Ben Wagin

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Ben Wagin, 2012
Wandbild in Berlin, Bachstraße Ecke Siegmunds Hof, Entwurf Ben Wagin

Ben Wagin (auch Ben Wargin, eigentlich Bernhard Wargin; * 21. März 1930 in Jastrowie) ist ein Aktionskünstler, Galerist und Umweltschützer. Mit seinen Projekten im Raum Berlin setzt er sich für den Erhalt der Natur und ein besseres Verhältnis und Verständnis des Menschen zur Natur und speziell zu den Bäumen ein.

Leben[Bearbeiten]

Wagin lebt seit 1957 in Berlin. Er arbeitete hier unter anderem als Assistent für den Bildhauer Karl Hartung.

Am 3. Mai 1962 eröffnete er die Galerie S im studentischen Siegmunds Hof. Hier stellte er zunächst Werke Berliner Künstler aus, bald jedoch avancierten die Ausstellungsräume der Galerie S zur bundesweit und schließlich auch weltweit bekannten Adresse. Im Mai 1966 veröffentlichte Wagin zum ersten Mal das monatliche Informationsplakat „Galerien + Museen in Berlin". Am 8. Mai 1968 zog Wagin mit der Galerie S in das Europa-Center um. In zahlreichen Arbeiten/Ausstellungen sowie anderen Aktionen, wie etwa dem „Parlament der Bäume”, versucht Wagin, den Betrachter zum Nachdenken über die vom Menschen veränderte Umwelt anzuregen. 1975 initiierte er eines der ersten großen Wandbilder Berlins, der "Weltbaum I" am Siegmunds Hof, jahrzehntelang eines der meistfotografierten Motive in West-Berlin. 1985 gestaltete er mit zahlreichen Künstlern den Weltbaum II an der Brandmauer am Berliner S-Bahnhof Savignyplatz.

Für seine Ausstellungen nutzte er in den 1970er Jahren neben dem Berlin-Pavillon auch die Orangerie des Charlottenburger Schlosses sowie von 1993 bis 1996 den Lindentunnel neben der Humboldt-Universität. Sein Parlament der Bäume steht als feste Installation mitten im Berliner Regierungsviertel. Teile des von Wagin gestalteten Mauermahnmals haben Einzug in den Bau der Bibliothek des Deutschen Bundestages im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus erhalten. Der Anhalter Garten am U-Bahnhof Gleisdreieck ist eine der eindrucksvollsten „Denkstätten“ auf historischem Boden, ergänzt um einige Ausstellungshallen in den alten Hallen des Güterbahnhofs.

Ben Wagin im Lindentunnel, 1995

2005 hat Wagin die „Sonnenboten" ins Leben gerufen und zusammen mit Schulen und Gemeinden rund 4 Millionen Sonnenblumenoasen geschaffen. Bundesweit ist Ben Wagin als der „Baumpate“ bekannt geworden und hat von Moskau bis Vilshofen rund 50.000 Ginkgobäume pflanzen können. Von Mitte der 1980er Jahre bis ca. 2006 nutzte Wagin auch Hallen der TU Berlin an der Ackerstraße als Atelier und Ausstellungsort.[1]

Literatur[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ben Wagin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.pressestelle.tu-berlin.de/medieninformationen/2007/maerz_nr_51-67/medieninformation_nr_612007/