Bempflingen
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Stuttgart | |
| Landkreis: | Esslingen | |
| Höhe: | 336 m ü. NN | |
| Fläche: | 6,27 km² | |
| Einwohner: |
3.348 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 534 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 72658 | |
| Vorwahl: | 07123 | |
| Kfz-Kennzeichen: | ES | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 1 16 008 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Metzinger Straße 3 72658 Bempflingen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Bernd Welser | |
| Lage der Gemeinde Bempflingen im Landkreis Esslingen | ||
Bempflingen ist eine Gemeinde im Landkreis Esslingen im Ermstal.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Fast die gesamte Gemarkung Bempflingens liegt zwischen den Flusstälern der Erms und der Autmut. Durch die Gemeinde verläuft der Eduard-Mörike-Wanderweg[2] und der Ermstalobst-Radweg[3]. Südlich des Reinerwalds Richtung Altdorf (Bempflinger Höhe) kann man das Panorama der Schwäbischen Alb vom Hohenzollern über den Jusi bis zu den drei Kaiserbergen sehen.
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Angrenzende Gemeinden sind nordwestlich Neckartenzlingen, nördlich Altdorf, nordöstlich Großbettlingen, alle im Landkreis Esslingen; südlich Grafenberg und Riederich, beide im Landkreis Reutlingen.
[Bearbeiten] Gliederung
Bempflingen besteht aus den beiden Ortsteilen Bempflingen und Kleinbettlingen.
[Bearbeiten] Geschichte
Bempflingen wurde vermutlich im 5. Jahrhundert von Alemannen gegründet. Dies kann auch aus dem Ortsnamen geschlossen werden, der wohl mit dem Vornamen Beonfil verknüpft ist. An der Stelle, an der das alemannische Reihengräberfeld gefunden wurde, stand zuvor ein römischer Gutshof. Bempflingen wurde erstmals 1090 als Biemphelingin urkundlich erwähnt und gehörte zur Grafschaft Achalm. Seit dem frühen 14. Jahrhundert gehörte die Ansiedlung der Familie Kaib. Später ging der Ort durch Verkauf und Erbschaft an die Herren von Baustetten und die Herren von Mansberg. 1448 erwarb Württemberg den Baustettischen und 1465 auch den Mansberger Teil des Ortes. 1639 kam Bempflingen mit der Pfandschaft Achalm für zehn Jahre unter österreichische Herrschaft, mit dem Westfälischen Frieden jedoch wieder an Württemberg. Nach der Verwaltungsneugliederung Anfang des 19. Jahrhunderts kam Bempflingen zum Oberamt Urach, später zum Landkreis Nürtingen. Die Landkreisneugliederung von 1973 führte zur Zugehörigkeit zum Landkreis Esslingen.
[Bearbeiten] Eingemeindungen
Am 1. Januar 1972 wurde Kleinbettlingen nach Bempflingen eingemeindet.
Vermutlich wurde Kleinbettlingen im 7./8. Jahrhundert von Großbettlingen aus besiedelt, der Name leitet sich vom Vornamen Badulo ab. Erstmals 1313 (Clainbaettelingen) wird der Ort urkundlich eindeutig genannt.
Im Mittelalter gehörte Kleinbettlingen zu Grafenberg und war dem Amt Neuffen zugeordnet. Wie so viele andere kleine Orte war auch Kleinbettlingen im Dreißigjährigen Krieg mehrere Jahre unbewohnt.
Das 1952 angenommene Ortswappen zeigt in gespaltenem Schild vorn in Silber ein rotes K, hinten in Rot eine silberne Pflugschar.
[Bearbeiten] Religionen
Bempflingen ist seit der Reformation evangelisch geprägt. Jedoch gibt es auch eine kleine katholische Kirchengemeinde.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
Die Einwohnerzahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes (nur Hauptwohnsitze).
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[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Bürgermeister
- 1875–1909: Christian Seybold
- 1909–1927: Gottlob Doster
- 1927–1946: Otto Helber
- 1946: Gotthilf Hahn (Amtsverweser)
- 1946: Friedrich Frank (Amtsverweser)
- 1946–1966: Erwin Albrecht Reich
- 1966–1994: Helmut Kölle
- 1994–2010: Berndt Heidrich
- ab Februar 2010: Bernd Welser
Bei der Bürgermeisterwahl am 8. November 2009 wurde Bernd Welser im ersten Wahlgang mit 87,72 % zum Nachfolger des amtierenden Bürgermeisters gewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 66,29 %.
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Gemeinderat in Bempflingen hat seit der letzten Wahl 15 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 lag bei 57,16 % und ergab folgende Sitzverteilung:
| Freie Wählervereinigung | 52,9 % | + 2,8 % | 8 Sitze | + 1 |
| SPD/Unabhängige Bürger | 47,1 % | + 5,9 % | 7 Sitze | + 1 |
| FDP | 0,0 % | - 8,7 % | 0 Sitze | – 1 |
Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.
[Bearbeiten] Wappen
Blasonierung: Unter einem doppelreihig von Silber (weiß) und Schwarz geschachten Schildhaupt in Blau ein silberner (weißer) Schrägbalken, belegt mit drei roten Pfeilspitzen.
Das Wappen verweist mit dem blauen Schild und den mit drei roten Pfeilspitzen belegten silbernen Schrägbalken auf die früheren Ortsherren, die Herren von Baustetten, denen im 15. Jahrhundert drei Viertel des Ortes gehörten. Die Herren von Mannsberg, die ebenfalls Besitz in Bempflingen hatten werden durch das Schachbrettmuster im Wappen repräsentiert.
Die Gemeindeflagge hat die Farben Rot-Weiß (Rot-Silber). Flagge und Wappen wurden der Gemeinde 1957 vom Innenministerium verliehen.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
Bempflingen ist durch die Neckar-Alb-Bahn (Stuttgart–Horb am Neckar) an das überregionale Schienennetz angebunden. Der Bahnhof Bempflingen wurde vor wenigen Jahren zum Haltepunkt zurückgebaut. Es verkehren mindestens stündlich Regionalbahnen Richtung Tübingen (von dort meist weiter nach Herrenberg) und Plochingen. Im Berufsverkehr gibt es einen Halt des Regionalexpresses Tübingen–Stuttgart, abgesehen davon gibt es keine umsteigefreie Verbindung nach Stuttgart mehr.
Aus Richtung Nürtingen kommend ist Bempflingen die letzte Haltestelle, für die der Tarif des VVS gilt. Zur Weiterfahrt Richtung Metzingen war bis 2008 noch ein DB-Fahrschein nötig; zum 1. Januar 2009 wurde Bempflingen in den naldo-Tarif integriert, so dass zur Weiterfahrt bis Tübingen nur noch ein naldo-Fahrschein nötig ist.[4]
[Bearbeiten] Bildung
In Bempflingen gibt es die Grundschule "Auf Mauern", der Besuch weiterführender Schulen ist in Neckartenzlingen, Metzingen oder Nürtingen möglich. Außerdem gibt es in Bempflingen drei Kindergärten, von denen sich zwei (Hanflandweg und Auf Mauern) im Hauptort und einer in Kleinbettlingen befinden.
[Bearbeiten] Bauwerke
- Die Grundmauern der heutigen Bempflinger Mühle stammen aus dem Jahr 1659. Für die Mühle, die 1391 erstmals urkundlich erwähnt wird, wurde der Ermskanal angelegt.
- Die evangelische Stephanuskirche wurde Ende des 13. Jahrhunderts als Ersatz eines älteren Vorgängerbaus im spätromanischen Stil errichtet, davon sind im heutigen Gebäude noch die Nordwand und der untere Teil des Turms erhalten. Zwei der Glocken stammen von 1464 und 1468.
- Das Schulhaus wurde 1773 neu gebaut.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Gemeinde
- Gottlieb Lukas Friedrich Tafel (1787–1860), Philologe, Professor an der Universität Tübingen
[Bearbeiten] Literatur
- Hans Schwenkel: Heimatbuch des Kreises Nürtingen. Band 2. Würzburg 1953, S. 108–125.
- Söhnke Lorenz (Hg.): Bempflingen und Kleinbettlingen, Wegra Verlagsgesellschaft Stuttgart, 1991, ISBN 3-921546-28-1
- Der Landkreis Esslingen, Band 1 hrsg. vom Landesarchiv Baden-Württemberg i.V. mit dem Landkreis Esslingen, Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2009, ISBN 978-3-7995-0842-1, Band 1, Seiten 330–342
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Website der Gemeinde Bempflingen
- Ansicht von Bempflingen aus dem Forstlagerbuch von Andreas Kieser, 1685 (Hauptstaatsarchiv Stuttgart)
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2010 (Hilfe dazu)
- ↑ Stadt Nürtingen: Kurzinfo über den Eduard-Mörike-Weg, abgerufen am 23. Juli 2010
- ↑ Der Ermstalobst-Radweg bei www.neckar.magazin.de, abgerufen am 23. Juli 2010
- ↑ Internetauftritt der NALDO, Pressemeldung
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