Benoît Paire

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Benoît Paire Tennisspieler
Benoît Paire
Nationalität: FrankreichFrankreich Frankreich
Geburtstag: 8. Mai 1989
Größe: 196 cm
Gewicht: 80 kg
1. Profisaison: 2007
Spielhand: Rechts
Trainer: Lionel Zimbler
Preisgeld: 1.840.552 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 66:72
Höchste Platzierung: 24 (12. August 2013)
Aktuelle Platzierung: 28
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 14:35
Karrieretitel: 1
Höchste Platzierung: 84 (5. August 2013)
Aktuelle Platzierung: 121
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox: 6. Januar 2014
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Benoît Paire (* 8. Mai 1989 in Avignon) ist ein französischer Tennisspieler.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

bis 2009: Juniorenkarriere und erste Erfahrungen als Profi[Bearbeiten]

Benoît Paire begann im Alter von fünf Jahren, Tennis zu spielen. Sein vier Jahre älterer Bruder Thomas spielt ebenfalls Tennis, jedoch weniger erfolgreich.[1]

Im Jahr 2007 konnte Benoît auf der Juniorentour einige Turniere im französischen Raum gewinnen, und erreichte im Juni 2007 bei den French Open das Achtelfinale. Dies war sein letztes Juniorenturnier, von nun an spielte er nur noch im Erwachsenenbereich. Schon bei seinem dritten Future-Turnier im Juli 2007 konnte er durch einen Sieg über Éric Prodon seinen ersten Titel gewinnen, und stieg somit aus dem Nichts direkt in die Top 700 der Tennis-Weltrangliste ein. Dies blieb jedoch zunächst einmal der einzige größere Erfolg.

Im Februar 2008 versuchte Benoît Paire in Marseille erstmals, sich für ein ATP-Turnier zu qualifizieren, er scheiterte jedoch in der zweiten Qualifikationsrunde am Top-100-Spieler Mischa Zverev. Einen Monat später qualifizierte er sich in Saint-Brieuc zum ersten Mal für ein Challenger-Turnier, schied jedoch in der ersten Runde aus. Auch bei der Qualifikation für die French Open 2008, für die er eine Wildcard bekam, verlor er in der ersten Runde. Der größte Erfolg in diesem Jahr war die Finalteilnahme bei einem Future-Turnier in Italien.

Das Jahr 2009 begann in Nouméa mit dem ersten Matchgewinn bei einem Challenger-Turnier. Der nächste Höhepunkt des Jahres waren die French Open, wo Benoît Paire nach Siegen über die Top-200-Spieler Giovanni Lapentti und Michail Jelgin die dritte Qualifikationsrunde erreichte, in der er jedoch gegen Fabio Fognini ausschied. Im Doppel bekam Paire zusammen mit Sébastien de Chaunac eine Wildcard fürs Hauptfeld, sie waren jedoch chancenlos gegen die späteren Turniersieger Lukáš Dlouhý und Leander Paes. Nur zwei Wochen nach den French Open gewann Benoît Paire in Slowenien seinen zweiten Future-Titel. Im weiteren Jahresverlauf erreichte er noch vier weitere Future-Finals, die er jedoch allesamt verlor. In der Weltrangliste kletterte er zum Jahresende bis auf Rang 331.

2010: Grand-Slam-Debüt und Challenger-Finals[Bearbeiten]

Im Januar 2010 konnte Benoît Paire in den USA seinen dritten Future-Titel gewinnen. Im März 2010 erreichte er bei drei aufeinander folgenden Future-Turnieren in Portugal jeweils das Finale, und konnte zwei weitere Titel gewinnen. Auch auf der Challenger-Tour war er nun erfolgreicher: In Saint-Brieuc und Bordeaux erreichte er jeweils das Viertelfinale. Dabei beeindruckte er in Bordeaux den Top-50-Spieler Michaël Llodra, der anschließend über ihn sagte: „Er hat diesen Wahnsinn, der mir gefällt. Man braucht Spieler wie ihn!“[2] Bei der Qualifikation für die French Open erreichte Paire wie schon im Vorjahr die dritte Runde, und diesmal konnte er sich gegen Dieter Kindlmann durchsetzen und somit erstmals das Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers erreichen. Dort gewann er gegen Olivier Rochus zwar den ersten Satz, verlor letztendlich jedoch in vier Sätzen. Auch im Doppel schied er zusammen mit Jonathan Eysseric in der ersten Hauptrunde aus. Nach gescheiterten Qualifikationen bei den Rasenturnieren von Halle und Wimbledon erreichte Benoît Paire Anfang Juli 2010 in Arad erstmals das Finale eines Challenger-Turniers. Er verlor jedoch in drei Sätzen gegen seinen Landsmann David Guez. Im August 2010 folgte in San Sebastián das nächste Challenger-Finale, doch erneut ging Paire gegen Albert Ramos-Viñolas als Verlierer vom Platz. Dennoch war er in der Weltrangliste mittlerweile in die Top 200 vorgerückt. Bei den US Open 2010 konnte sich Benoît Paire zum zweiten Mal für ein Grand-Slam-Turnier qualifizieren. In der ersten Runde gelang ihm gegen Rainer Schüttler in fünf Sätzen sein erster Matchgewinn auf ATP-Ebene, nachdem Schüttler im entscheidenden Satz bereits mit 5:2 vorne gelegen hatte.[3] In der zweiten Runde traf er auf den an Position 23 gesetzten Feliciano López, und erneut wurde es ein sehr knappes Match. Doch diesmal lief es andersherum: Paire servierte im vierten Satz beim Stand zum 5:4 zum Satzgewinn, verlor das Spiel jedoch und anschließend auch das Match.[4] Im Oktober 2010 bekam Benoît Paire für das ATP-Turnier von Montpellier eine Wildcard, verlor jedoch in der ersten Runde gegen John Isner. Eine Woche später qualifizierte er sich durch einen Sieg über den Top-100-Spieler Alejandro Falla für das Hauptfeld der Valencia Open, schied dort jedoch gegen Marcel Granollers erneut in der ersten Runde aus.

2011: Challenger-Titel und Einstieg in die Top 100[Bearbeiten]

Anfang 2011 bekam Benoît Paire für die Australian Open eine Wildcard. Er gewann sein Erstrundenmatch gegen den Qualifikanten Flavio Cipolla klar in drei Sätzen, schied dann aber in vier Sätzen gegen den an Position 17 gesetzten Ivan Ljubičić aus. Im Februar 2011 besiegte Paire beim ATP-Turnier in Rotterdam als Qualifikant in der ersten Runde seinen Landsmann Gilles Simon in drei Sätzen. Dies war sein erster Sieg über einen Top-50-Spieler. In der zweiten Runde verlor er dann aber wie schon einen Monat zuvor gegen den späteren Halbfinalisten Ivan Ljubičić. Für das folgende ATP-Turnier in Marseille bekam Benoît Paire eine Wildcard, war dort jedoch chancenlos gegen den an Position 6 gesetzten Jo-Wilfried Tsonga. Anfang April erreichte Paire in Saint-Brieuc zum dritten Mal in seiner Karriere ein Challenger-Finale, doch erneut ging er gegen Maxime Teixeira als Verlierer vom Platz. Drei Wochen später konnte Paire in der zweiten Runde des ATP-Turniers in Barcelona gegen den an Position 11 gesetzten Albert Montañés den ersten Satz gewinnen, verlor das Match aber noch in drei Sätzen. Nach einer Halbfinalteilnahme beim Challenger-Turnier in Ostrava stieg Benoît Paire dann Anfang Mai erstmals in die Top 100 der Weltrangliste ein. Beim French-Open-Vorbereitungsturnier in Nizza qualifizierte er sich für das Hauptfeld, verlor dort jedoch deutlich gegen den späteren Finalisten Victor Hănescu. Für die French Open bekam Paire eine Wildcard, und traf dort in der ersten Runde erneut auf Hănescu. Diesmal war es ein engeres Match, doch erneut ging Hănescu nach vier Sätzen als Sieger vom Platz. Obwohl er mittlerweile im Ranking wieder etwas zurückgefallen war, war Benoît Paire in Wimbledon erstmals direkt für ein Grand-Slam-Turnier qualifiziert. Dort traf er in der ersten Runde auf den an Position 7 gesetzten David Ferrer, dem er in drei engen Sätzen unterlag. Im Juli 2011 erreichte Paire in Stuttgart durch einen Sieg über Jewgeni Donskoi die zweite Runde, verlor dort jedoch gegen Marcel Granollers. Im August 2011 schied Benoît Paire nach einem Challenger-Halbfinale in San Marino bei der US-Open-Qualifikation bereits in der ersten Runde aus. Zwei Wochen später erreichte er in Brașov zum zweiten Mal in dieser Saison ein Challenger-Finale, und traf dort wie schon ein halbes Jahr zuvor in Saint-Brieuc auf seinen Landsmann Maxime Teixeira. Paire lag schnell bereits mit 0:4 zurück, konnte sich jedoch steigern und den ersten Satz noch gewinnen. Im zweiten Satz gab Teixeira dann beim Stand von 0:3 auf, wodurch Paire seinen ersten Titel gewann. Für das ATP-Turnier in Metz bekam er daraufhin eine Wildcard, schied dort jedoch in der zweiten Runde gegen den späteren Halbfinalisten Gilles Müller aus. Im November 2011 gewann Benoît Paire in Salzburg durch einen Finalsieg über Grega Žemlja seinen zweiten Challenger-Titel in dieser Saison, wodurch er sich zum Jahresabschluss eine Platzierung in die Top 100 der Weltrangliste sicherte.

2012: Erstes ATP-Finale[Bearbeiten]

Zu Beginn des Jahres 2012 erreichte Benoît Paire beim ATP-Turnier in Auckland nach erfolgreicher Qualifikation durch Siege über den ehemaligen Weltranglistenersten Juan Carlos Ferrero sowie den an Position 4 gesetzten Juan Ignacio Chela das Viertelfinale, verlor dort jedoch in einem knappen Dreisatzmatch gegen den späteren Finalisten Olivier Rochus. Bei den Australian Open schied er in der ersten Runde gegen den an Position 21 gesetzten Stanislas Wawrinka aus. Im Februar 2012 erreichte Paire bei den ATP-Turnieren in Buenos Aires und Acapulco jeweils die zweite Runde. Nach einer Viertelfinalteilnahme in Casablanca im April 2012 gelang Benoît Paire einen Monat später in Belgrad sein bislang größter Erfolg: Unter anderem durch Siege über den an Position 3 gesetzten Jarkko Nieminen sowie den topgesetzten Pablo Andújar erreichte er erstmals in seiner Karriere das Finale eines ATP-Turniers, wo er in zwei Sätzen gegen Andreas Seppi verlor. Bei den French Open erreichte Paire durch einen Sieg über Albert Ramos erstmals die zweite Runde, schied dort jedoch gegen den an Position 6 gesetzten späteren Halbfinalisten David Ferrer aus. Beim ATP-Rasenturnier in ’s-Hertogenbosch erreichte Paire das Halbfinale, wo er erneut gegen Ferrer verlor. Durch seine jüngsten Erfolge kletterte er in der Weltrangliste bis auf Position 47.

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Erfolge[Bearbeiten]

Legende (Anzahl der Siege)
Grand Slam
ATP World Tour Finals
ATP World Tour Masters 1000
ATP World Tour 500
ATP World Tour 250 (1)
ATP Challenger Tour (3)

Einzel[Bearbeiten]

Siege[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Endergebnis
1. 11. September 2011 RumänienRumänien Brașov Sand FrankreichFrankreich Maxime Teixeira 6:4, 3:0 Aufgabe
2. 20. November 2011 OsterreichÖsterreich Salzburg Hartplatz (i) SlowenienSlowenien Grega Žemlja 6:76, 6:4, 6:4
3. 31. März 2013 GuadeloupeGuadeloupe Le Gosier Hartplatz UkraineUkraine Serhij Stachowskyj 6:4, 5:7, 6:4

Finalteilnahmen[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Endergebnis
1. 6. Mai 2012 SerbienSerbien Belgrad Sand ItalienItalien Andreas Seppi 3:6, 2:6
2. 10. Februar 2013 FrankreichFrankreich Montpellier Hartplatz (i) FrankreichFrankreich Richard Gasquet 2:6, 3:6

Doppel[Bearbeiten]

Siege[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Endergebnis
1. 6. Januar 2013 IndienIndien Chennai Hartplatz SchweizSchweiz Stanislas Wawrinka DeutschlandDeutschland Andre Begemann
DeutschlandDeutschland Martin Emmrich
6:2, 6:1

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ATP-Profil Thomas Paire
  2. Blog von Benoît Paire
  3. Rainer Schüttler verliert Nerven und Auftaktspiel
  4. Paire, si près, si loin

Weblinks[Bearbeiten]