Benutzer:Hans J. Castorp
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Auch das Schöne muß sterben! Das Menschen und Götter bezwinget,
Nicht die eherne Brust rührt es des stygischen Zeus.
Einmal nur erweichte die Liebe den Schattenbeherrscher,
Und an der Schwelle noch, streng, rief er zurück sein Geschenk.
Nicht stillt Aphrodite dem schönen Knaben die Wunde,
Die in den zierlichen Leib grausam der Eber geritzt.
Nicht errettet den göttlichen Held die unsterbliche Mutter,
Wann er, am skäischen Tor fallend, sein Schicksal erfüllt.
Aber sie steigt aus dem Meer mit allen Töchtern des Nereus,
Und die Klage hebt an um den verherrlichten Sohn.
Siehe! Da weinen die Götter, es weinen die Göttinnen alle,
Daß das Schöne vergeht, daß das Vollkommene stirbt.
Auch ein Klaglied zu sein im Mund der Geliebten ist herrlich;
Denn das Gemeine geht klanglos zum Orkus hinab.
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Inhaltsverzeichnis |
I. Hans Castorp
Als ich mich vor einigen Jahren hier anmeldete, überlegte ich nicht lange, unter welchem Namen ich dies tun sollte. Hans Castorp drängte sich aus biographischen und geschmacklichen Gründen unbewußt auf, auch wenn Tonio Kröger, Gustav von Aschenbach, ja vielleicht sogar Felix Krull ebenfalls reizvoll gewesen wären. Interessante Charaktere haben viele Eigenschaften und Abgründe, so daß es nicht schwerfällt, sich mehr oder minder in ihnen wiederzufinden. Die Figur aus dem Zauberberg aber kommt mir - im nachhinein betrachtet - doch sehr entgegen. Ihr unheimliches Abgleiten in Raum und Zeit spiegelt womöglich etwas von dem Schicksal derer wider, die sich auf Wikipedia einlassen und abtauchen in eine Welt des Wissens. Man möchte vielleicht nur für kurze Zeit bleiben, dann aber werden es Monate und Jahre. Der Bürgersohn Hans Castorp beobachtet seltsame und kauzige Menschen, die ihn beeinflussen, wird mit Ideen und Gefahren konfrontiert, mit Schönheit und Krankheit, Liebe und Tod, Vernunft und Wahnsinn. Originelle Gestalten kämpfen um seine Seele, einige raten ihm zur Abreise, doch die Faszination überwiegt...bis es zum jähen Ende kommt. Die im Roman geschilderten Auseinandersetzungen zwischen humanistischem Aufklärungspathos und Fanatismus, Ausgewogenheit und Tendenz, Angemessenheit und Obskurantismus hat manch einer vielleicht auch hier schon - wenn auch in anderer Form - erlebt, und manchmal ist es nicht einfach, daraus mit neuem Mut hervorzugehen und sich weiter für dieses faszinierende Projekt einzusetzen. Ein anderes Problem sind die vielen Lücken, Fehler und Ungenauigkeiten in den Artikeln. Es ist wie ein gigantisches Gebirge, dessen Schatten einen müde machen und von der Arbeit abhalten kann. So verirrt sich Hans Castorp auch ein wenig im Schneegestöber, zieht sich vor den Kämpfen der Krieger in die Fülle des Wohllauts zurück oder folgt dem schönen Flug der Vögel, die vor den Wolken oder dem unverhofften Blau ihre Kreise ziehen.
II. Schwerpunkte
Meine wesentlichen Schwerpunkte sind:
- Literatur (und ihre komplexe Beziehung zur Politik)
- Musik (von Bach bis Ligeti) ([1] Auf dieser hervorragenden Seite kann man jetzt wieder gemeinfreie Musiknoten finden!)
- Pianisten: Totentänze ohne und mit Orchester :[2],[3], [4], [5], [6], [7]
- Sprache
- Politik
Als Liebhaber gelegentlich:
- Naturwissenschaft (Astronomie, Biologie, Evolutions- und Hirnforschung )
- Schöne (ich vermeide das Wort: "anspruchsvolle") und tiefsinnige Filme, von denen es nur wenige gibt.
- Lost und andere gute amerikanische Serien wie Alias – Die Agentin, 24, Buffy, Smallville, Heroes, Supernatural, Terminator: S.C.C., Desperate Housewives.
Wenn ich wenig Zeit habe oder mich nicht auf ein Thema konzentrieren möchte, beschäftige ich mich manchmal mit Eingangskontrolle [8] und gehe gegen Vandalismus vor.
III. Interessante Portale
IV. Schöne Zitate
"Das Schattenreich ist das Paradies der Phantasten. Hier finden sie ein unbegrenztes Land, wo sie sich nach Belieben anbauen können. Hypochondrische Dünste, Ammenmärchen und Klosterwunder lassen es ihnen an Bauzeug nicht ermangeln."
"Denn es ist zu allen Zeiten so gewesen und wird auch wohl künftighin so bleiben, daß gewisse widersinnige Dinge, selbst bei Vernünftigen Eingang finden, bloß darum, weil allgemein davon gesprochen wird. Dahin gehören die Sympathie, die Wünschelrute, die Ahndungen,... die Einflüsse der Mondwechsel auf Tiere und Pflanzen."
"In einem wahrhaft schönen Kunstwerk soll der Inhalt nichts, die Form aber alles tun... das eigentliche Kunstgeheimnis des Meisters besteht darin, daß er den Stoff durch die Form vertilgt."
"Ein Mensch, der sich mit dem Zeitgeist vermählt, wird bald Witwer sein."
"Der Irrsinn ist bei einzelnen etwas Seltenes, - aber bei Gruppen, Parteien, Völkern, Zeiten die Regel."
"Man ist nur fruchtbar um den Preis, an Gegensätzen reich zu sein."
"Der Antisemitismus ist der Not-Aristokratismus kleiner, sehr kleiner Leute...der Aristokratismus des Pöbels."
"Und zurückgelehnt, mit hängenden Armen, überwältigt und mehrfach von Schauern überlaufen, flüsterte er die stehende Formel der Sehnsucht, - unmöglich hier, absurd, verworfen, lächerlich und heilig doch, ehrwürdig auch hier noch: "Ich liebe dich!"
"Die Neigung zum Okkultismus ist ein Symptom der Rückbildung des Bewußtseins. Es hat die Kraft verloren, das Unbedingte zu denken und das Bedingte zu ertragen...Okkultismus ist die Metaphysik der dummen Kerle. Die Subalternität der Medien ist so wenig zufällig wie das Apokryphe, Läppische des Geoffenbarten. Seit den frühen Tagen des Spiritismus hat das Jenseits nichts Erheblicheres kundgetan als Grüße der verstorbenen Großmutter nebst der Prophezeiung, eine Reise stünde bevor."
"Wie arme alte Frauen bei der fremden Hochzeit weinen, ist die konsumierte Musik die ewig fremde Hochzeit für alle."
"Dieser Song (ist) nicht zu ertragen..., weil er, indem er das Entsetzliche noch irgendwie konsumierbar macht, schließlich auch daraus noch etwas wie Konsumqualitäten herauspreßt. [9]"
"Die Herabminderung aller Distanzen; die Insistenz darauf, nichts, womit man in Berührung kommt, dürfe besser sein oder für besser sich halten als man selber ist oder sich einbildet zu sein, ist sozialen Wesens. Das Vulgäre besteht in der Identifikation mit der Erniedrigung."
"Je weniger die Satzzeichen, isoliert genommen, Bedeutung oder Ausdruck tragen, je mehr sie in der Sprache den Gegenpol zu den Namen ausmachen, desto entschiedener gewinnt ein jegliches unter ihnen seinen physiognomischen Stellenwert, seinen eigenen Ausdruck, der zwar nicht zu trennen ist von der syntaktischen Funktion, aber doch keineswegs in ihr sich erschöpft...Den Satzzeichen gegenüber befindet der Schriftsteller sich in permanenter Not; wäre man beim Schreiben seiner selbst ganz mächtig, man fühlte die Unmöglichkeit, je eines richtig zu setzen, und gäbe das Schreiben ganz auf. Denn die Anforderungen der Regeln der Interpunktion und des subjektiven Bedürfnisses von Logik und Ausdruck lassen sich nicht vereinen: in den Satzzeichen geht der Wechsel, den der Schreibende auf die Sprache zieht, zu Protest. Weder kann er den vielfach starren und groben Regeln sich anvertrauen, noch kann er sie ignorieren..."
"Die Aufdringlichkeit von Werten steht fast immer in einem umgekehrten Verhältnis zu ihrer Höhe."
"Das Gewissen ist der Blick des Menschen auf das Gute, aber das Auge kann sich nicht selber sehen."
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"Sie haben sich das letzte Mal als Versager erwiesen, Admiral!" Darth Vader