Bell & Howell

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bell & Howell Standard Cinematograph Camera, Produktion Circus
Bell & Howell 8-mm-Amateurkamera Filmo Straight Eight
Bell & Howell 16-mm-Stummfilmprojektor Filmo 129

Die Bell & Howell Co. war ein Hersteller von filmtechnischem Gerät, wie Filmperforiermaschinen, Filmkameras, Filmkopiermaschinen und Filmprojektoren. Die Firma mit Sitz in Wheeling, Illinois in den USA produziert heute unter dem Namen Bell & Howell LLC Hochleistungs-Kuvertiersysteme, Sortiersysteme für Pakete und Produktionsanlagen für Smartcards.

Das Unternehmen wurde als Aktiengesellschaft am 17. Februar 1907 in Chicago von dem Mechaniker Albert Summers Howell, dem Filmvorführer Donald Joseph Bell und dessen Frau gegründet. Zunächst wurden Reparaturaufträge ausgeführt. 1908 baute Howell mit dem „Rotary Framer“ eine Bildhöhenverstelleinrichtung für die Kinedrome-Projektoren, mit denen Ed Amet und George Spoor in Chicago und Umgebung Filme auswerteten. 1908 hatte Bell & Howell eine Perforiermaschine für 35-mm-Film. 1909 erschien die erste Kamera mit zwei gleichen Objektiven, eines für den Sucher und eines zur Aufnahme. Von dieser wegen der schwarzen Belederung auch „Black Box“ genannten Filmkamera kaufte Spoor eine Handvoll Exemplare. 1911 war die erste Ganzmetall-Filmkamera, die Bell & Howell Standard Cinematograph Camera, Type 2709, bereit. 1912 wurde das erste Exemplar verkauft. Die „2709“ ist nun seit 100 Jahren ungeschlagen die am genauesten funktionierende Filmkamera.

Ab 1923 brachte Bell & Howell Geräte für das 16-mm-Filmformat auf den Markt, Amateur- und Wochenschaukameras, z. B. die Filmo (1923) bzw. die Eyemo (1925). Im Herbst 1929 eröffnete BH das Rockwell Engineering Laboratory in Chicago. 1932, in der tiefsten wirtschaftlichen Krise, schrieb man auch bei BH rote Zahlen. Trotzdem wurde in dem Jahr in Los Angeles eine Filiale eröffnet. Mit Produkten im Militärbereich, z. B. die Military 16-mm-Gun-Camera „TYPE N-6A“ kam das Unternehmen durch den Zweiten Weltkrieg. 1946 kamen Mikrofilmgeräte hinzu, und ab den 1950er Jahren hatte das Unternehmen auch Tonfilmprojektoren für den Amateurbereich sowie Diaprojektoren und Tageslichtprojektoren im Sortiment.

Die Bell & Howell Co. war maßgebend an der Entwicklung des 16-mm- und des Super-8-Systems beteiligt.

Von 2003 bis 2011 fusionierte Bell & Howell mit Böwe Systec zu Böwe Bell & Howell.

Weblinks[Bearbeiten]