Bent Christensen Arensøe

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Bent Christensen

Bent Christensen (2004)

Spielerinformationen
Voller Name Bent René Christensen Arensøe
Geburtstag 4. Januar 1967
Geburtsort KopenhagenDänemark
Position Stürmer
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1984–1985
1985–1986
1986–1987
1987–1991
1991–1993
1993–1994
1994–1997
1997–1998
1998–2000
2000
Brønshøj BK
Servette Genf
Vejle BK (Leihe)
Brøndby IF
FC Schalke 04
Olympiakos Piräus
SD Compostela
Gençlerbirliği
Brøndby IF
Brønshøj BK
18 (11)
11 0(1)
29 (17)
100 (62)
49 0(8)
26 0(9)
110 (35)
13 0(3)
50 (20)
14 0(8)
Nationalmannschaft
1983
1983–1985
1986–1987
1996
1989–1994
Dänemark U-17
Dänemark U-19
Dänemark U-21
Dänemark B
Dänemark
3 0(1)
25 0(4)
6 0(2)
1 0(0)
26 0(8)
Stationen als Trainer
2003–2005
2005–2011
2012–
Værløse BK
Brøndby IF (Jugend)
Brøndby IF (Assistent)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: Karriereende

Bent Christensen Arensøe (ehemals Bent René Christensen; * 4. Januar 1967 in Kopenhagen) ist ein dänischer Fußballtrainer und ehemaliger Fußballprofi. Er spielte bei verschiedenen Erstligavereinen in Europa, sechs Jahre war er bei Brøndby IF, wo er insgesamt 106 Tore in 206 Spielen erzielte und fünfmal dänischer Meister wurde. Wegen seiner Schnelligkeit und Angriffsstärke wurde der Stürmer Turbo genannt; beim FC Schalke 04, für den er in zwei Bundesliga-Spielzeiten nur acht Tore erzielte, nannten ihn die Fans jedoch bald Trabi.[1]

Seit Oktober 2005 ist er bei Brøndby IF als Trainer tätig: zunächst als Jugendtrainer, später als Trainerassistent der Erstligamannschaft.

Vereinskarriere[Bearbeiten]

Christensen begann seine Laufbahn 1985 bei Brønshøj BK unter Trainer Ebbe Skovdahl. Doch noch im selben Jahr ging der erst 17-Jährige in die Nationalliga A zu Servette Genf, wo er gleich Schweizer Meister wurde. 1987 kehrte er auf Leihbasis zurück in seine Heimat, wo er bei Vejle BK unterschrieb.[2] Später im Jahr wechselte er ganz zurück in die Heimat und unterschrieb bei Brøndby IF, wo mittlerweile Skovdahl Trainer war. Mit Brøndby gewann er die dänischen Meisterschaften 1988 und 1989; in diese Zeit fiel auch sein Nationalmannschaftsdebüt.

Dreimal – 1988, 1990 und 1991 – war er in seiner Zeit bei Brøndby erfolgreichster Saisontorschütze der dänischen ersten Liga. Unter Trainer Morten Olsen erreichte er mit Brøndby 1991 das Halbfinale des UEFA-Pokals. Zur Saison 1991/92 wechselte Christensen erneut ins Ausland; hierbei unterschrieb er bein FC Schalke 04, der zuvor in die Bundesliga aufstieg. Der Fünf-Millionen-D-Mark-Transfer machte ihn zum zu der Zeit teuersten dänische Fußballspieler.[2] In seinen zwei Spielzeiten in Gelsenkirchen blieb ihm der Erfolg verwehrt; sein erstes von sechs Toren in der Saison 1991/92 machte er in der ersten Minute der Begegnung des 13. Spieltags gegen Hansa Rostock. Er wurde dennoch in der 71. Spielminute für Uwe Leifeld ausgewechselt, der danach noch zwei Tore zum 5:0-Sieg beitrug. In seiner zweiten Spielzeit kam er bei 23 Einsätzen lediglich noch zu zwei Treffern. Einer davon sicherte ihm jedoch einen „Platz im Herzen der Knappen-Fans“[3]: am 22. August 1992 erzielte er, nach dem Führungstreffer durch Günter Schlipper, das zweite Tor zum 2:0-Sieg im Revierderby bei Borussia Dortmund.

Mit keinem der drei Trainer in seiner Schalker Zeit – Aleksandar Ristić, Udo Lattek und Helmut Schulte – kam er zurecht. Er „brauchte das Konterspiel, in dem er seine Schnelligkeit in die Waagschale werfen konnte. Diese taktische Variante wurde jedoch damals auf Schalke nicht praktiziert.“[4] Zur Saison 1993/1994 wurde er nach Griechenland zu Olympiakos Piräus und ein Jahr später an SD Compostela in die Primera División ausgeliehen. Die Spanier kauften ihn 1995 den Schalkern für 500.000 D-Mark[4] ab. Er blieb insgesamt drei erfolgreiche Jahre bei dem galicischen Verein, ehe es ihn 1997 in die Türkei zu Gençlerbirliği zog. Die Saison in der Süperlig spielte er jedoch nicht zu Ende; er ging zurück nach Dänemark und unterschrieb erneut bei Brøndby IF, wo er der Sturmkollege des späteren Schalke-Spielers Ebbe Sand war. Mit Brøndby gewann Christensen Arensøe 1998 die Meisterschaft sowie den Pokal.[5] In der folgenden Saison nahm er mit Brøndby an der Champions League teil. Nach der Saison 1999/2000 beendete er seine Profikarriere, machte jedoch noch einige Spiele für seinen Jugendverein, den damaligen Zweitligaaufsteiger Brønshøj BK.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Christensen wurde 1989 von Trainer Sepp Piontek zu einem Turnier auf Malta erstmals in die Nationalmannschaft berufen; wie Johnny Mølby, Henrik Larsen und Hans Erfurt hatte er seinen ersten Einsatz am 8. Februar 1989 in der Partie gegen den Gastgeber. Kurios an Christensens erstem Spiel war, dass bis zu seiner Auswechslung 72 Minuten lang zwei Spieler mit demselben Namen auf dem Platz standen – neben Turbo auch sein Namensvetter Bent Egsmark Christensen von Lyngby BK, der gegen Malta sein zweites von vier A-Länderspielen machte.[6] Beide standen noch einmal bei einem B-Länderspiel 1996 gegen Schottland gemeinsam auf dem Platz.[7]

1992 gehörte Christensen zum Kader des Europameisters. Er kam jedoch nur in zwei Vorrundenspielen gegen England und Schweden zum Einsatz und musste nach einer Verletzung abreisen. Er nahm nach dem Titelgewinn nicht an den Feiern teil und fühlte sich auch nie als Europameister.[5]

Seine Nationalmannschaftskarriere endete während seiner Zeit in Spanien mit der 0:3-Niederlage in Sevilla gegen Spanien in der EM-Qualifikation. In seinen insgesamt 26 Partien unter dem Danebrog traf er achtmal ins gegnerische Tor.

Trainerkarriere[Bearbeiten]

Im Januar 2003 wurde er Cheftrainer von Værløse BK,[1] den er in die dritte Liga führte. Im Oktober 2005 verpflichtete ihn Brøndby IF als Trainer der A-Jugend (U-18).[8] Später rückte er zum Trainerassistenten der Erstligamannschaft, als er ab dem 1. Januar 2012 zum Trainerteam von Aurelijus Skarbalius gehörte.[9]

Erfolge[Bearbeiten]

  • Schweizer Meister: 1985
  • Dänischer Meister: 1987, 1988, 1990, 1991, 1998
  • Dänischer Pokalsieger: 1989, 1998
  • Fußballeuropameister: 1992

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Anders Kamper und Kurt Stendal: „»Turbo« bliver træner“, Berlingske Tidende vom 11. September 2002
  2. a b Jakob Kvist: „Fodbold er hvid slavehandel“, Ekstra Bladet vom 19. Oktober 1993
  3. „Ex-Schalke-Profi Christensen führt Dänen ins Turnier“, Nordwest-Zeitung vom 6. August 2007, zitiert auf der Website des SV Hansa Friesoythe, gesichtet am 15. August 2008
  4. a b „Stichtag – 04.01.2004: Vor 37 Jahren wurde Bent Christensen geboren“, Website 100 Schalker Jahre vom 4. Januar 2004, gesichtet am 12. März 2008
  5. a b Ebbe Rossander: „En turbo kommer til byen“, Dagbladet Information vom 23. Juni 2003
  6. Peders Fodboldstatistik – A-Nationalmannschaft, 1989, gesichtet am 20. Februar 2008
  7. Peders Fodboldstatistik – B-Nationalmannschaft, 1996, gesichtet am 20. Februar 2008
  8. „Turbo vender hjem“, Website von Brøndby IF vom 26. Oktober 2005, gesichtet am 20. Februar 2008
  9. brondby.com: „Brøndby IF forlænger med Auri Skarbalius“ (abgerufen am 26. Juni 2012)

Weblinks[Bearbeiten]