Benjamin Trinks

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Benjamin Trinks auf der ARD-Filmpräsentation (2014)

Benjamin Trinks (* 15. Oktober 1990 in Berlin) ist ein deutscher Schauspieler.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Im Alter von acht Jahren stieg Benjamin Trinks in das Kinderensemble des Berliner Friedrichstadt-Palastes ein, wo er seine ersten Bühnenerfahrungen in diversen Revuen sammelte. Durch die Mitwirkung in Musikclips für Michael Schanzes Fernsehshows sammelte er erste Kameraerfahrungen. Im Jahr 2004 wirkte er in seiner ersten Fernsehrolle in der ZDF-Serie Sabine mit. Noch im selben Jahr folgten Produktionen wie Zack (Sat.1), Krimi.de (KI.KA) oder Wo bleibst du Baby? (ZDF), worauf Benjamin Trinks das Ensemble am Friedrichstadt-Palast aus Zeitmangel verließ.[1]

In den Folgejahren spielte Trinks in verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen mit. So übernahm er beispielsweise von 2006-2008 eine durchgehende Hauptrolle in der Jugendserie Die Pausenhofclique und 2007 eine durchgehende Rolle in der 1.Staffel der ARD-Serie Die Stein. Im selben Jahr übernahm er zudem in der mit einem Oscar und einem Golden Globe Award ausgezeichneten Literaturverfilmung Der Vorleser eine Rolle.

Dreharbeiten für den Festivalfilm „Vater, bin ich Kind?“ (2009)

Im Rahmen der Disney Channel Games flog Trinks 2008 nach Florida, um als deutscher Reporter die Spiele zu moderieren. Dort interviewte er unter anderem Brian Stepanek, die Jonas Brothers und Selena Gomez. Zurück in Deutschland begannen die Dreharbeiten für Ich liebe den Mann meiner besten Freundin und das Flüchtlingsdrama Damals wie heute. Es folgten die Dreharbeiten für die finale Staffel der Serie Die Pausenhofclique und den Kinofilm Draußen am See mit Felix Fuchssteiner in der Regie.

Im ersten Halbjahr 2009 drehte Trinks die Produktionen Fairfield, Vater, bin ich Kind? und Allein unter Schülern jeweils in Flensburg, Stuttgart und Berlin ab. In der restlichen Zeit des Jahres arbeitete er überwiegend an Synchronprojekten und den Dreharbeiten der historischen ZDF-Romanverfilmung Schicksalsjahre, unter anderem an der Seite von Maria Furtwängler.

Anfang des Jahres 2011 beschäftigte sich Benjamin Trinks durchgehend mit den Dreharbeiten zu dem mehrfach preisgekrönten ZDF-Dreiteiler Unsere Mütter, unsere Väter, wo er einen jungen Wehrmachtssoldaten im Zweiten Weltkrieg spielte. Im Vorfeld flog Trinks dafür in ein mehrwöchiges Trainingslager nach Litauen, um das Verhalten und die militärischen Abläufe in der Wehrmacht zu erlernen. Im Anschluss daran begannen die Dreharbeiten in Litauen, Lettland und Deutschland. Anfang Juni flog er dann nach Cornwall, um dort in einer Hauptrolle die 100. Jubiläumsfolge von Rosamunde Pilcher zu realisieren.

Auch 2012 wirkte Trinks an verschiedenen Filmprojekten mit, er übernahm beispielsweise Ende des Jahres eine Hauptrolle in dem ARD-Film Ein Fall von Liebe – Annas Baby. [2]

Sabbatical und Wiedereinstieg in das Filmgeschäft[Bearbeiten]

Nach über 10 Jahren im Film- und Fernsehgeschäft, nahm sich Trinks 2013 eine Auszeit von der Schauspielerei, auch um sich verstärkt für soziale Projekte einzusetzen und seinen Studienabschluss zu machen.[3] Nachdem er ein Jahr später wieder in das Filmgeschäft einstieg, begannen im Frühjahr 2014 die Dreharbeiten für den deutsch-russischen Kinofilm No Comment. Im Laufe des Jahres folgten weitere Produktionen wie z.B. Gut Molzow, Der Lehrer, SOKO Wismar, Kripo Holstein oder SOKO 5113. Darüber hinaus wurde Trinks 2014 für seine schauspielerische Leistung in Allein unter Schülern in München mit dem Gingko Award ausgezeichnet.[4]

Filmografie (Auszug)[Bearbeiten]

Benjamin Trinks bei historischen Dreharbeiten (2012)
Dreharbeiten für "Unsere Mütter, unsere Väter" in Litauen (2011)

Synchronarbeiten[Bearbeiten]

  • 2003: The Village
  • 2004: Hitler in Colour
  • 2005: Familie Dr. Kleist
  • 2005: Krimi.de; Teil 3
  • 2006: Disneys Weihnachtssong
  • 2006: Disneys Kurze Pause (Titelsong)
  • 2007: Ein Pakt, ein Kuss und weiche Knie; Rolle: Warrenville
  • 2008: Crysis (Computerspiel)
  • 2008: Ohrenschmauser (Computerspiel)
  • 2008: A quiet mind
  • 2008: TechForce (Computerspiel)
  • 2008: Varg Veum
  • 2008: Rätselhaftes Regime
  • 2008: iCarly
  • 2008: Disneys Kurze Pause (Titelsong, neu)

Theater (Revuen im Friedrichstadtpalast)[Bearbeiten]

  • 1999: Hänsel und Gretel
  • 2000: Kinder der Bounty
  • 2001: Lieblingsfarbe Bunt
  • 2002: Kinder der Bounty
  • 2003: Lieblingsfarbe Bunt

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2003: 5. Platz OTTO-Shooting-Wettbewerb
  • 2004: 4. Platz Jugend-Drehbuchwettbewerb (RTL 2)
  • 2014: Ginkgo-Award für Allein unter Schülern

Sonstiges[Bearbeiten]

Benjamin Trinks ist der ältere Bruder des Jungschauspielers Timmi Trinks.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Benjamin Trinks – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rubrik "Persönliches" auf filmmakers.de, abgerufen am 31. Mai 2014.
  2. Übersicht über sämtliche Produktionsjahre und Produktionen auf Crew United, abgerufen am 31. Mai 2014.
  3. Stiftungs-Interview mit Benjamin Trinks, abgerufen am 12. Januar 2015.
  4. Details zur Auszeichnung des Internationalen Kreativwettbewerbs, abgerufen am 12. Januar 2015.