Belagerung von Granada

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Belagerung von Granada
Teil von: Reconquista
Kapitulation von Granada, historisierendes Gemälde von 1882
Kapitulation von Granada, historisierendes Gemälde von 1882
Datum 11. April 1491 - 2. Januar 1492
Ort Granada
Ausgang Kapitulation der Mauren
Folgen Ende der muslimischen Herrschaft in Spanien
Konfliktparteien
Armoiries Castille Aragon.svg Kastilien-Aragón COA of Nasrid dynasty kingdom of Grenade (1013-1492).svg Emirat von Granada (Nasriden)
Befehlshaber
Blason Castille Léon.svg Isabella I.
Armoiries Aragon Sicile.svg Ferdinand II.
COA of Nasrid dynasty kingdom of Grenade (1013-1492).svg Boabdil
Truppenstärke
unbekannt unbekannt
Verluste
unbekannt unbekannt

Mit der Belagerung von Granada durch die Könige Isabella I. und Ferdinand II. wurde 1492 die Herrschaft der Mauren auf der iberischen Halbinsel beendet.

Geschichte[Bearbeiten]

Durch ständige Konflikte und Zwistigkeiten gelang es den Mauren nicht, ihr Emirat auf der iberischen Halbinsel zu verteidigen. Im Jahre 1482 fiel die erste bedeutende Stadt, Alhama, 1487 folgte Málaga, und am 11. April 1491 begann die Belagerung der Stadt Granada, auf dessen gegenüberliegenden Hügeln die Könige Isabella I. von Kastilien und Ferdinand II. von Aragón die Festung Santa Fe errichteten, um von dort aus den Eroberungszug leiten zu können.

Dem letzten maurischen Emir von Granada, Muhammad XII. (genannt „Boabdil“), wurde bald klar, dass er sich ergeben musste, wenn er und sein Volk überleben wollten. So unterzeichnete er im November 1491 seine Kapitulation. Am 2. Januar 1492 fand die offizielle Übergabe an die später als Katholischen Könige bezeichneten Sieger statt, die im Verlauf einer Zeremonie den arabischen Halbmond auf der Alhambra, dem Palast der maurischen Herrscher, durch das christliche Kreuz ersetzen ließen. Mit der Übergabe endete sowohl die 250 Jahre andauernde Herrschaft der Nasriden im Emirat von Granada als auch die beinahe achthundertjährige Geschichte der Mauren in Al-Andalus.

Literatur[Bearbeiten]

  • Thomas Freller: Granada. Königreich zwischen Orient und Okzident. Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2009, ISBN 978-3-7995-0825-4.