Benjamin Apthorp Gould

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Dieser Artikel behandelt den US-Astronom Benjamin Gould, nicht den nach ihm benannten Ort in Argentinien, Benjamín Gould.
Benjamin Apthord Gould

Benjamin Apthorp Gould (* 27. September 1824 in Boston; † 26. November 1896 in Cambridge, Massachusetts) war ein US-amerikanischer Astronom, der lange Zeit auch in Argentinien wirkte.

Nach seinem Studienabschluss an der Universität Harvard 1844 wurde er 1848 an der Universität Göttingen promoviert.

Gould begründete 1849 die renommierte Fachzeitschrift Astronomical Journal.

1866 führte er die erste Längenbestimmung zwischen Amerika und Europa mit Hilfe eines transatlantischen Kabels durch.

Er diente als Direktor des Dudley Observatory in Albany, New York von 1856 bis 1859. Von 1852 bis 1867 war er Direktor des Longitude Department des U.S. Coast Survey.

1868 wurde er der erste Direktor des Argentinischen National-Observatoriums (heute Observatorio Astronómico de Córdoba). In Argentinien kartierte er ausführlich den Südsternhimmel mit neu entwickelten photometrischen Verfahren. Das Ergebnis waren mehrere Sternkataloge, unter anderem 1879 seine Uranometria Argentina. Er blieb bis 1885 in Argentinien, dann kehrte er nach Cambridge, Massachusetts, zurück.

Er erhielt 1883 die Goldmedaille der Royal Astronomical Society und 1887 die James Craig Watson Medal. Nach ihm benannt sind der Mondkrater Gould, der Asteroid (7808) Bagould und der Gouldsche Gürtel, eine großräumige Struktur in der solaren Nachbarschaft, die von Gould identifiziert wurde und noch heute Gegenstand intensiver Forschungen ist. Außerdem wurde er 1892 in den preußischen Orden Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste als ausländisches Mitglied aufgenommen (Quelle: Der Orden pour le merite für Wissenschaft und Künste, Die Mitglieder des Ordens, Band II (1882-1952), Seite 86, Gebr. Mann-Verlag, Berlin, 1978).

Benjamin Apthorp Gould starb am 26. November 1896 in Cambridge, Massachusetts.

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