Behringersdorf

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49.47222222222211.198888888889Koordinaten: 49° 28′ 20″ N, 11° 11′ 56″ O

Behringersdorf
Wappen von Schwaig
Einwohner: 2900 (1982)
Eingemeindet nach: Behringersdorf
Postleitzahl: 90571
Karte

Schwaig bei Nürnberg

Behringersdorf liegt im Landkreis Nürnberger Land im Bundesland Bayern und ist ein Ortsteil von Schwaig bei Nürnberg. Der Ort liegt an der Bundesstraße 14 zwischen Nürnberg und Rückersdorf im Pegnitztal und an der Bahnlinie Nürnberg-Bayreuth.

Geschichte[Bearbeiten]

Ein gewisser Berengar von Rückersdorf errichtete 1243 einen Dienstmannensitz in Behringersdorf. Der Ort befand sich im Lehensbesitz der Burggrafen von Nürnberg. Durch Heirat wurde der Besitz an die Grafen von Nassau verliehen. Diese veräußerten 1319 das Dorf an die Familie Schürstab. 1514 fiel der Ort an die Patrizierfamilie Tucher.

Herrensitz[Bearbeiten]

Der wohl kurz vor 1243 von dem Ministerialen Berengerus de Rukerstorf erbaute Sitz gehörte um 1300 den Hohenlohe-Brauneck, 1323 den Burggrafen von Nürnberg, 1391 den Geuder und dann den Schürstab. Seit 1514 haben ihn die Tucher inne. Die Schäden des Zweiten Markgrafenkriegs wurden noch vor 1560 behoben. Der dreigeschossige Bau erhielt 1715 durch Christoph Wilhelm Tucher von Simmelsdorf sein heutiges Aussehen. Die Nordseite zeigt einen sechseckigen Treppenturm mit Zeltdach. 1790 gehörten zur Tucherschen Herrschaft zwei Schlösser, ein Pfarr- und ein Schulhaus, fünf Güter und zwei weitere Anwesen. Das Neue Schloss wurde 1716 ebenfalls von Christoph Wilhelm Tucher als eingeschossige Winterung begonnen, doch nach mehreren Unterbrechungen erst 1748 vollendet. Zu dem langgestreckten, nun zweigeschossigen Sandsteinbau mit Walmdach, dessen Mitte durch einen Giebelbau betont ist, führt von Süden her eine breite Auffahrtsrampe mit Sandsteinbrüstungen.

Ev. St. Magdalena Kirche

Kirche[Bearbeiten]

Die Evangelisch-Lutherische Pfarrkirche St. Magdalena war zunächst grundherrschaftliche Eigenkirche der Herren von Behringersdorf und ursprünglich eine Filialkirche von Neunkirchen am Sand. Ab 1375 wurde sie von Lauf an der Pegnitz aus verwaltet. Ab dem 16. Jahrhundert war sie dann eine selbständige Pfarrei. 1439 ließ der Besitzer des Schlosses, Erhard Schürstab, eine neue Kapelle errichten. Die Tucher ließen die Kirche 1719 nach den Plänen des Nürnberger Stadtbaumeisters Johann Trost (1638-1700) umbauen und erweitern.

Literatur[Bearbeiten]

  • Nürnberger Land. Karl Pfeiffer's Buchdruckerei und Verlag, Hersbruck 1993. ISBN 3-9800386-5-3
  • Nürnberger Stadtlexikon

Weblinks[Bearbeiten]