Bengel (Mosel)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Bengel (Mosel)
Bengel (Mosel)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Bengel (Mosel) hervorgehoben
50.0161111111117.0641666666667150Koordinaten: 50° 1′ N, 7° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bernkastel-Wittlich
Verbandsgemeinde: Kröv-Bausendorf
Höhe: 150 m ü. NN
Fläche: 27,49 km²
Einwohner:

854 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 31 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54538
Vorwahl: 06532
Kfz-Kennzeichen: WIL
Gemeindeschlüssel: 07 2 31 005
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Robert-Schuman-Str. 65
54536 Kröv
Webpräsenz: www.gemeinde-bengel.de
Ortsbürgermeister: Walter Debald (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Bengel (Mosel) im Landkreis Bernkastel-Wittlich
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Über dieses Bild

Bengel ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kröv-Bausendorf an. Bengel ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.[2]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Die Ortsgemeinde liegt am Fuße der Eifel an der Alf nahe dem Moseltal, hat etwa 900 Einwohner und befindet sich im Feriengebiet Mittelmosel-Kondelwald. 78 Prozent der Gemarkungsfläche sind bewaldet. Zu Bengel gehören die Ortsteile Springiersbach und Neithof.

[Bearbeiten] Geschichte

Im heutigen Ortsteil Springiersbach wurde Anfang des 12. Jahrhunderts das Kloster Springiersbach gegründet. Der Name des Ortes Bengel wurde zuerst 1144 mit dem Namen Baingniul in einer Urkunde genannt, als König Konrad III. das Kloster Springiersbach in seinen Schutz nimmt und dessen Rechte und Besitzungen bestätigte. In der Bestätigungsurkunde des Kaisers Friedrich I. (Barbarossa) aus dem Jahre 1193 wurde der Ort Bengel Bagnuel genannt.[3]

Bengel gehörte bis Ende des 18. Jahrhunderts zum Kröver Reich.

Mit der Besetzung des linken Rheinufers durch Napoleons Revolutionstruppen wurde der Ort 1794 französisch und gehörte von 1798 bis 1814 zum Saardepartement. 1802 wurden Kirche und Kloster in Springiersbach säkularisiert. Um die 1769 neu errichtete Kirche in Springiersbach vor dem Abbruch zu retten, erhob sie der Trierer Bischof Charles Mannay zur Pfarrkirche von Bengel.

Aufgrund der Beschlüsse auf dem Wiener Kongress wurde 1815 das Rheinland und damit auch der Ort Bengel dem Königreich Preußen zugeordnet. Unter der preußischen Verwaltung wurde der Regierungsbezirk Trier in der Provinz Niederrhein und 1816 der Kreis Wittlich gebildet. Bengel wurde Sitz einer Bürgermeisterei im Kreis Wittlich, die auch die Gemeinden Hontheim, Kinderbeuern und Reil verwaltete.[4][5]

Seit 1946 ist die Gemeinde Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

[Bearbeiten] Politik

Der Gemeinderat in Bengel besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Im Ortsteil Springiersbach steht das 1102 als Augustinerkloster gegründete Kloster Springiersbach, seit 1922 ein Konvent der Karmeliten mit einer Rokokokirche. Dort sind Deckengemälde und Schnitzarbeiten zu besichtigen. Das Kloster fiel 1940 einem Brand zum Opfer. Heute ist es restauriert und wiederhergestellt.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Bengel

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Bengel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Heinrich Beyer: Urkundenbuch zur Geschichte der jetzt die preussischen Regierungsbezirke Coblenz und Trier bildenden mittelrheinischen Territorien, Coblenz: Verlag Hölscher, 1860, Urkunde 532, Seite 590 ff
  4. Friedrich von Restorff: Topographisch-Statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinzen, 1830, Seite 908
  5. Otto Beck: Beschreibung des Regierungsbezirks Trier, Band 1, 1868, Seite 153
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