Bella Darvi

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Bella Darvi, eigtl. Bayla Wegier, (* 23. Oktober 1928 in Sosnowiec, Polen; † 10. September 1971 in Monte Carlo, Monaco) war eine polnisch-französische Schauspielerin.

Die polnische Jüdin war die Tochter des Bäckers Chaym Wegier und seiner Frau Chaya Zygelbaum, die 1929 von Polen nach Frankreich übersiedelten. Während des Krieges wurde sie bei einer Fahrt aus dem besetzten Paris nach Vichy-Frankreich gefasst und in ein Toulouser Gefängnis gesteckt. Ihr Bruder wurde im Konzentrationslager ermordet.

Nach dem Krieg führte sie das Leben eines Society-Girls an der Französischen Riviera und in Paris, wo sie schließlich für Hollywood entdeckt wurde. 1952 zieht sie nach Kalifornien. Neben weiteren Techtelmechteln, u.a. mit Marlon Brando, dreht sie 1954 den Film Sinuhe der Ägypter neben Victor Mature, Peter Ustinov und Jean Simmons. Sowohl für diese Rolle als auch den Film Inferno (1954) gewann sie den Golden Globe Award als beste Nachwuchsdarstellerin.

Ihr ausschweifendes Leben lieferte der Boulevardpresse immer wieder kleinere und größere Aufreger: Schwierigkeiten mit der US-Immigrationsbehörde, Liebeleien mit Mitgliedern der High-Society in Frankreich, Italien, Brasilien, USA, dem Bruder des Schahs, eine lesbische Neigung, eine Leidenschaft fürs Casino und das Glücksspiel, die immer wieder zu großen Geldverlusten führte, eine öffentliche Rangelei aus Eifersucht mit Juliette Gréco und ein Autounfall. Nachdem sich hohe Spielschulden angehäuft hatten und nach mehreren Selbstmordversuchen kam sie Ende der 1960er in eine Klinik an der Riviera. Trotzdem nahm sie sich 1971 im Alter von 42 Jahren in Monte Carlo das Leben.

Literatur[Bearbeiten]

  • Kay Weniger: Zwischen Bühne und Baracke. Lexikon der verfolgten Theater-, Film- und Musikkünstler 1933 bis 1945. Metropol, Berlin 2008, ISBN 978-3-938690-10-9, S. 89f

Weblinks[Bearbeiten]