Benediktinerinnenkloster St. Gabriel

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Das Priorat St. Gabriel ist ein Benediktinerinnen-Kloster. Die Schwestern, heute Benediktinerinnen von der Hl. Lioba, lebten von 1919 bis 2008 auf Burg Bertholdstein bei Fehring in der Oststeiermark, seit 29. November 2008 in St. Johann bei Herberstein.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Kloster wurde 1889 in Prag gegründet und 1893 zur Abtei erhoben. Dieses Benediktinerinnen-Kloster war das erste Frauenkloster der Beuroner Kongregation. Die Benediktinerinnen leben nach dem Leitmotiv ora, lege et labora, bete, lies und arbeite. Im Zentrum steht die Suche nach Gott und der Gottesdienst, dem nichts vorzuziehen ist. Entsprechend der Beuroner Tradition stand das lateinische Chorgebet im Mittelpunkt des Tages. Die Schwestern lebten streng monastisch, das heißt im Kloster, dessen Territorium sie zeitlebens nicht verlassen (Klausur).

Nach dem Ersten Weltkrieg zog die überwiegend deutschsprachige Schwesterngemeinschaft auf die Burg Bertholdstein in der Nähe von Fehring. 1942 wurde das Kloster von den Nationalsozialisten beschlagnahmt, die Schwestern wurden ausgewiesen und konnten erst 1946 endgültig zurückkehren.

Mit Herbst 2007 änderten die Benediktinerinnen von St. Gabriel ihre rechtliche und spirituelle Zugehörigkeit und schlossen sich als selbständiges Priorat der Föderation der Schwestern von der Hl. Lioba an.

Ende 2008 verließ der klein gewordene Konvent die Burg und zog nach St. Johann bei Herberstein in ein kleines neuerrichtetes Kloster in unmittelbarer Nähe des diözesanen Bildungshauses Haus der Frauen (Sankt Johann bei Herberstein). Sie versuchen, das monastische Leben mehr mit dem apostolischen zu verbinden. Die Aufnahme und Begleitung von Gästen im Sinne benediktinischer Gastfreundschaft bleibt weiterhin ihr Anliegen.

Weblinks[Bearbeiten]

47.214715.819389Koordinaten: 47° 12′ 53″ N, 15° 49′ 10″ O