Beilstein (Mosel)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Cochem-Zell | |
| Verbandsgemeinde: | Cochem | |
| Höhe: | 90 m ü. NN | |
| Fläche: | 1,68 km² | |
| Einwohner: |
136 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 81 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 56814 | |
| Vorwahl: | 02673 | |
| Kfz-Kennzeichen: | COC | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 1 35 007 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Ravenéstraße 61 56812 Cochem |
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| Webpräsenz: | ||
| Ortsbürgermeister: | Eugen Herrmann | |
| Lage der Ortsgemeinde Beilstein im Landkreis Cochem-Zell | ||
Beilstein ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Cochem an.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Fränkische Gräberfunde zeigen Beilsteins Besiedlung um 800 n. Chr. auf. Seit 1268 war der Ort Lehnsbesitz der Herren von Braunshorn. Unter Johann von Braunshorn (1299–1346) erhielt Beilstein im Jahre 1309 von König Heinrich VII. Stadtprivilegien und wurde befestigt. Seit 1309 ist eine jüdische Gemeinde urkundlich belegt, deren jüdischer Friedhof oberhalb der Burg noch heute besteht. 1310 wurde die ehemalige Pfarrkirche gestiftet. Nach dem Aussterben des Geschlechtes von Braunshorn ging das Lehen 1360 an die von Winneburg über. Nachdem Kurtrier 1488 Beilstein in Besitz genommen hatte, belehnte es 1652 die Reichsgrafen von Metternich mit der Herrschaft Winneburg und Beilstein. 1689 erfolgte die Zerstörung der Burg Metternich („Die stolze Gemäuer“) durch französische Truppen. Ein Karmeliterkloster wurde 1636 gegründet (1803 aufgehoben), 1691 erfolgte die Grundsteinlegung der Karmeliter-Klosterkirche, die 1783 vollendet wurde. Im 17. und 18. Jahrhundert entstand das Ortsbild, welches bis heute weitgehend erhalten geblieben ist. Die Herrschaft der Reichsgrafen von Metternich erlosch im Jahr 1794 mit der Besetzung durch die französische Revolutionsarmee. 1815 wurde der Ort auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1946 ist er Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Gemeinderat in Beilstein besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[2]
[Bearbeiten] Wappen
Die Blasonierung, in der Reihenfolge der Felder, lautet: „In Gold ein roter Sparrenschrägbalken. In Schwarz eine silberne Muschel. In Rot ein silbernes Hifthorn. In Silber ein rotes Balkenkreuz“. Das Wappen wurde gestaltet von Alfons Friderichs.[3]
Das ältere Wappen von Beilstein stammt aus dem Jahre 1951 und beinhaltet das Wappen derer von Braunshorn.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
Die kleine Siedlung hat eines der am besten erhaltenen historischen Ortsbilder an der Mosel und wird daher auch als Miniatur-Rothenburg oder 'Dornröschen der Mosel' bezeichnet. Überragt wird das Dorf, das trotz geringer Größe städtebaulichen Charakter hat, von der Ruine der Burg Metternich, die einst dem gleichnamigen Fürstengeschlecht gehörte.
Der Ort ist eine Pilgerstätte, da dort die „Wunderbare Schwarze Madonna“ in der barocken Klosterkirche St. Joseph aufgestellt ist. Es handelt sich um eine Statue spanischen Ursprungs aus 12./13. Jahrhundert, welche von den Spaniern am Ende ihrer kurzen Herrschaft über Beilstein nach dem Dreißigjährigen Krieg zurückgelassen wurde, kurz nach Frankreich entführt und 1950 unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wieder zurückgeführt wurde. Die Orgel in der Klosterkirche ist ein Werk des Orgelbauers Balthasar König aus Münstereifel/Köln aus dem Jahre 1738. Eine Restaurierung im Jahre 2002 gab dem Instrument den originalen Klang, bzw. die ursprüngliche Disposition zurück.
Im Juli und August jeden Jahres wird der „Beilsteiner Märchensommer“ ausgerichtet, bei dem das Marionettentheater aus Cochem im Weinbaumuseum Märchen aufführt. Zum Auftakt und Abschluss der Veranstaltungsserie wird immer Grimms „Dornröschen“ in einer traditionellen Version auf der Guckkastenbühne aufgeführt, mit ein Grund für die Bezeichnung Beilsteins als Dornröschen der Mosel.
Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Beilstein
[Bearbeiten] Sonstiges
- Dem Journalisten und Buchautor Walter Henkels (1906–1987) wurde am 4.September 1981 die Ehrenbürgerwürde der Ortsgemeinde Beilstein verliehen.
- Der Ort war Schauplatz zahlreicher deutscher Heimatfilme, wie zum Beispiel der bekannten Verfilmung von Der Schinderhannes mit Curd Jürgens, Wenn wir alle Engel wären, 1936 mit Heinz Rühmann oder Das Verlegenheitskind, 1938 mit Ida Wüst und Paul Klinger.
[Bearbeiten] Literatur
- Alfons Friderichs, Karl Josef Gilles: Beilstein an der Mosel (Rheinische Kunststätten, Heft 242). 1. Auflage 1980, 2. veränderte Auflage, Neuss 1987
- Schaefer, Johann Matthias (Hrsg.): Beitrag zur Lokal-Geschichte Beilstein's a/M. oder „Oft hat ein kleines Dorf eine nicht gerade alltägliche Geschichte“. Cochem, etwa 1900
[Bearbeiten] Galerie
[Bearbeiten] Weblinks
- Heimat- & Verkehrsverein Beilstein
- Bilder von Beilstein
- Private Homepage mit zahlreichen Informationen und alten Fotos zu Beilstein
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB) (Hilfe dazu)
- ↑ Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat Wahlergebnisse Beilstein auf wahlen.rlp.de, gesehen 22. Juli 2009
- ↑ Wappenbuch des Landkreises Cochem-Zell / Alfons Friderichs, ISBN 3-00-008064-3
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