Belle-Experiment

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Der Belle-Detektor am KEKB.

Das Belle-Experiment befindet sich im japanischen Forschungszentrum für Teilchenphysik KEK und beschäftigt sich mit B-Physik, speziell mit der CP-Verletzung von B-Mesonen.

Ein vergleichbares Experiment, das BaBar-Experiment, läuft in den USA.

Einer der Physik-Nobelpreise 2008 erging an Makoto Kobayashi, den früheren Direktor der INPS-Abteilung (Institute of Particle and Nuclear Studies) des KEK. Ausdrücklich erwähnt wurde in der Begründung für die Preisverleihung das Belle-Experiment, das maßgeblich zur Bestätigung der theoretischen Vorhersagen von Kobayashi und anderen beigetragen hat.

Belle II[Bearbeiten]

Unterstützt vom Nobelpreis für Kobayashi hat die japanische Regierung Ende 2009 vorläufig entschieden, das Belle-Experiment und den KEKB-Beschleuniger aufzuwerten. Der neue Zeitplan sah eine Inbetriebnahme ab 2014, jetzt Ende 2016 vor. Zum Zwecke der Aufwertung des Detektors und der Analyse der Daten wurde eine neue Kollaboration gegründet, die den Namen Belle II trägt. Unter anderen ist das KIT, das HEPHY, das Max-Planck-Institut für Physik und die Justus-Liebig-Universität Gießen der Kollaboration beigetreten.

Während das Gerüst, Teile der Kalorimeter und der Magnet des Belle-Detektors wiederverwendet werden, wird der größte Teil des Detektors vollkommen neu konstruiert. Dies trägt der Tatsache Rechnung, dass durch die höhere Luminosität eine deutlich größere Menge an Untergrund-Teilchen mit den physikalisch interessanten Ereignissen im Detektor landen wird.

Weblinks[Bearbeiten]