Belagerung von Tarragona (1811)

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Belagerung von Tarragona
Erstürmung Tarragonas durch die Franzosen; Darstellung des 19. Jahrhunderts (der deutsche Bildtext ist hier nicht sichtbar)
Erstürmung Tarragonas durch die Franzosen; Darstellung des 19. Jahrhunderts (der deutsche Bildtext ist hier nicht sichtbar)
Datum 3. Mai bis 28. Juni 1811
Ort Tarragona; Spanien
Ausgang Sieg der Belagerer
Konfliktparteien
Befehlshaber
Louis Gabriel Suchet Juan Senen de Contreras
Truppenstärke
rund 20.000 Mann bis zu 11.000 Mann
Verluste
unbekannt[1] über 4.000 Tote, davon mindestens 2.000 Zivilisten;
etwa 8.000 gefangene Soldaten[1]
Hauptfriedhof Frankenthal (Pfalz). Grabstein von Johannes Haas, Leutnant im 16. französischen Linien-Infanterie-Regiment, mit Hinweis auf die Teilnahme an der Belagerung von Tarragona

Die Belagerung von Tarragona durch französische Truppen ereignete sich während der napoleonischen Kriege auf der Iberischen Halbinsel. Sie begann am 3. Mai und endete mit der Erstürmung der Stadt Tarragona durch die Belagerer am 8. Juni 1811. Die mit äußerster Erbitterung ausgetragenen Kämpfe der vergangenen Wochen und der anhaltende Widerstand, dem die in die Stadt eingedrungenen Franzosen begegneten, führten zu einem Massaker an der Stadtbevölkerung[2].

Folgen[Bearbeiten]

Für den spanischen Widerstand in Katalonien war der Ausgang der Belagerung ein schwerer Schlag, da nicht nur ein großer Teil der in dieser Region operierenden spanischen Streitkräfte getötet wurde oder in Gefangenschaft geriet, sondern auch einer der wichtigsten Nachschubhäfen verloren ging. Unter den wenigen Truppen, die diesem Schicksal entgingen, war eine Eskadron des Kavallerieregiments „Alcántara“[3] unter Moritz von Hirschfeld. Sie entkam am Abend vor der Eroberung aus der eingeschlossenen Festung.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. a b Nach Contreras, Relation, S. 40, betrugen die spanischen Verluste 6.032 Mann, darunter 32 Offiziere. Die Verluste der Franzosen beziffert er mit über 12.000 Mann – eine mit Sicherheit zu hoch angesetzte Zahl. Unter den gefallenen Franzosen sollen sich ein General, 14 Obersten, die Regimentskommandeure gewesen seien, und 50 sonstige Offiziere befunden haben.
  2. Jakob Klaus, ein aus der Pfalz stammender Voltigeur des an der Belagerung beteiligten 117. französischen Linienregiments, hinterließ eine eindringliche Schilderung dieses Massakers. Vgl. dazu Joachim Kermann: Pfälzer unter Napoleons Fahnen. Veteranen erinnern sich. Erlebnisberichte anlässlich der 200. Wiederkehr der Französischen Revolution. (= Sonderdruck 6 der Bezirksgruppe Neustadt im Historischen Verein der Pfalz e.V.), Neustadt an der Weinstraße 1989, S. 98ff.
  3. Es handelte sich dabei um das heutige Regimiento de Caballería Acorazado „Alcántara“ n.º 10.
  4. Vgl. dazu Heinrich von Holleben: Erinnerungen an Eugen und Moritz von Hirschfeld aus Deutschland und Spanien. Zusammengestellt von einem 80-jährigen Veteranen des Yorkschen Corps vom Leib-Regimente. Mittler, Berlin 1863, S. 158.