Beltheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Beltheim
Beltheim
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Beltheim hervorgehoben
50.1077777777787.4625440Koordinaten: 50° 6′ N, 7° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Hunsrück-Kreis
Verbandsgemeinde: Kastellaun
Höhe: 440 m ü. NHN
Fläche: 24,85 km²
Einwohner: 1923 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 77 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56290
Vorwahl: 06762
Kfz-Kennzeichen: SIM, GOA
Gemeindeschlüssel: 07 1 40 010
Gemeindegliederung: 6 Ortsbezirke
Adresse der Verbandsverwaltung: Kirchstraße 1
56288 Kastellaun
Webpräsenz: www.beltheim.de
Ortsbürgermeister: Uwe Hammes
Lage der Ortsgemeinde Beltheim im Rhein-Hunsrück-Kreis
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Über dieses Bild

Beltheim ist eine Ortsgemeinde in der Mittelgebirgslandschaft des Hunsrücks im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kastellaun an.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Der Ortsteil Beltheim ist der Namensgeber der Ortsgemeinde Beltheim. Sie gliedert sich in die Ortsbezirke bzw. Ortsteile: Beltheim, Frankweiler, Heyweiler, Mannebach, Schnellbach und Sevenich.[2]

Ortsteil Beltheim[Bearbeiten]

Geographie[Bearbeiten]

Das Dorf Beltheim mit 992 Einwohnern (Stand: 31.Dezember 2010), liegt auf einer Höhenkuppe zentral im Hunsrück, etwa 2 km nördlich der Hunsrückhöhenstraße.

Nachbarorte[Bearbeiten]

Mannebach Heyweiler Sevenich
Korweiler Nachbargemeinden Frankweiler
Uhler Roth Gödenroth

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung war im Jahre 893 im Prümer Urbar als „Beltuom“. Beltheim war der Hauptort des Beltheimer Gerichts und umfasste die Ortschaften: Beltheim, Uhler, Mörsdorf, Lieg, Eveshausen, Dommershausen, Lahr, Buch, Mörz, Zilshausen mit Petershäuser Hof, Sabershausen, Macken und Burgen. Im 14. Jahrhundert war die Hälfte des Gerichtes in den Händen von Kurtrier und jeweils ein Viertel als Lehen im Besitz der Herren von Braunshorn und Waldeck. Der Waldecker Anteil gelangte 1366 an die Grafen von Sponheim. Mit der Besetzung des Linken Rheinufers 1794 durch französische Revolutionstruppen wurde der Ort französisch, 1815 wurde er auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1946 ist der Ort Teil des Landes Rheinland-Pfalz. Der wohl bekannteste Beltheimer ist der Beldemer Lippert.

Entwicklung des Gemeindegebietes[Bearbeiten]

Die heutige Gemeinde Beltheim entstand durch den Zusammenschluss der Gemeinde Beltheim mit den bis dahin selbstständigen Gemeinden Frankweiler, Heyweiler, Mannebach, Schnellbach und Sevenich am 17. März 1974.[3]

Politik[Bearbeiten]

Ortsbürgermeister von Beltheim ist Uwe Hammes.

Ortsvorsteher von Beltheim ist Kornelia Kremer, von Frankweiler Willi Görgen, von Heyweiler Mike Schneider, von Mannebach Frank Rickus, von Schnellbach Dagmar Pera und von Sevenich Ewald Braun.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Beltheim besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden. Die 16 Sitze verteilen sich auf insgesamt sechs Wählergruppen[4]

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung lautet: „Gespalten, vorn in Silber ein durchgehendes rotes Balkenkreuz, hinten geteilt, oben von Rot und Silber in vier Spalten geschacht, unten in Rot drei silberne Hifthörner ohne Fessel (2:1).“

Das rote Kreuz in Silber (Sankt-Georgs-Kreuz) steht für Kurtrier, das rot-silberne Schachmuster erinnert an das Geschlecht der Sponheimer und die drei silbernen Hifthörner in Rot sind das Wappen der Freiherren von Braunshorn.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ortsgemeinde Beltheim (Hrsg.): Beltheim im Wandel der Zeit 893–1993. Aus der Geschichte eines Hunsrückdorfes; Beltheim 1993, 494 S.
  • Dietrich, Ewald: Auswanderung und Binnenwanderung Beltheimer Leibeigener im 18. Jahrhundert. In: Rhein-Hunsrück-Kalender, 54 (1998) S. 85-91.
  • Paul B. Steffen: Eine von Vielen! Das Leben von Anne Steffen aus Beltheim als Missionsschwester in Brasilien (1882 bis 1914). In: Rhein-Hunsrück-Kalender 1983, S. 91–93.
  • Paul B. Steffen: Von einer Hunsrücker Dienstmagd zu einer Missionsschwester in Brasilien. Der Werdegang der Anna Steffen, Schwester Zachäa (1882-1914) aus Beltheim, in: Hunsrücker Heimatblätter Nr. 148, 54 Jg., März 2012, 469-479.
  • Paul B. Steffen: Schwester Wendelina SSpS, Anna Maria Kreuz 1871-1950. Ein Leben der aufopfernden Liebe für Arme u. Kranke in Argentinien, in: Rhein-Hunsrück Kalender Heimatjahrbuch 69 (2013) 123-129.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Beltheim – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 36 (PDF; 2,3 MB)
  3. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Seite 171 (PDF; 2,6 MB)
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen