Benutzer:W.S.Herrmann/Spielwiese/Krankheit (Motivgeschichte)

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Gebirgsgegend bei Davos, Schauplatz des Romans Der Zauberberg von Thomas Mann

Krankheit ist in der Literaturgeschichte häufig als elementare Handlung-erregende Inhalts-Einheit aufgetreten ( Motiv) beziehungsweise ein Motivkomplex gewesen, der einen ganzen Roman oder ein Drama bestimmt hat ( Stoff). Abstrakter betrachtet, wird Krankheit auch als Thema einer Dichtung bezeichnet (Frenzel 1966).

Der Zusammenhang von Dichtung und Krankheit ist in zahllosen wiss. und künstlerischen Zeugnissen behandelt worden. Es sind sowohl Dichtungen über Kranke als auch Biographien kranker Dichter und therapeutische Ansätze mit Verwendung von Literatur erfasst. Dichter, die Ärzte waren, haben oftmals lebenslang über Kranke geschrieben. Hinzu kommen dichterische Biographien großer Musiker und bildender Künstler, die den Rätseln um ihre Krankheiten nachgehen. Aus spiritueller Sicht sind Krankheit und Tod als Lebensplan der Dichter beschrieben worden.

Überblick[Bearbeiten]

Als Goethe im Jahre 1811 seinen autobiografischen Roman Dichtung und Wahrheit veröffentlichte, begann sich die Auffassung durchzusetzen, man müsse die Biografie eines Dichters kennen, um ihn zu verstehen. Mehr als zwei Jahrhunderte Dichter-biografischer Forschungen sind seither vergangen, und das Wissen der Menschheit über Details aus dem Leben vieler Dichter reicht bis ins Indiskrete.

Hans Bankl hat diesen Forschungen einen weiteren Aspekt hinzugefügt, indem er die vorhandenen Dokumente über Krankheit und Tod der Dichter aus der Sicht des modernen Pathologen beurteilt. So wurde die Syphilis des Erasmus von Rotterdam bis zu Heinrich Heine und Friedrich Nietzsche beschrieben, und die Tuberkulose von Schiller bis Kafka. Auch die Alexithymien der vielen Herzkranken (Infarkt, Apoplex etc.) gehören hierher.

Immer wieder haben die Dichter selber bestimmte Krankheiten thematisiert. Büchners »Lenz« und Dostojevskis »Idiot« folgten im 20. Jahrhundert vor allem Thomas Manns »Zauberberg« und »Doktor Faustus«, Alexander Solschenizyns »Krebsstation«, Albert Camus »Pest« und Härtlings »Herzwand«.

Hinzu kamen die Rätsel um Beethovens Taubheit, Mozarts rheumatisches Fieber und Schumanns depressive Psychose, die in einer Reihe von prominenten Dichtungen behandelt worden sind. In dem Zusammenhang ist auch die These ausgearbeitet worden, dass Genie und Krankheit originär zusammengehörten.

Es stellt sich jedoch die Frage, inwieweit die Krankheiten der Dichter und Künstler schon das ganze Leben und Lebenswerk beeinflusst haben. Ganz besonders liegt diese Frage bei den chronisch-progressiven Erkrankungen nahe. Schillers, Lord Byrons, Heinrich Heines, Nikolaus Lenaus, Friedrich Nietzsches, Franz Kafkas, Rainer Maria Rilkes, Ernest Hemingways und Peter Härtlings Lebensgeschichten werden entsprechend behandelt.

Auch sind die Dichter zu erwähnen, die selbst Ärzte waren und sich den Kampf gegen die Krankheit zur Lebensaufgabe gemacht haben: Schiller, Büchner, Tschechow, Döblin, Benn, Pasternak sind herausragende Beispiele (vgl. Kulessa 2005).

Schließlich ist die Literatur-Rezeption als psychotherapeutische Methode entwickelt worden. Neben Musiktherapie und Gestalttherapie tritt eine Methode, durch die der leidende Mensch spielend (Psychodrama), lesend beziehungsweise zuschauend (vgl. Katharsis) und auch dichtend zu sich selbst findet, indem er seine Person wieder als eine Einheit aus Körper, Wahrnehmung, Geist und Seele aufzufassen lernt.

Krankheitsmodelle [Bearbeiten]

Die Thematisierung von Krankheit in der Literatur beginnt mit dem Extremfall von Krankheit: dem Tod. Krankheit als Dysbalance zwischen Körper und Seele wird zunächst nicht in ihrem Verlauf thematisiert, sondern in ihrem Endpunkt: bei der Lösung der Seele vom Körper,[1] Seneca: Epistulae morales).[2] Ziel dieser Thematisierung ist die Darstellung der überlebenden Seele im Falle des Todes.

Erst in den Erzählungen der Wunderheilungen Jesu wird Krankheit im engeren Sinne thematisiert. Der Schwerpunkt liegt hier auf der Therapie durch den rechten Glauben.[3]

Das Mittelalter stellt Krankheit als Zeichen der Erwähltheit dar (Amphortas)[4] und als Metapher der außerhöfischen Liebe (Tristan und Isolde).[5]

Die Renaissance findet die pränatale Situation des Kranken als Erfahrung des Jenseits (Cervantes).[6]

Molière verlacht die Hypochondrie als Spezialfall von Krankheit durch Einbildung.[7]

Die Romantik behandelt vor allem die Krankheit durch Depressionen (Werther, Woyzeck, Lenz).

Der postromantische Realismus findet die sozioökonomischen Faktoren des Krankseins (Nana, Madammme Bovary, Idiot).

Seit Thomas Mann wird Krankheit mit medizinischem Sachverstand als Folge von Infektionen (Syphilis, Tuberkulose) behandelt.

Krebs als biologische und soziologische Entartung wird vor allem im kommunistischen Russland thematisiert (Solschenizyn).

Humor als entscheidende Kraft in der Bewältigung von Krankheit und Tod etabliert den psychosomatischen Ansatz (Kurt Götz).

Transzendentale Meditation als Mittel der Erfahrungen über die Grenze des Todes ist das Thema der neuen spiritualistischen Krankheitsliteratur (Abaelard).

Geschichte[Bearbeiten]

Sokrates (Platon)[Bearbeiten]

Sokrates

Sokrates ist der Held einer Erzählung Platons über die Hinrichtung durch Selbstmord (Phaidon Referenzfehler: Es fehlt ein schließendes </ref>. MediaWiki:Cite error included ref/Benutzerseiten). Zuvor hatte der Meister seinen Schülern dargelegt, dass die Seele den Tod überlebt und »dass die Lebenden wieder geboren werden aus den Gestorbenen« [8]. Auch sei »unser Lernen nichts anderes als die Wiedererinnerung« [9]). So wird die Erzählung des Sokratischen Todes zu einer Demonstration der Reinkarnations-, Wiedererinnerungs- und Seelen-Leere.

Platons Apologie des Sokrates nimmt ebenfalls die Situation des sterbenden Meisters zum Anlass, Sokrates´ Zuversicht in Bezug auf das Überleben der Seele auszudrücken: »wenn dagegen der Tod wie eine Auswanderung ist von hier an einen anderen Ort und wenn die Sage wahr ist, dass dort alle Gestorbenen insgesamt weilen, welches Gut wäre dann größer als dies, ihr Richter? Denn wenn einer ins Reich des Hades gelangt und, entledigt von diesen hier, die sich Richter nennen, dort die wahrhaft-Richtenden anträfe, die, wie die Sage berichtet, dort Rechtsprechenden, ... Würde die Wanderung dorthin zu verachten sein? Und gar mit Orpheus Umgang zu haben und mit Musaios, Hesiod und Homer, um welchen Preis würde einer von euch das wohl erkaufen?« [10].

Seneca[Bearbeiten]

Seneca erörtert in einem literarischen Brief an seinen Freund Lucilius die Möglichkeit der Selbsttötung [11]. Der Legende nach soll er von Nero zum Tode durch Suizid verurteilt worden sein und sich im Bade die Pulsadern zerschnitten haben (vergleiche Suizid).

Jesus von Nazareth[Bearbeiten]

Jesus als Guter Hirte, frühchristliche Deckenmalerei in der Calixtus-Katakombe in Rom, um 250

Jesus von Nazareth wird durch die Evangelien und besonders auch durch die Paulusbriefe und die Apokalypse des Johannes als Sohn Gottes gefeiert, weil er den Menschen den rechten Umgang mit Krankheit und Tod demonstriert habe. Die großen Dichter der Evangelien haben Heilung und Sterben des Meisters zum Thema erhoben und gezeigt, dass der Kreuzestod zum Lebensplan der Seele Jesu gehört habe. Literatur wird zum Medium der Botschaft vom Jenseits.

Hartmann von Aue[Bearbeiten]

Herr Hartmann von Aue (fiktives Autorenporträt im Codex Manesse, fol. 184v, um 1300)

Hartmann von Aue erzählt in seinem Versepos »Der arme Heinrich [12] die Geschichte eines wohlhabenden Fürsten, der vom »Aussatz« befallen ist. Nur das Herzblut einer heiratsfähigen Jungfrau könne ihn heilen. Auf einem seiner Bauernhöfe findet sich ein Mädchen, das zum Opfertod bereit ist. Heinrich beobachtet durch ein Schlüsselloch den Beginn der erforderlichen Herzentnahme und verhindert die Tötung des Mädchens. Er wird daraufhin von seiner Lepra-Erkrankung geheilt (Spontanheilung) und heiratet trotz des Standesunterschiedes seiner Retterin. Krankheit erscheint als Fehlleitung der Seele. Die Heilung führt auf den rechten Weg zu Gott.

Wolfram von Eschenbach[Bearbeiten]

Wolfram von Eschenbach; Autorbild als Ritter im Codex Manesse

Das Mittelalter hat Krankheit durch das Parzival-Dilemma thematisiert: der Meister der Waffen und Herrscher der Ritter kann sich auf den Thron von Gottes Gnaden nur dann qualifizieren, wenn er die entscheidende Frage stellt: »Oheim waz wirret dir?« (Amphortas, worin besteht dein Leiden? Oder: wenn dein Lebensplan die Krankheit ist: wie führst du uns zu Gott?)

Gottfried von Straßburg[Bearbeiten]

Meister Gottfried von Straßburg (Codex Manesse, 1. Viertel 14. Jahrhundert)

Gottfried von Straßburg, der mönchische Epiker des ca. 1210 bekannt gewordenen mittelhochdeutschen Tristan-Epos, hat die Liebe eines Paares besungen, das der höfischen Gesellschaft nicht entsprach. Durch ein Gift wird »krankhafte« Liebe verursacht. Tristan, der Sohn eines im Ozean versunkenen Königreiches, gewinnt die Liebe einer irischen Königstochter, die Tristans Vasallen, König Marke, vermählt wird. Nur im Jenseits - so lautet die Sentenz des nicht vollendeten Epos - kann diese Liebe verwirklicht werden. Der Mönch Gottfried - möglicherweise von der Inquisition wegen Zugehörigkeit zur verbotenen Sekte der Katharer dahingerafft - hat ein Lebenswerk der Liebes-Verherrlichung hinterlassen, das über die Jahrhunderte ein Beispiel für die Gemeinschaft der Seelen gibt. Dass Mann und Frau sich »finden«, ist keineswegs zufällig, sondern unterliegt einem Plan der Seelen, der als beschlossen gelten muss: lange bevor die betreffenden Individuen geboren sind.

Miguel de Cervantes Saavedra[Bearbeiten]

Miguel de Cervantes Saavedra

Miguel de Cervantes Saavedra (1547–1616) hat im 9. Kapitel des 11. Buches Krankheit und Tod seines Helden Don Quixote beschrieben: Der Ritter erkrankt am Fieber, und der Arzt teilt ihm mit, er solle Frieden für seine Seele erbitten. Don Quixote schläft 6 Stunden lang, als sei er bereits ins Jenseits hinübergetreten, und erwacht voller Seligkeit: er hat gelernt, seinen Tod zu akzeptieren, und nimmt Abschied voller Zuversicht und Liebe. Zugleich stellt er seinen Lebensweg als Plan seiner Seele dar. Seine sogenannten Thorheiten seien Erfüllung eines hohen Auftrages, den seine Seele in diesem seinem Leben zu erfüllen gehabt habe.

Moliere[Bearbeiten]

Porträt Molières als Dichterfürst (1658) von Nicolas Mignard

Jean Bapatiste Moliere (1622-73) hat in seinem letzten großen Bühnenwerk den " Eingebildeten Kranken" beschrieben. In einem furiosen Kampf um Liebe und Erbe wird der Kranke als Hypochonder beschrieben - eine insofern besonders tragisch anmutende "Geschichte", weil der Dichter nach der selbst inszenierten Uraufführung - noch im Kostüm seines Titelhelden - an einem akuten Malaria-Anfall verstorben ist.

Schiller[Bearbeiten]

Schiller als Regimentarzt, 1781/1782. Gemälde von Philipp Friedrich Hetsch

Johann Christoph Friedrich Schiller (1759 bis 1805) wurde 1780 zum Doktor der Medizin promoviert. Er hatte eine umstrittene und zunächst zurückgewiesene Arbeit über die »Philosophie der Physiologie« vorgelegt, in der er seine Theorie von den Wechselwirkungen zwischen Körper und Seele - oftmals apodiktisch und programmatisch - vortrug. Die für sein weiteres Leben bestimmende Maxime bestand in der absoluten Unterwerfung des Körpers durch den freien Willen. Schon wenige Jahre später musste er schwere Infektionskrankheiten hinnehmen: zunächst Malaria und dann die Tuberkulose. Ein primärer Infekt durch das Mycobakterium tuberkulosis kann gutartig verlaufen, wenn nach kurzer Lungenkrankheit die so genannten Herde verkäsen. Es bildet sich ein käsiger Wall um die Bakterien-Kolonie; und nur in Situationen verminderter Immunität bricht dieser Wall auf, so dass die Bakterien in alle Richtungen absiedeln und metastasieren können (sekundäre Tbc). Vermutlich durch immer wieder auftretende Schübe der Malaria-Erkrankung war die Situation verminderter Immunität gegeben, so dass Schiller, der visionäre Dichter des »Erhabenen« und der Freiheit im "Reich des schönen Scheins" der Tuberkulose unterlag. Schwere Krisen erschütterten Körper, Geist und Seele dieses Dichters und Philosophen der »Freude», bis er im Alter von 46 Jahren der damals unheilbaren Infektionskrankheit erlag. Die Seele hatte die Inkarnation in ein irdisches Leben erwählt, dass der Menschheit die ästhetische Theorie der Freiheit und die großen Dramen von den »Räubern« bis zum »Wallenstein« und zugleich das tragische Ende durch Tuberkulose zeigen sollte. Es war der Lebensplan einer großen, »alten« Seele.

Georg Büchner[Bearbeiten]

Georg Büchner um 1830

Georg Büchner (1813 bis 1837) hatte sich als Dichter des Dramas »Dantons Tod« und als politischer Aktionär mit der Flugschrift »Der hessische Landbote« hervorgetan. Zugleich war er als medizinischer Forscher an den Universitäten Straßburg und Gießen auf den Gesichtsnerven (besonders den Nervus facialis) konzentriert. Schließlich entfaltete » Lenz« die Erzählung einer psychotischen Depression in der Nachfolge von Goethes »Werther«. Hinterlassen, und postum veröffentlicht, kennen wir das Dramen-Fragment »Woyzeck«, in dem die suizidale Depression eines kleinen Soldaten aufgeführt wird. Als Wissenschaftler an der exakten Erkundung der Nervenbahnen beteiligt, hat der politische Protestant den so genannten jungdeutschen Weg in die antifeudale Freiheit verfolgt. Dahingerafft durch Typhus - eine bakterielle Infektionskrankheit des Magen-Darm-Taktes - erfüllte sich seine im »Woyzeck« dargelegte Auffassung, der Mensch wähne sich, frei zu sein. Doch die Determiniertheit des Körpers durch Hunger, Tod, Krankheit und Libido sei desillusionierend wirklich. Der Körper dieser »reifen« Seele wurde durch einen Infekt dahingerafft, bevor die Häscher der preußischen Polizei eine Inhaftierung veranlassen konnten. Der Lebensplan verfolgte politische Freiheit mit den Mitteln künstlerischer Literatur. Eine metaphysische Fundierung in religiösen Konzepten wird ausdrücklich zurückgewiesen. Die »reife« Seele des Georg Büchner hat im zufälligen Tod durch einen Typhus-Infekt ihr frühes Lebensende gefunden.

Heinrich Heine[Bearbeiten]

Heinrich Heine, 1831, Gemälde von Moritz Daniel Oppenheim


Heinrich Heine, der höhnisch-arrogante Student der Göttinger Rechtsfakultät, hatte in seiner »Harzreise« betont, ein Apostel der bürgerlichen Liebe sei er nicht. (»Du hättest so schön, mein Schätzchen, von unserer Liebe erzählt«: so heißt es in einem Gedicht über den großbürgerlichen Teetisch, an dem sie »von Liebe viel« sprachen). Folgerichtig hat ihn der Infekt durch Treponema pallidum hingestreckt. Die Mikroorganismen treten - besonders beim Geschlechtsakt - von einem bereits Infizierten zum Partner über und verursachen zunächst eine leichte, ulzeröse Erkrankung (offene Wunden am Genitale). Nach Ausbreitung des Erregers im gesamten Körper wird das Gehirn befallen. Lähmungen und schließlich der Tod sind die Folge (tertiäre Lues). Heinrich Heine hat in seinem lebenslangen Kampf gegen verlogene Bürgermoral die schweren Leiden der Syphilis im Pariser Exil erlitten (von ihm so genannte »Matratzengruft«). Im Alter von etwa 57 Jahren ist er der Syphilis erlegen, die zum Lebensplan der Seele gehörte. Es galt, die Emanzipation von der preußischen Kleinbürgerlichkeit zu erfahren und konsequent den frühen Tod durch die Syphilis zu erleiden. Die Dichtungen vom »Buch der Lieder« über die »Harzreise« und »Deutschland ein Wintermärchen« bis hin zum »Romanzero« waren sozusagen der Ertrag dieses Lebens mit Syphilis.

Dostojewski[Bearbeiten]

Portrait des Schriftstellers Fjodor Dostojewski, Öl auf Leinwand (1872) von Wassili Grigorjewitsch Perow, Tretjakow-Galerie, Moskau

Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821 bis 1881), nach Zwangsarbeit in Sibirien von einem atheistischen Sozialismus damaliger Zeit zum russisch-orthodoxen Glauben konvertiert, zeigt in seinem Roman » Der Idiot« (1868/9) einen russischen Fürsten, der an einer epileptischen Krankheit leidet.

Das West-Syndrom wurde in den vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts von dem englischen Chirurgen William James West (1793 bis 1848) zuerst beschrieben. Es beruht auf einer angeborenen Mutation am so genannten Polyalanin-Gen (ARX.; Lokalisation Xp 22;13, daher häufiger bei Männern symptomatisch; später auch nach Ohtahara benannt). Unbehandelt beginnen die Kinder im Alter von Monaten bis Jahren mit so genannten BNS-Krämpfen (Abkürzung für blitzartige Grimassen, Nicken und eine Verbeugung des Oberkörpers, die dem islamischen »Salemaleikum« ähnelt: »Blitz-Nick-Salaam«). Die Erkrankung verläuft meist chronisch-progressiv, so dass die jungen Menschen infolge der immer wieder auftretenden Hirn-Krämpfe nach und nach neurologische Defizite entwickeln und schließlich vorzeitig versterben.

Dostojewski - selbst von dieser damals unbehandelbaren Krankheit befallen - teilte die im russisch-orthodoxen Glauben verbreitete Ansicht, die epileptischen Menschen seien von Gott gesegnet, indem sie vor jedem Kampfanfall für einige Minuten einen Zustand der inneren Ruhe (vergleichbar der transzendentalen Meditation) erreichten und wunderbare Visionen des Jenseits erleben. Solche vom Jenseits-Erlebnis geläuterten Menschen mit zunehmend gravierenden Störungen der Bewegung, Wahrnehmung und Erinnerung wurden »Idiot« genannt, weshalb Dostojewski diese Bezeichnung als Titel für seinen Roman wählte.

»Die Hauptidee des Romans ist, einen vollkommen schönen Menschen darzustellen,« schreibt Dostojewski selbst über diesen Roman. Der Fürst Myschkin wird als demütig und bescheiden und als Verkörperung des Heiligen in einer heillosen Welt bezeichnet.

Dostojewski hatte die Vorstellung, der Konflikt der russischen Zeitgenossen bestehe vor allem in einem Gegeneinander sozialistischer Revolte und zutiefst religiöser Schulderfahrung. Diese Dynamik der russischen Gesellschaft wird durch die Darstellung der eigenen »Ideologie« als Lebensaufgabe geschildert. Sowohl der Romanheld Myschkin als auch der Dichter selbst haben die Verkörperung der eigenen Seele in dieser Weise verstanden.

Tschechow[Bearbeiten]

Im Alter von 38 Jahren, Portrait von Osip Braz

Der russische Epiker Anton P. Tschechow (1860-1904) hat 1893 eine Erzählung mit dem Titel »Krankensaal Nummer 6« publiziert. Der Chefarzt eines äußerst verwahrlosten psychiatrischen Krankenhauses wird schließlich selbst »eingeliefert« und von seinen Mitpatienten erschlagen. Er fällt in Missständen zum Opfer, gegen die er in seinem Berufsleben nichts unternommen hat.

Döblin[Bearbeiten]

Bildnis Alfred Döblin von Ernst Ludwig Kirchner, 1912

Der Arzt Alfred Döblin (1878-1956) veröffentlichte 1912 einen Band mit Erzählungen: »Die Ermordung einer Butterblume«. Einer der Texte schildert das gespannte Verhältnis einer Tänzerin zu ihrem trainierten Leib, den sie schließlich vor den Augen des Arztes mit einer Schere ersticht. (»Die Tänzerin und der Leib« 1912). »Du Affe, du Schlappschwanz«, sind ihre letzten Worte, denn der Arzt vermochte es nicht, der Seele die Schmerzen zu nehmen. Ein lebenslanger Kampf von Seele und Leib um die Vorherrschaft geht auf diese mörderische Weise zu Ende. Dem Arzt gelingt es nicht, den Konflikt zwischen Leib und Seele zu lösen, und dem Dichter bleibt nur die höhnische Darstellung dieses desillusionierenden Befundes.

Hemingway[Bearbeiten]

Ernest Hemingway (1899-1961) , der chronisch Leber-kranke Sohn eines Selbstmörders (Hämochromatose) - und schließlich in gleicher Weise verzweifelt aus dem Leben geschieden - stellt in seinem Roman »Der alte Mann und das Meer« den Lebenskampf eines Fischers dar. 1954 wurde er besonders wegen dieser Erzählung mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. »Man kann vernichtet werden, aber man darf nicht aufgeben«, so lautet die Sentenz des vielschichtigen Werkes. Santiago, begleitet von dem Fischerjungen Mandolin, fängt einen riesigen Schwertfisch, den er mit unendlichen Mühen ans heimatliche Gestade schleppt. Jedoch haben die Haie inzwischen nur noch das Gerippe des Fisches übrig gelassen. Erschöpft legt sich der alte sozusagen schlafen, umsorgt vom Fischer der nächsten Generation, der aus dem Kampf des Alten seine Lehre gezogen hat.

Camus[Bearbeiten]

Albert Camus

Camus (1913-60) schildert 1947 die Pest als Allegorie des Absurden. Der Arzt Rieux kämpft in selbstloser Aufopferungen gegen die schwere Infektionskrankheit, die sich als Ausdruck einer Welt mit Kriegen, Atombomben, Konzentrationslagern und Maschinenherrschaft erweist. Der Dichter, der sich zum Schluss als der Arzt erweist, bekämpft die Krankheit, ohne seinem Tun einen tieferen Sinn geben zu können.

Thomas Mann[Bearbeiten]

Thomas Mann, 1937
Foto von Carl van Vechten

Thomas Mann (1875-1955) hat in zwei großen Romanen die Krankheit thematisiert:

  • Der Zauberberg 1924
  • Dr. Faustus 1946.

Der »Zauberberg« erzählt die Geschichte Hans Castorps, der als junger Mann dem Lungensanatorium zu Davos einen Besuch abstattet und wegen eines bagatellösen Tuberkulose-Infektes mehrere Jahre in der Gesellschaft des Sanatoriums verbleibt. Erst der Ausbruch des Ersten Weltkrieges verursacht die Rückkehr des hypochondrisch besorgten Pseudopatienten. Die morbide Gesellschaft der Lungenkranken verleitet zur Sorge um Krankheit und Tod. »Der Mensch soll um der Liebe und Güte willen dem Tode keine Herrschaft einräumen über seine Gedanken.« (Kapitel 6)

»Dr. Faustus« - alias der Komponist Adrian Leverkühn - infiziert sich bei einem Bordell-Besuch. Die Syphilis quält und inspiriert den 12-Ton-Komponisten jahrzehntelang, bis der Tod ihn dahinrafft. Der »Wahnsinn« - als späte Folge der Krankheit - wird in verschiedenen Episoden dargestellt. Er führt in den Tod und ermöglicht eine Tonkunst, die die Erfahrung des Jenseits thematisiert.

Benn[Bearbeiten]

Gottfried Benn ca. 1951; Zeichnung von Tobias Falberg

Gottfried Benn (1886-1956) hat vielfältig Krankheit und Tod in seinen Gedichten und Erzählungn thematisiert. Bereits als Assistenzarzt für Pathologie veröffentlichte er die Gedichtsammlung "La Morgue" (1912). In desillusionierender Weise werden Eindrücke aus dem Sektionssaal mit der Auffassung in Verbindung gebracht, Seele und Gott seien pure Einbildung. "Der Arzt", ein Zyklus aus drei Gedichten, drückt Benns Seelen-Nihilismus in folgender Weise aus:

"Ihr sprecht von Seele - was ist eure Seele?
 Verkackt die Greisin Nacht für Nacht ihr Bett -
 Schmiert sich der Greis die mürben Schenkel zu,
 und ihr reicht Fraß, es in den Darm zu lümmeln,
 meint ihr, die Sterne samten ab vor Glück ...?"
(Benn 1998)

Curt Goetz[Bearbeiten]

Curt Goetz mit Leopoldine Konstantin (1917)

Curt Goetz (1888-1960) hat in seinem Lustspiel "Frauenarzt Dr. med. Hiob Prätorius" (1929/1953) eine spirituelle Deutung des Zusammenhangs von Dichtung und Krankheit gegeben. Der berühmte Universitätsprofessor für Gynäkologie hält eine improvisierte Rede vor einer Klasse junger Anatomiestudentinnen. Der Tod sei der "Feind" des Arztes. Mit jeder Behandlung müsse der Arzt dem Tode hasserfüllt entgegentreten. Aber eine Bewältigung von Krankheit und Tod kann nur durch Humor gelingen. "Wer mit Humor zu sterben verstünde, der hätte die höchste Stufe des Lebens erreicht." Dementsprechend versucht der Arzt im Gespräch, den Humor des Patienten zu (re-)aktivieren; und damit wird die Sentenz erreicht: "Ein Arzt, der kein Künstler ist, ist kein Arzt." Die Befähigung des Therapeuten, im Patienten den Humor zu wecken, ist mit der des künstlerischen Humoristen (in Musik, bildender Kunst und Literatur) identisch. Dichtung ist Therapeutikum: lebenslang und besonders bis in den Tod.

Alexander Solschenizyn[Bearbeiten]

Solschenizyn in Wladiwostok, 1994

Alexander Solschenizyn (1918 - 2008) hat in seinem Roman »Krebsstation« (1968) - ähnlich den großen Krankheitsdichtungen Thomas Manns und Albert Camus - Krankheit nicht nur als Motiv oder Motivkomplex behandelt; sondern die bösartige Erkrankung aller Helden des Romans wird zum Thema einer Analyse Post-Leninistischer Verhältnisse. Die sog. Heilung der Hauptfigur Rusanov führt zurück in die Skrupellosigkeit eines Karriere-besessenen Fabrikdirektors. Sein Gegenspieler Kostoglotov, der sich im Strafgefangenenlager nicht den Glauben an Freiheit und innere Glückseligkeit hatte rauben lassen, verliert durch Bestrahlung seine Fertilität. Ins alltägliche Leben zurückgekehrt, hat er die Libido als primitives Glücksgefühl zurückgehalten. Aber die Fruchtbarkeit als Symbol der Vermittlung einer neuen Zukunft ist durch die Krebsstation zu Grunde gerichtet. Motivgeschichtlich steht dieser Nobelpreis-gekrönte Roman im Kontext der großen Krankheitsdichtungen des 20. Jahrhunderts und zeigt wie kein anderer die desillusionierte Hoffnung auf eine Zukunft für Russland.

Heinrich Böll schreibt in einer undatierten deutschen Übersetzung für Bertelsmann: »Auch den heftigsten Befürwortern einer »besseren Zukunft« sollte es nicht schwer fallen zu erkennen, dass nicht die Schriftsteller, sondern die »Rusanovs« die Krebsgeschwulste der Gesellschaft sind. Eine solche Erkenntnis könnte den sozialistischen Realismus nur befreien und seine Literatur so »konkurrenzfähig« machen wie es Solschenizyns Roman ist« (Böll o.J., S. 9).

Peter Härtling[Bearbeiten]

Peter Härtling (geboren 1933) hat vor allem vier große Krankheits-Romane verfasst: - Hölderlin 1976 - Herzwand. Mein Roman 1990 - Schubert 1992 - Schumanns Schatten 1996.

Der Roman über Hölderlin thematisiert den Zusammenhang dichterischer Genialität mit Hölderlins Psychose. In seiner Autobiografie, die er »mein Buch« nennt, bildet die koronare Herzkrankheit den Anlass, über das verflossene Leben nachzusinnen. In der Biografie Schuberts spielt die Syphilis des romantischen Komponisten eine Lebens-entscheidende Rolle. »Schumanns Schatten« stellt die endogene Psychose als tragische Wende im Leben des großen Musiker-Ehepaares dar.

Wolfgang Abaelard[Bearbeiten]

Wolfgang Abaelard hat in einem spirituellen Roman »Bekenntnisse eines Leukämie-Ehemannes« niedergelegt (Abaelard 2008). Nach Verlust seiner geliebten Ehefrau, die er »Eurydike« nennt, lässt er das gemeinsame Leben, den Verlauf der Krankheit und die ersten Monate der Trauer Revue passieren. Der besondere Aspekt dieses Eurydike-Romans liegt auf der spirituellen Bewältigung der Krankheit. Letztlich hat der Tod das Liebespaar nur umso enger zusammengeführt.

Literatur als Therapie[Bearbeiten]

Dichtung wird als Heilmittel verwendet. Grundsätzlich werden vier Methoden unterschieden:

  • Psychodrama
  • Lesetherapie
  • Schreibtherapie (kreatives Schreiben)
  • Literarische Anthropologie.

Das Psychodrama ist eine gruppendynamische Rollenspiel-Therapie, durch die der Patient (Protagonist) seine Probleme in Szene setzt. Die weiteren Mitglieder der Gruppe spielen nach den Vorgaben des Protagonisten Vater, Mutter, Schwester etc., so dass eine dramatische Inszenierung entsteht. Haupt-Zielsetzung eines solchen Vorgehens ist das bewusste Wieder-Erleben von Situationen, die im Leben des Patienten einstmals Traumatisierung hervorgerufen haben.

Die Lesetherapie nutzt die emotionalen Prozesse, die bei der Literatur-Rezeption ausgelöst werden. In Gruppen- beziehungsweise so genannten Einzelgesprächen werden die Deutungen, Mitempfindungen und Aversionen der Leser thematisiert. Durch solche Gespräche soll der Patient seine eigenen Konflikte zur Sprache bringen, indem er die Erlebnisse eines fiktiven Helden bearbeitet (vgl. Matthies 2008).

Die Schreibtherapie nutzt in ähnlicher Weise wie die Lesetherapie die Identifikation des Rezipienten mit einem fiktiven Helden. Allerdings schafft sich der Patient seine literarische Fiktion selbst, indem er ein Gedicht oder eine Erzählung herstellt (vgl. Heimes 2008).

Die literarische Anthropologie gilt als die Metatheorie der zuvor genannten drei Verfahren. Jede Gesellschaft produziert ihre literarischen Erzeugnisse, indem die reale Erfahrungen fiktiv wiederholt und dadurch eventuell differenzierter nacherlebt werden (Iser 1991).

Zusammenfassung[Bearbeiten]

Zusammenfassend wird Krankheit zunächst (besonders im Altertum) als Motiv zur Überwindung des Todes verwendet. Im Mittelalter kommen metaphorische Liebes Krankheit und Parzival Dilemma hinzu. Nach Verspottung der »eingebildeten« Krankheit (Molière) entdeckte das 19. Jahrhundert vor allem die psychiatrische und neurologische Krankheit (Büchner, Dostojewski). Das 20. Jahrhundert entfaltete in allen Gattungen Krankheits Motive. Neben nihilistisch-pessimistischen Auffassungen (zum Beispiel Benn, Camus) stehen vor allem die großen Romane »Der Zauberberg« und »Dr. Faustus« von Thomas Mann und Solschenizyns »Krebsstation«. Die neue Spiritualität des 21. Jahrhunderts zeigt alte (und junge) Wege zur Überwindung des Todes.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Bankl: Woran sie wirklich starben: Krankheiten und Tod historischer Persönlichkeiten. Verlag Maudrich 5. Aufl. 2005.
  • Hans Bankl: Viele Wege führten in die Ewigkeit. Verlag Maudrich 3. Aufl. 2005.
  • Hans Bankl: Der Rest ist nicht Schweigen. Verlag Maudrich 1992.
  • Gottfried Benn: Der Arzt. In: Sämtl. Gedichte. Stuttgart 1998.
  • Heinrich Böll: Vorwort. In: Alexander Solschenitzyn: Krebsstation. Bertelsmann Verlag o. J.
  • Eugen Drewermann: „Ich steige hinab in die Barke der Sonne.“ Alt-Ägyptische Meditationen zu Tod und Auferstehung in Bezug auf Joh. 20/21. Düsseldorf 1989.
  • Dietrich von Engelhardt: Medizin in der Literatur der Neuzeit. Bd. 1 Hürtgenwald 1991.
  • Elisabeth Frenzel: Stoff- und Motivgeschichte. Stuttgart 1966.
  • J. Fürst; K. Ottomeyer, H. Pruckner: Psychodrama-Therapie, Facultas 2004.
  • Varda Hasselmann, Frank Schmolke: Archetypen der Seele. Münchend 2005.
  • Silke Heimes: Kreatives und therapeutisches Schreiben: Ein Arbeitsbuch. Göttingen 2008.
  • Wolfgang Iser: Das Fiktive und das Imaginäre – Perspektiven literarischer Anthropologie. 1991.
  • Günther Kleefeld: Das Gedicht als Sühne: Georg Trakls Dichtung und Krankheit; eine psychoanalytische Studie. Tübingen 1985.
  • H. Kulessa (Hrsg.): Herznaht. Ärzte, die Dichter waren – von Benn bis Schnitzler. Hamburg etc. 2005.
  • Klaus Matthies: Sinnerfahrungen und Reflexionen in Kunst und Therapie. Hamburg 2008.
  • Jeffrey Meyers: Disease an the Novel, 1880–1960. London 1985.
  • Ortrun Riha: Psychosomatische Dichtung oder: Von der Metapher zur Krankheit. In: Angelika Corbineau-Hoffmann, Pascal Nicklas (Hrsg.): Körper/Sprache. Hildesheim 2002, S 95-113.
  • Linda Roethlisberger: Der sinnliche Draht zur geistigen Welt. Ein Lehrbuch zur Entfaltung der medialen Anlagen und der eigenen Persönlichkeit. München 2005.
  • Rudolf Treichler: Friedrich Hölderlin: Leben und Dichtung, Krankheit und Schicksal. Stuttgart 1987.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Platon, Phaidon, in: Sämtliche Werke Bd. II, Hamburg 1994.
  2. Seneca: Briefe an Lucilius; Epistulae morales ad Lucilium hrsg. Fink, Gerhard. Düsseldorf 2007, Nr. 13 ff.> Es wird der Suizid des Cato behandelt. Der „Fall“ wird in Gottscheds Drama Sterbender Cato u. a. Daramen der Zeit neu behandelt. Vgl. Gottsched, Johann Christoph: Sterbender Cato 1732. In: Ausgewählte Werke hrsg. Birke, Joachim. Berlin 1968-95.
  3. Matth. 15,22; 8,2; 8,3; 9,2; Mark. 7,31; 8,22; 10,46; Luk 13,10; 14,1;17,11; 22,50; Joh. 4,46; 5,1; 9,1
  4. vgl. Wolfram von Eschenbach: Parzival. Hrsg. Leitzmann, Albert. 7. Aufl.1961
  5. Gottfried von Strassburg: Tristan und Isold. Hrsg. Ranke, Friedrich. Berlin etc. 1966
  6. Miguel de Cervantes Saavedra: Don Quixote von la Mancha. Übers. von Ludwig Tieck, Hrsg. Lange, Susanne. München: Hanser 2008 <
  7. Jean B.P. Molière: Der eingebildete Kranke. Frankfurt: Insel 2006
  8. vgl Anm 1, S. 70 c/d
  9. vgl Anm. 1 S.72i
  10. PlatonPlaton: Apologie, Kriton. Stuttgart 1982, S. 36
  11. Anm. 2: Epistulae Morales Nummer 70
  12. ...

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