersten Hogwarts-Champions Cedric Diggory.

Tränke

Amortentia

Amortentia (lat. amor, die Liebe; lat. temptare, etw. erstreben) ist der stärkste Liebestrank der Welt. Er erzeugt keine wirkliche Liebe, sondern verursacht starke Schwärmerei oder Besessenheit. Er gilt als einer der gefährlichsten und stärksten Zaubertränke. Der Trank riecht für jeden anders (Bsp.: Harry Potter riecht einen Blumenduft, den er wieder riecht, als Ginny sich zu Harry, Hermine und Ron gesellt, und für Hermine riecht er nach gemähtem Gras und frisch gedruckten Büchern).

Felix Felicis

Felix Felicis (lat. felix, der Glückliche; felicis, des Glücklichen) ist ein sehr starker Glückstrank. Er lässt der Person, die ihn einnimmt, alles ohne große Bemühungen gelingen. Er ist goldfarben und wird auch 'flüssiges Glück' genannt.

Bei Veranstaltungen wie Sportwettkämpfen und Prüfungen ist er verboten. Häufig eingenommen wirkt Felix Felicis als starkes Gift und verursacht Schwindelgefühl, Leichtsinn und ein übersteigertes Selbstvertrauen.

Harry gewann ein Fläschchen dieses Tranks im sechsten Band, als er dank des Zaubertrankbuches des Halbblutprinzen den besten Zaubertrank gebraut hatte, und setzte ihn ein, um eine Erinnerung von Professor Slughorn zu bekommen.

Ebenfalls benutzt er es, um seinem Freund Ron bei einem Quidditchspiel zu helfen (wobei er aber nicht gegen das Verbot verstößt): Er täuscht vor, dass er seinem nervösen Freund einen Schuss von „dem Felix“ in den Kürbissaft mischt, damit er denkt, dass er nun Glück hat. Ron trinkt diesen Saft und hat nun die psychische Wirkung eines Placebos, die ihn zum umjubelten Hüter im entscheidenden Quidditch-Match der Saison werden lässt.

Gegen Ende desselben Bandes gibt Harry Ron, Hermine und Ginny das Fläschchen Felix Felicis, damit sie Draco Malfoy und Snape überwachen. Da währenddessen Todesser in Hogwarts eindringen hilft es ihnen diese zu bekämpfen.

Da die Herstellung des Tranks aufwändig, langwierig und schwierig ist, wägen Harry, Ron und Hermine sorgfältig ab, wofür sie ihr Fläschchen 'Felix Felicis' einsetzen.

Skele-Wachs

Skele-Wachs (Skele-Gro, 'gro' ist vom gleichklingenden englischen Wort 'grow' d. h. wachsen abgeleitet) ist ein schlecht schmeckender Zaubertrank, der Knochen unter großen Schmerzen wieder (nach)wachsen lässt. Harry muss ihn in Band 2 einnehmen, als Professor Lockhart aus Versehen die Knochen aus Harrys rechtem Arm wegzaubert. In Band 7 bekommt der Kobold Griphook ihn, um seine gebrochenen Beine zu heilen.

Sud des Lebenden Todes

Der Sud des Lebenden Todes bzw. Trank der Lebenden Toten (Draught of Living Death) ist ein starker Schlaftrank aus geriebener Affodillwurzel, Wermutaufguss und Baldrianwurzel. Ein Tropfen dieses Tranks lässt auch den aufgewecktesten Zauberer tief und fest schlafen. Wenn der Trank falsch zubereitet wird, verursacht er einen so tiefen Schlaf, dass der Trinkende nicht wieder erwacht.

Harry bereitet ihn im sechsten Band nach den abweichenden Anweisungen aus dem Buch des Halbblutprinzen zu und gewinnt mit seinem guten Ergebnis ein Fläschchen Felix Felicis von Professor Slughorn.

Veritaserum

Veritaserum (lat. veritas, Wahrheit; lat. serum, Molke) ist das stärkste existierende Wahrheitselixier. Drei Tropfen dieses farb- und geruchlosen Elixiers reichen aus, um einem Menschen seine innersten Geheimnisse zu entlocken. Der Gebrauch wird deshalb streng vom Zaubereiministerium kontrolliert. Professor Snape sagte, dass bei drei Tropfen von dem Serum sogar Voldemort seine tiefsten Geheimnisse ausplaudern würde.

Es bedarf eines vollständigen Mondzyklus, also einen Monat, um zu reifen. Verabreicht man es früher, wirkt es wie Gift.

Professor Snape droht Harry in Harry Potter und der Feuerkelch damit, ihm den Trank einzuflößen. Im selben Band benutzt Professor Dumbledore das Elixier, um Barty Crouch Jr. zu verhören.

Später will Professor Umbridge mit Hilfe des Trankes Harry den Aufenthaltsort von Sirius Black und Professor Dumbledore entlocken. Dies scheitert jedoch, da sie Professor Snapes gesamten Vorrat an Veritaserum bereits zum Verhör etlicher Schüler aufgebraucht hat.

Vielsaft-Trank

Der Vielsaft-Trank (Polyjuice Potion) ermöglicht es einem Zauberer, eine Stunde lang die Gestalt einer anderen Person anzunehmen. Die komplizierte Zubereitung dieses Trankes dauert einen Monat. Die Wirkung lässt sich beliebig verlängern, indem man ihn regelmäßig einmal pro Stunde zu sich nimmt.

Damit der Vielsaft-Trank wirkt, muss man einen Teil der Person zugeben, in die man sich verwandeln möchte, zum Beispiel Haare oder Zehennägel. Der Trank ist aber nicht für Verwandlungen in Tiere gedacht. Ron, Harry und Hermine benutzen den Vielsaft-Trank im zweiten Band, um Draco Malfoy auszuhorchen. Harry und Ron nehmen die Gestalt von Crabbe und Goyle an, doch Hermine verwandelt sich ansatzweise in eine Katze, da sie versehentlich ein Katzenhaar hinzugefügt hat, und muss von Madam Pomfrey zurückverwandelt werden. Auch Barty Crouch Jr. benutzt diesen Trank im vierten Band, um sich in den ehemaligen Auroren „Mad-Eye“ Moody zu verwandeln.

Im 7. Band nehmen sechs von Harrys Freunden den Trank ein, um die Todesser bei ihrer Flucht aus dem Ligusterweg zu verwirren. Später benutzt Harry ihn bei der Hochzeit von Bill und Fleur sowie zusammen mit Ron und Hermine immer wieder, u. a. um zunächst in das Zaubereiministerium einzudringen, so wie im späteren Verlauf in die Zaubererbank Gringotts.

Wolfsbann-Trank

Der Wolfsbann-Trank (Wolfsbane Potion) bewirkt, dass ein Werwolf bei seiner Verwandlung in der Vollmondnacht bei Verstand bleibt, seine Taten also kontrollieren kann und nicht zur Gefahr für andere wird. Der Erfinder des Wolfsbann-Tranks ist Damocles Belby, der in Hogwarts bei Horace Slughorn gelernt hat. Professor Snape bereitet den Trank im dritten Band für Remus Lupin zu.

Zaubersprüche und Flüche

Im englischen Original sind die meisten magischen Anwendungen klassifiziert. Es gibt Zauber (spells), Verzauberungen (charms), Verwünschungen (jinxes), Verhexungen (hexes) und Flüche (curses). In der deutschen Übersetzung geht diese Einteilung weitgehend verloren, es wird nur noch -wenn überhaupt- zwischen Zaubern und Flüchen unterschieden, wobei hier spells und charms den Zaubern und jinxes, hexes und curses den Flüchen zugeordnet werden. Die Zaubersprüche und Flüche sind meistens einer antiken Sprache entlehnt, halten sich aber nie an die entsprechende Grammatik. Der allgemeine Gegenzauber Finite Incantatem wird nicht überall aufgeführt. Einige der aufgeführten Sprüche erscheinen nur in den Filmen oder wurden in diesen umbenannt.

Liste der bekannten Zaubersprüche

Name des Zaubers Formel Sprachliche Bedeutung Wirkung Gegenzauber/Gegenteil
Aguamenti Aguamenti lat. aqua/span. agua: Wasser lässt Wasser aus der Spitze des Zauberstabs schießen oder füllt ein Gefäß mit Wasser, wenn man es vorher antippt
Alohomora-Zauber (Alohomora Charm) Alohomora laut Rowling aus der Geomantie des west-afrikan. Sidiki-Dialekts: günstig für Diebe;[2] tatsächlich als alohomora oder alahamora eines der 16 Zeichen des Sikidy (Geomantie) auf malagasy (Madagaskar)[3] öffnet Türen und Fenster Colloportus
Anapneo Anapneo griech. ich atme wieder, ich atme auf macht die Atemwege wieder frei
Anti-Schummel-Zauber (Anti-Cheating Spell) wird z. B. bei den Hogwarts-Prüfungen verwendet
Aparecium Aparecium lat. apparere/span. aparecer/engl. appear: erscheinen enthüllt verborgene Dinge, Schriften, etc.
Aufrufezauber (Summoning Charm) Accio lat. 1. Pers. Sing. von accire, herbeirufen; accio = ich rufe herbei; engl. accede: u. a. sich nähern (alt) ruft Gegenstände herbei (z. B. „Accio Feuerblitz“) Schildzauber, Verscheuchezauber
Avis Avis lat. Vogel lässt Vögel aus der Spitze des Zauberstabs kommen
Bewegungszauber (Locomotion Charm) Locomotor engl. locomotion: Bewegung; lat. loco motor der Beweger (vom) Ort bewegt Gegenstände (z. B. Locomotor Lampe). ähnlicher Zauber: Mobiliarbus und Mobilcorpus
Bombada (Maxima) Bombada (Maxima) lat. bombus: das Brummen; lat. maxime: gar sehr sprengt Objekte (z.B. eine Tür). Bombada maxima intensiviert die Wirkung von Bombada. Ein Zauber, der nur in den Filmen verwendet wird.
Feinde-Schutzzauber Cave Inimicum lat. hüte dich vor dem Feind hält Feinde fern
Confringo Confringo lat. confringere: etwas zerbrechen; (engl. infringe: [Gesetz] brechen) lässt Gegenstände explodieren Reparo
Colloportus Colloportus lat. colligo porta, binde die Tür verschließt Türen und Fenster Alohomora-Zauber
Deletrius Deletrius engl. delete, löschen lässt den Prior Incantado wieder verschwinden Prior Incantado
Diffindo Diffindo - Kann Dinge zertrennen/aufreißen Reparo
Greifzauber Carpe Retractum lat. carpe (von carpere: pflücken; in der Wendung carpe diem auch "nutzen"); retractum (von retrahere: zurückziehen): Nutze das Zurückgezogene (unterscheide capere: nehmen, ergreifen) schafft eine Verbindungslinie zwischen Zauberstab und einem Griff oder Hebel
Entwaffnungszauber (Disarming Charm) Expelliarmus lat. expellere = vertreiben; arma = Waffen entwaffnet den Gegner Protego
Episkey Episkey griech. episkeu: ich stelle wieder her heilt kleinere Knochenbrüche und Verletzungen
Erstarrungszauber (Freezing Charm) Petrificus Totalus eng. petrified = versteinert lässt Maschinen/Geräte und Lebewesen erstarren
feraverto feraverto lat.: fera = Tier, verto = ich wende (von vertere = wenden) Verwandelt ein Lebewesen in einen Trinkpokal
Dieser Zauberspruch kommt nur im Film 2 vor.
Ferula Ferula engl. ferrule: stärkender/versteifender Metallring, Hülse/Muffe zum Verbinden von Teilen; engl. ferule/ferula/lat. ferula: Rute schient z. B. gebrochene Körperteile
Fidelius-Zauber (Fidelius Charm) lat.: noch treuer; engl. fidelity: Treue verbirgt einen Ort im Gedächtnis des Geheimniswahrers
Finite Incantatem Finite (Incantatem) lat. finire: etwas beenden, finite: beendet (Imp.), incantatio: Beschwörung, Zauberspruch beendet einige Zauber und Flüche mit dauerhafter Wirkung
Homenum Revelio Homenum revelio lat. homo: Mensch; lat. revelare/engl. reveal: enthüllen aufdecken; lat. hominem revelio: Ich enthülle den Menschen macht die Anwesenheit von Menschen an einem Ort sichtbar
Immobilus-Zauber Immobilus lat. friert die Bewegung von Tieren und Pflanzen (z.B. Peitschende Weide) ein
Imperturbatio-Zauber (Imperturbable Charm) Imperturbatio engl. imperturbable: unerschütterlich; lat. imperturbatus: ungestört schützt ein Objekt so, dass niemand es berühren oder durchdringen kann
Imperviuszauber (Impervius Charm) Impervius engl. impervious/lat. impervius: undurchdringlich macht die Oberfläche von Dingen, Menschen, Tieren etc. wasserabweisend
Incarcerus (Incarcerous) Incarcerus lat./(engl.) carcer: Kerker; engl. incarcerate: einsperren fesselt den Getroffenen mit Seilen Diffindo
Incendio Incendio lat. incendo: ich entzünde; engl. incense: entzünden/incendiary: Brandstifter entfacht ein Feuer Aguamenti (Indirekt)
Irrwicht-Bann-Zauber (Boggart-repelling Charm) Riddikulus lat. ridiculus/engl. ridiculous: lächerlich vertreibt den Irrwicht, wenn dabei die größte Angst in Gedanken lächerlich gemacht wird
Lähmzauber (Impediment Charm) Impedimenta engl. impediment/lat. impedimentum: Hindernis; engl. impede/lat. impedere: hindern lässt den Getroffenen mitten in der Bewegung erstarren Rennervate
Legilimentik Legilimens lat. legere (lesen, sammeln), lat. Mens (Geist, Gedanken) Eindringen in den Geist einer anderen Person ohne Zauberspruch und lediglich durch verschließen des Geistes (Okklumentik) abzuwehren
Levicorpus Levicorpus engl./lat. corpus: Körper; lat. levare: anheben, engl. levitate: in der Luft schweben hängt den Getroffenen, scheinbar an einem Fuß, kopfüber in der Luft auf Liberacorpus
Liberacorpus Liberacorpus engl./lat. corpus: Körper; engl. liberate/lat. liberare: befreien (lat. Imperativ libera: befreie!) ist der Gegenzauber zu Levicorpus und lässt die schwebende Person fallen Levicorpus
Lumos Lumos (Maxima) lat. lux/frz. lumière: Licht erzeugt Licht an der Spitze des Zauberstabes.
(Maxima erzeugt blendendes Licht; aus dem Film zum ersten Band)
Nox
Lumus solem Lumus solem lat. lux/frz. lumière: Licht lat. solem (von "sol") Sonne erzeugt Sonnenlicht.
(Aus dem Film zum ersten Band)
Muffliato Muffliato engl. to muffle: (Geräusche) dämpfen, unterdrücken erfüllt die Ohren von jedem in der Nähe mit einem undefinierbaren Brummen
Nox Nox lat. nox: Nacht Gegenzauber von Lumos Lumos
Obliviate/Amnesia (Memory Charm) Obliviate lat. oblivio, Vergessenheit; engl. oblivious, ohne Erinnerung verändert das Gedächtnis einer Person (in der deutschen Übersetzung wird auch der Zauber Amnesia eingeführt, der im Gegensatz zu Obliviate das gesamte Erinnerungsvermögen einer Person löscht, den es im englischen Original allerdings nicht gibt)
Rote Funken-Zauber- Periculum lat.: Gefahr lässt rote Funken aus dem Zauberstab schießen
Patronus-Zauber Expecto patronum lat.: ich erwarte den Schutzgeist beschwört einen Schutzschild oder einen Schutzgeist herauf, der einen vor Dementoren schützt
Portus Portus lat. portare: wegtragen, wegbringen; engl. portable: tragbar Dieser Zauber macht aus jedem beliebigen Gegenstand einen Portschlüssel.
Prior Incantado Prior Incantado (engl. priori incantatem) lat. wörtlich: „Davor habe ich beschworen“; engl. prior: vorherig, incantation: Zauberspruch zeigt den letzten Zauber eines Zauberstabs Deletrius
Proteus-Zauber (Protean Charm) von Proteus (griech. Mythologie): konnte sich in verschiedene Gestalten verwandeln; engl. protean: wandelbar Dieser Zauber verbindet Gegenstände miteinander; wenn man einen Gegenstand verändert, verändern sich die anderen in gleicher Weise.
Quietus Quietus lat. quietus/engl. quiet: geräuschlos stellt die Stimme auf normale Lautstärke ein Sonorus
Ratzeputz-Zauber Ratzeputz - Zeigt man auf ein (schmutzigen) Gegenstand, wird dieser sofort sauber.
Reducio-Zauber Reducio - lässt Gegenstände und Lebewesen schrumpfen Enorgio
Relaschio Relaschio engl. release, loslassen; engl. lash, Peitschenhieb schickt einen Funkenstrahl aus dem Zauberstab um evtl. den Gegner anzugreifen
Rennervate Rennervate engl. re-: wieder; engl. nervation: System von Nerven; urspr. ennervate, von Rowling umbenannt [4] belebt bewusstlose Menschen Schockzauber
Reparo Reparo lat.: ich repariere; engl. repair: reparieren setzt zerbrochene Gegenstände wieder zusammen
Schildzauber (Shield Charm) Protego lat. protegere: beschützen, protego: ich beschütze; engl. protect: beschützen blockt schwächere bis fortgeschrittene Zauber und Flüche ab und schleudert sie auf den Angreifer zurück
Schockzauber (Stunning Spell) Stupor engl. stupefy, benommen machen; lat. stupor, Erstarrung setzt den Gegner außer Gefecht Enervate, Rennervate
Schwebezauber (Hover Charm, Levitation Charm) Wingardium Leviosa engl. wing: Flügel; lat. arduus: hoch/engl. arduous: schwer besteigbar, steil; lat. levis: leicht lässt Gegenstände in die Luft fliegen und für kurze Zeit schweben
Schweigezauber (Silencing Charm) Silencio lat. silentium/engl. silence: Stille lässt die Stimme des Getroffenen völlig lautlos werden Quietus, Sonorus
Sectumsempra Sectumsempra lat. secare = verwunden, quälen, durchschneiden; semper = immer Schwarz-magischer Fluch gegen Gegner. Er fügt seinem Opfer klaffende, stark blutende Wunden zu, als sei es mit einem unsichtbaren Schwert verletzt worden. Vulnera Sanentur
Serpensortia Serpensortia engl. serpent/lat. serpens: Schlange; frz. sortir: herauskommen/sortie: Ausgang; engl. sortie: (milit.) Ausfall lässt eine Schlange aus der Spitze des Zauberstabs entstehen Vipera Evanesco (Schlange verschwinde)
Sonorus Sonorus engl. sonorous/lat. sonorus: tönend verstärkt die Stimme Quietus, Silencio
Tilgzauber (Verwisch-Zauber) (Obliteration Charm) Tergeo lat. tergeo: ich wische ab löscht oder verwischt Spuren
Trennzauber siehe Diffindo
Verschwindezauber (Vanishing Spell) Evanesco engl. evanesce: sich wie Rauch auflösen; lat. evanescere: verschwinden lässt das Zielobjekt verschwinden; ist bei toter Materie einfacher als bei Lebewesen
Vier-Punkte-Zauber(Four-Point Spell) Weise mir die Richtung engl. point me: Weise mir die Richtung lässt die Spitze des Zauberstabs auf der flachen Hand nach Norden zeigen
Wachstums-Zauber Engorgio engl. gorge: gierig essen, vollstopfen; engl. engorged, (an)geschwollen lässt das Ziel wachsen Reducio
Brillen-Reparatur-Zauber Oculus reparo lat. oculus: Auge, reparo: reparieren repariert Brillen

Magie des Zaubereiministeriums

Vom Ministerium können bestimmte Zauber ausgeführt und genutzt werden, die eine weite räumliche Ausdehnung haben und sich vermutlich über ganz Großbritannien erstrecken: nämlich das Aufspüren von Zaubern, die Spur Minderjähriger und der Bann über einen gesprochenen Namen.

Das Aufspüren von Zaubern

Das Ministerium ist in der Lage, jeden ausgeführten Zauber und den Ort, an dem er erzeugt wurde, zu identifizieren. Allerdings kann nicht erkannt werden, wer den Zauber erzeugt hat. Dies wird in Harrys Sommerferien zwischen dem ersten und zweiten Jahr in Hogwarts wichtig, denn man beschuldigt fälschlicherweise Harry, einen Schwebezauber ausgeführt zu haben, obwohl das in Wahrheit der Hauself Dobby gewesen ist.

Die Spur

Die Spur liegt auf jedem minderjährigen Zauberer, so dass das Ministerium den Aufenthaltsort von jedem Kind und Jugendlichen unter 17 Jahren erkennen kann. Bei über 17-jährigen Zauberern ist das allerdings nicht mehr möglich, unabhängig von den Gesetzen der momentanen Regierung. Dies wird vor allem dadurch deutlich, dass es Harry, Ron und Hermine auch nach der Machtübernahme durch Voldemort und die Todesser gelingt, im Verborgenen zu leben, ohne dass ihr Aufenthaltsort ständig bekannt ist.

Bann über einen gesprochenen Namen

Nach der Machtübernahme von Voldemort über das Zaubereiministerium wird ein Bann über den Namen Voldemort gelegt, so dass beim Aussprechen des Namens alle Schutzzauber brechen und die Person, die den Namen gesprochen hat, genau lokalisiert werden kann. Dies wird vor allem Mitgliedern des Phönixorden, der Organisation zur Bekämpfung von Voldemort, zum Verhängnis. Da es unter ihnen nicht üblich war, Voldemort als „du weißt schon wen“ oder gar den „Dunklen Lord“ zu bezeichnen, konnten mit dem Bann viele Mitglieder des Phönixordens und schließlich auch Harry, Ron und Hermine aufgespürt werden.

Besondere Zauber

Legilimentik und Okklumentik

Legilimentik bezeichnet die Fähigkeit des magischen Eindringens in den Geist einer anderen Person, um Gefühle und Erinnerungen der betroffenen Person sehen zu können. Sie erfolgt durch den Zauberspruch Legilimens. Severus Snape beschreibt gegenüber Harry Potter den Geist eines Menschen als komplexes Etwas, in dem man nicht lesen kann wie in einem Buch, da die Gedanken und Gefühle nicht im Gehirn eingraviert seien und man sie deshalb suchen müsse. Ebenso müsse meist der Augenkontakt bei Legilimentik bestehen. In Harry Potters Fall benötigt Voldemort keinen direkten Augenkontakt, sondern kann die Verbindung zu Harrys Geist durch dessen Fluchnarbe (die Blitznarbe auf der Stirn) herstellen. Harry Potter selbst bezeichnet Legilimentik als Gedankenlesen. Dem widerspricht Professor Snape, da nicht die gerade gedachten Gedanken eine Rolle spielen, sondern die Erinnerungen an Gespräche mit anderen Personen oder Handlungen.

Die einzige Möglichkeit, sich gegen das gewaltsame Eindringen in den Geist zu wehren, besteht in Okklumentik, dem Verschließen des Geistes. Severus Snape erklärt Harry, dass Okklumentik dem Widerstand gegen den Imperius-Fluch ähnelt, gegen den sich Harry bereits wehren konnte. Durch dieses Verschließen des Geistes ist die Person in der Lage, den Legilimentor zu belügen oder ihm etwas zu verheimlichen. Ein Beispiel für einen brillanten Okklumentiker ist Severus Snape selbst, da sich im siebten Band herausstellt, dass Snape 20 Jahre lang Lord Voldemort täuschen konnte.

Patronus-Zauber

Der Patronus-Zauber (Patronus Charm) vertreibt Dementoren. Seine Anwendung bringt die Schwierigkeit mit sich, in der akuten Gefahrensituation an ein glückliches Ereignis zu denken und gleichzeitig die Zauberformel „Expecto Patronum“ (lat.: Ich erwarte einen Schutzherrn) auszusprechen. Diesen Zauber beherrschen nur wenige Magier, er gehört zur fortgeschrittenen Magie. Bei erfolgreicher Ausführung bricht aus der Spitze des Zauberstabes ein Nebelschleier hervor, der im Idealfall die Gestalt eines Tieres annimmt, ein sogenannter gestaltlicher Patronus. Ein Patronus kann auch als Nachrichtenbote eingesetzt werden.

Der Patronus nimmt bei jedem Zauberer eine andere Gestalt an, die oft einen persönlichen Bezug hat. So ist Harry Potters Patronus ein Hirsch, das gleiche Tier, in das sich sein Vater James Potter als Animagus verwandelte (lat. patronus aus pater „Vater“). Lily Potters Patronus ist passend dazu eine Hirschkuh; der Patronus von Severus Snape, der in Lily verliebt war, nimmt die gleiche Gestalt an. Albus Dumbledores Patronus erscheint in Form eines Phönix, abgeleitet von seinem Haustier Fawkes. Der Patronus seines Bruders Aberforth Dumbledore ist ein Ziegenbock, Kingsley Shacklebolts ein Luchs, Arthur Weasleys ein Wiesel, Hermine Grangers ein Otter und Ron Weasleys ein kleiner Hund ähnlich einem Jack Russell Terrier (J. K. Rowling besitzt einen Jack Russell). Luna Lovegoods Patronus ist ein Hase, der von Cho Chang ein Schwan. Der Patronus von Minerva McGonagall ist eine Katze mit Brillenzeichnung um die Augen, während Dolores Umbridges Patronus als langhaarige Katze erscheint. In der Verfilmung von Harry Potter und der Orden des Phönix besitzt Ginny Weasley einen Patronus in der Gestalt eines Pferdes.

Die Gestalt des Patronus kann sich auch ändern: Tonks' Patronus ändert sich in einen Wolf, als sie sich in den Werwolf Remus Lupin verliebt.

Unbrechbarer Schwur

Ein Unbrechbarer Schwur (Unbreakable Vow) ist ein Schwur, der zwischen zwei oder mehr Zauberern geleistet wird. Zusätzlich ist ein Zeuge zugegen, der mit seinem Zauberstab den Schwur besiegelt. Der Schwörende hat danach weiterhin die freie Entscheidung, den Schwur zu brechen, was jedoch zu seinem sofortigen Tod führt.

Severus Snape schwört zu Beginn des 6. Bandes gegenüber Narzissa Malfoy, ihren Sohn Draco zu unterstützen bei allem, was Lord Voldemort von ihm verlangt. Zeugin bei diesem Schwur ist Narzissas Schwester Bellatrix Lestrange.

Uralte Magie

Es gibt sehr alte magische Vorgänge, die durch bestimmte Handlungen hervorgerufen werden können. Sie sind eine Art Belohnung der Magie an den Beschwörer für eine besonders mutige oder großherzige Tat. Diese Form der Magie ist die mächtigste von allen und kann selbst dunkelste Flüche und Banne abwenden, selbst den Todesfluch Avada Kedavra. Wer diese Magie erforschen will oder sie gar zu verändern versucht, kann seltene magische Paradoxa hervorrufen (Beispiel: Die Seelenverbindung von Harry und Voldemort).

So ist es auch bei Harry: Als seine Mutter starb, um ihn zu schützen, legte sie durch ihr Opfer aus Liebe einen solchen Schutz auf ihn und hinderte so Voldemort daran, Harry Schaden zuzufügen (von der Blitznarbe abgesehen). Das führt letztendlich dazu, dass Voldemort sich selbst vernichtet.

Gegen Ende des 3. Bandes hindert Harry Lupin und Black daran, Peter Pettigrew zu töten, worauf dieser entkommen und Voldemort zu Hilfe kommen kann. Dumbledores Aussage, es werde sich für Harry noch als nützlich erweisen, Pettigrew gerettet zu haben, bewahrheitet sich schließlich im 7. Band. Als Peter versucht, Harry mit seiner silbernen Hand zu erwürgen, lässt er einfach los, nachdem Harry ihn an diese Gegebenheit erinnert. Pettigrew wird schließlich von selbiger Hand selbst erdrosselt, weil sie von Voldemort kontrolliert wird. Harry und Ron können das mit normalem Zauber nicht mehr verhindern.

Liste der bekannten Flüche

Name des Fluches Zauberformel sprachlicher Ursprung Wirkung Gegenfluch
Anti-Disapparier-Fluch (Anti-Disapparation Jinx) lat. dis-, fort, weg; lat. apparere, sichtbar werden; engl. disappear, verschwinden verhindert das Disapparieren
Anti-Eindringlings-Fluch (Anti-Intruder Jinx) engl. intruder, Eindringling schützt einen Ort vor Eindringlingen, er verhindert z. B. das Überklettern von Mauern und das Hineinfliegen mit einem Besen
Babbelfluch (Babbling Curse) Der von dem Fluch Getroffene hört nicht mehr auf Unsinn zu reden
Beinklammerfluch (Leg-Locker Curse) Locomotor Mortis engl. locomotor, die Fortbewegung betreffend; lat. mortis, des Todes schließt die Beine des Betroffenen zusammen, so dass die Person nicht mehr laufen kann
Bindehautentzündungs-Fluch (Conjunctivitus Curse) Conjunktivitio lat. conjunctivitis, Bindehautentzündung ruft eine schmerzhafte Entzündung der Bindehaut hervor; führt zur Beeinträchtigung der Sehkraft. Viktor Krum benutzt den Fluch gegen „seinen“ Drachen im 4. Band. Protego
Dämonsfeuer (Fiendfyre) engl. fiend, böser Geist, Teufel; fyre altengl. für Feuer erzeugt ein schwer kontrollierbares Feuer, dessen Flammen die Gestalt von einer großen Vielfalt von Kreaturen annehmen. Es hat die Fähigkeit, Horkruxe zu zerstören und kann nicht mit traditionellen Mitteln (Wasserzauber) gelöscht werden.
Densaugeo-Fluch (Densaugeo Curse) Densaugeo lat. dens, Zahn; lat. augere, vergrößern lässt die Zähne des Opfers rasant wachsen
Eingeweide-Ausweide-Fluch (Entrail-Expelling Curse) engl. entrail, Eingeweide; engl. expel, austreiben die genaue Wirkung des Fluches ist nicht bekannt
Expulso (Blasting Curse) Expulso lat. expellere löst eine starke Explosion aus Protego
Flederwicht-Fluch (Bat Bogey Hex) engl. bat, Fledermaus; engl. bogey (slang), unbekanntes (feindliches) Flugobjekt lässt Flederwichte erscheinen, die das Opfer angreifen
Folterfluch: Cruciatus-Fluch (Cruciatus curse) Crucio von lat. cruciare, crucio = "ich quäle (dich)" unverzeihlicher Fluch, bereitet dem Gegenüber unerträgliche Schmerzen, kann bei langer Anwendung zum Wahnsinn führen (siehe Alice und Frank Longbottom)
Furunkulus-Fluch (Furnunculus Curse) Furunkulus lat. furunculus, Furunkel, Blutschwäre lässt im Gesicht des Getroffenen Furunkel wachsen
Ganzkörperklammer (Body-Bind Curse) Petrificus Totalus engl. petrify, versteinern; lat. facere, machen; lat. totalus, ganz lässt den Getroffenen sofort erstarren
Kitzelfluch (Tickling Charm) Rictusempra engl. rictus: u. a. breites Grinsen/Grimasse; lat. semper: immer Gegner bekommt einen Lachanfall.
Reduktor-Fluch (Reductor Curse) Reductio engl. to reduce, verkleinern, zerkleinern, reduzieren lässt Gegenstände zu Staub zerfallen
Sectumsempra Sectumsempra lat. sectus, geschnitten; lat. semper, immer fügt dem Gegner Wunden zu, die aussehen, als wäre er mit einem Schwert aufgeschlitzt worden Vulnera Sanentur
Tanz-Fluch (Dance- Jinx) Tarantallegra engl. dance=tanzen; Tarantella=schneller Tanz; allegro=schnell lässt den Gegner unkontrolliert tanzen
Todesfluch (Killing Curse) Avada Kedavra aramäisch avd/אבד, „verlorengehen, verschwinden“; aram. ke/כ, „wie“; aram. davar/דבאר, „die Sache“ unverzeihlicher Fluch, tötet den Gegner
Totale Unterwerfung: Imperius-Fluch (Imperius curse) Imperio lat. impero - "ich befehle (dir)" Unverzeihlicher Fluch, bewirkt, dass ein Zauberer die totale Kontrolle über den Willen eines anderen hat Dieser Fluch lässt sich durch eine starke Willensanstrengung abschütteln.

Unverzeihliche Flüche

Es gibt drei unverzeihliche Flüche (Unforgivable Curses): Avada Kedavra, den Cruciatus-Fluch und den Imperius-Fluch. Schon die Ausführung eines dieser Zauber gegen einen Menschen ist unter Androhung von lebenslanger Haft in Askaban verboten. Lord Voldemort und seine Anhänger, die Todesser, wenden diese Flüche allerdings regelmäßig an. Um einen unverzeihlichen Fluch auszuführen, ist ein starker Wille zur Ausführung der Tat und ein starker Zauberer notwendig. Harry Potter selbst benutzt niemals den Todesfluch, versucht sich mehrmals an der Ausführung des Cruciatus-Fluches und gebraucht den Imperius-Fluch mehrmals mit Erfolg. Laut der Aussage von Bellatrix Lestrange müssen die Unverzeihlichen Flüche – oder zumindest der Cruciatus-Fluch – als Ausdruck ihres schwarzmagischen Ursprungs auch mit entsprechenden „dunklen“ Gefühlen im Hinterkopf und mit großer Willenstärke aufgerufen werden.

Avada Kedavra

Avada Kedavra oder der tödliche Fluch (aramäisch avd/אבד, „verlorengehen, verschwinden“; aram. ke/כ, „wie“; aram. davar/דבאר, „die Sache“; Zauberformel: Avada Kedavra) ist ein Fluch, der Lebewesen auf der Stelle tötet. Während der Ausführung dieses unverzeihlichen Fluchs ist ein greller, grüner Blitz zu sehen; das Opfer ist schon vor dem Aufprall auf den Boden tot. Am Körper des Opfers bleiben keine Spuren zurück, durch die auf die Todesursache geschlossen werden kann. Der auf diese Weise zugefügte Tod ist schmerzlos. Für Avada Kedavra gibt es keinen Gegenfluch.

Unter anderem hat Lord Voldemort Harry Potters Eltern Lily und James Potter mit diesem Fluch getötet, ebenso wie Severus Snape Albus Dumbledore mit diesem Fluch getötet hat. Harry Potter ist bis jetzt der einzige Mensch, der diesen Fluch überlebt hat, und zudem der einzige, bei dem er Spuren am Körper in Form der blitzförmigen Narbe auf der Stirn hinterlassen hat. Der Grund dafür ist, dass sich Harrys Mutter für ihn geopfert hat, und dadurch einen starken Schutzschild vor dem Fluch geschaffen hat. Mithilfe von Harrys Blut im 4. Band überwindet Voldemort den von Lily Potter geschaffenen Schutzschild, wodurch Harry nicht länger unverwundbar gegen diesen Fluch ist, und doch übersteht Harry auch ein letztes Mal die Anwendung dieses Fluches im 7. Band, da Voldemort dadurch nur seinem Horkrux Schaden zufügt.

Cruciatus-Fluch

Der Cruciatus-Fluch (Cruciatus Curse; lat. cruciatus, Folter, Qual, Marter, Kreuzigung; Zauberformel: Crucio, lat. cruciare, foltern, quälen ich-Form: crucio) ist ein Fluch zum Foltern von Lebewesen. Die Anwendung dieses unverzeihlichen Fluchs ruft beim Opfer extrem starke Schmerzen hervor, die das Gehirn bei längerer Einwirkung dauerhaft schädigen können. Sollte man den Fluch jedoch nicht abgrundtief wollen, erzielt er nicht die volle Wirkung. Mit diesem Fluch wurden Neville Longbottoms Eltern von Bellatrix Lestrange und deren Mann bis zum Wahnsinn gefoltert.

Auch Harry Potter hat bereits mehrfach versucht, diesen Fluch anzuwenden, blieb dabei bis zum siebten Band jedoch immer erfolglos. Im 5. Band wird Bellatrix Lestrange zwar umgeworfen, aber Harrys Fluch kann, von gerechtem Zorn getrieben, keinen dauerhaften Schmerz erzeugen. Im 6. Band kann Severus Snape den Fluch problemlos abwehren. Im 7. Band rächt sich Harry mittels des Cruciatus-Fluches im Ravenclaw-Turm an Amycus Carrow, nachdem dieser Professor McGonagall bespuckt hatte.

Imperius-Fluch

Der Imperius-Fluch (Imperius Curse; lat. imperium, Macht, Herrschaft, Befehl; lat. imperare, beherrschen, befehlen; Zauberformel: Imperio) ist ein Fluch, der die Kontrolle anderer Lebewesen ermöglicht. Dieser unverzeihliche Fluch kann durch gedankliche Anstrengung abgewehrt werden, was aber zumeist enorme Ausdauer und Training erfordert. Harry schafft es im vierten Teil (Harry Potter und der Feuerkelch), als der falsche Moody es ihn lehrt.

Nach dem Ende der Herrschaft Voldemorts behaupten viele ehemalige Todesser, nur unter Einfluss des Imperius-Fluches gehandelt zu haben. Das Zaubereiministerium hat große Mühen, herauszufinden, wer Voldemort aus freien Stücken gefolgt ist und bei wem die Behauptung stimmt.

Nachdem Barty Crouch sen. im vierten Buch seinen Sohn Barty Crouch jr. auf Wunsch seiner Frau aus dem Zaubergefängnis Askaban befreit hat, belegt er ihn mit dem Imperius-Fluch. Dieser kann sich erst nach Jahren dagegen wehren und belegt, nachdem er sich vollständig befreit hat, seinen Vater seinerseits mit dem Fluch. Auch den wahren Alastor „Mad-Eye“ Moody kontrolliert er dann mit Hilfe des Imperius-Fluchs, um seine Stelle einzunehmen. Als Barty Crouch sen. beginnt, sich gegen den Fluch zu wehren, wird er von seinem eigenen Sohn ermordet und in Hagrids Kräutergarten als Knochen begraben.

Während der Zeit, in der er sich als Alastor „Mad-Eye“ Moody ausgibt, wendet Barty Crouch jr. in Verteidigung gegen die dunklen Künste (Defense Against the Dark Arts) den Imperius-Fluch auf alle Schülerinnen und Schüler aus Harrys Klasse an, damit sie lernen, ihn abzuwehren. Der einzige, dem dies nach mehrmaligem Probieren gelingt, ist Harry Potter, welcher es gegen Ende des vierten Bandes auch schafft, dem Imperiusfluch von Voldemort zu widerstehen.


Priori Incantatem

Priori Incantatem, der Fluchumkehr-Effekt, enthüllt die mit einem Zauberstab zuletzt ausgeführten Zauber und Flüche in umgekehrter Reihenfolge in Form von geisterhaften Erscheinungen. Der Effekt kann auftreten, wenn zwei im Kern gleiche Zauberstäbe gegeneinander eingesetzt werden.

Dies geschieht beim Duell zwischen Harry Potter und Lord Voldemort im vierten Band (Harry Potter und der Feuerkelch). Dabei verfehlen die ausgesprochenen Flüche ihre eigentliche Wirkung, die Zauberstäbe verbinden sich mit einer Art Lichtstrahl und Harrys Zauberstab zwingt Voldemorts, die zuletzt angewandten Zauber preiszugeben: Nach Peter Pettigrews Silberhand erscheinen die Seelenschatten der zuletzt mit Voldemorts Zauberstab getöteten Personen, darunter Cedric Diggory und Harrys Eltern James und Lily Potter.

Mit der Zauberformel „Prior Incantado“ kann ein Zauberer eine schwächere Variante des Effekts bewusst hervorrufen und den letzten Zauber eines anderen Zauberstabes enthüllen.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Die offizielle Website von J.K.Rowling (Version vom 23. Juni 2011 im Internet Archive)
  2. "(…) Alohomora is a Sidiki word from West Africa, and it is a term used in geomancy. It is a figure -- the figure alohomora means in Sidiki "favorable to thieves." Which is obviously a very appropriate meaning for a spell that enables you to unlock a locked door by magic." J.K. Rowling in Warner Bros. Entertainment, Inc. and J.K. Rowling v. RDR Books. United States District Court. Southern District of New York. Southern District Reporters, P.C, p. 105 (Version vom 30. April 2008 im Internet Archive) (englisch; abgerufen 30. April 2008)
  3. Sikidy auf serenapowers.com (engl.; abgerufen 30. April 2008)
  4. Rennervate auf hp-lexikon.org (engl.; abgerufen 30. April 2008)