Benedict Wells

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Benedict Wells, 2011

Benedict Wells (* 1984 in München) ist ein deutscher Schriftsteller.

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Leben[Bearbeiten]

Nach seiner Schulzeit, die er in drei bayerischen Internaten absolvierte und mit dem Abitur abschloss, zog Wells 2003 nach Berlin, wo er sich gegen ein Studium entschied, um schreiben zu können. Seinen Lebensunterhalt bestritt er mit diversen Gelegenheitsjobs.

Zuerst veröffentlicht wurde sein zweiter Roman „Becks letzter Sommer“, der in der Literaturkritik hohe Beachtung erfuhr.[1] So nannte ihn die Wochenzeitung DIE ZEIT „das interessanteste Debüt des Jahres.“[2] Das Buch erzählt die Geschichte von Robert Beck, einem Lehrer und Musiker Ende dreißig, der sein Leben noch einmal überdenkt und einen Roadtrip nach Istanbul macht. Der Roman erschien 2008 im Diogenes Verlag.[3] Mit 23 Jahren war er dort zu der Zeit, als der Roman erschien, der jüngste Autor unter Vertrag.[4] Vor Erscheinen des Romans arbeitete Wells – nach Verlagsangaben – als Redakteur beim Fernsehen.[5] 2009 wurde er mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet.[6] Im selben Jahr erschien sein ursprünglich erster Roman „Spinner“, den er im Alter von neunzehn Jahren geschrieben hatte. Der Protagonist ist der zwanzigjährige Jesper Lier, der eine ereignisreiche Woche in Berlin erlebt. Wells' dritter Roman „Fast genial“ stieg 2011 auf Platz 6 in die Bestsellerliste ein.[7] Er handelt von einem Jungen aus ärmlichen Verhältnissen, der sich auf die Suche nach seinem unbekannten und offenbar genialen Vater macht.

Wie erst nach dem Erfolg seines dritten Romans und gegen seinen Willen bekannt wurde, ist Wells unter anderem der Bruder von Ariadne von Schirach und Cousin des Schriftstellers Ferdinand von Schirach.[8] Sein Nachname ist jedoch kein Autoren-Pseudonym, sondern sein richtiger Name. Um eigenständig zu sein und sich von seinem einstigen Nachnamen in jeder Form zu distanzieren, ließ Wells ihn schon früh offiziell im Pass ändern.[9] Es ist zugleich eine Hommage an Homer Wells aus dem Roman „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ von John Irving. Irvings Romane waren auch der Grund, weshalb er mit dem Schreiben begann.[10]

Wells lebt inzwischen in Barcelona und ist aktives Mitglied der deutschen Autorennationalmannschaft (Autonama).

Werke[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Benedict Wells – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Becks letzter Sommer Eintrag bei Perlentaucher
  2. Das interessanteste Debüt des Jahres: Benedict Wells’ Roman »Becks letzter Sommer«
  3. Benedict Wells Autorenbiografie bei Diogenes
  4. "Ich bin Schriftsteller, das muss so sein!" Interview in: DIE ZEIT vom 16. Oktober 2008
  5. Biografie von Benedikt Wells auf dem Buchumschlag von Becks letzter Sommer
  6. Bayerischer Kunstförderpreis für Benedict Wells
  7. Fast genial auf Bestsellerliste
  8. "Ich galt als Versager!" Artikel auf Spiegel online vom 15. März 2013
  9. Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 28. August 2011, Nr. 34, S. 26
  10. "Besondere Autoren verdienen besondere Aufmerksamkeit!" Exklusiv-Porträt Benedict Wells bei Booksection.de, 2010