Berber (Wohnungsloser)

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Unter Berbern versteht man in Deutschland die Angehörigen bestimmter, sozial organisierter Teilgruppen[1] von nicht sesshaften Wohnungslosen.

Die Berber entwickelten unter sich Kultur und Umgangssprache, und sind als Gemeinschaft darauf bedacht, sich als Wohnungslose zu unterstützen und Berbern, die neu auf der Platte sind, die Wege in Institutionen zu weisen, durch deren Hilfe sie weiterhin bestehen können. Unter Berbern herrscht ein strenger Verhaltenskodex ungeschriebener Regeln, der sich grob mit Solidarität untereinander, Verbot des Diebstahls und unaufdringlichem Verhalten umreißen lässt.

Die meisten Berber lehnen Sozialhilfe von Seiten des Staates ab und leben von den Wohltaten anderer Menschen. Sie verstehen sich nicht als Bettler, sondern als Schnorrer, jedoch nicht im negativen Sinne. Berber als solche unterscheiden sich von gemeinen Wohnungslosen dahin, dass sie sich meist freiwillig für ein Leben auf der Straße entscheiden.

In Esslingen hat sich ein Verein Bürger für Berber gegründet. [2]

Regelmäßig jährlich veranstaltet die Landes-Arbeits-Gemeinschaft Wohnungsloser Menschen Berbertreffen. Das letzte, bisher 11. Berbertreffen fand 2007 im St. Ursula-Heim in Offenburg statt.[3]

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Hannes Kiebel: Na, Du alter Berber
  2. Verein Bürger für Berber e.V.
  3. Bericht vom Berbertreffen 2007 in Offenburg

[Bearbeiten] Literatur

  • Rüdiger Heins: Von Berbern und Stadtratten. Lamuv, Göttingen 1998, ISBN 3-88977-506-3
  • Hannes Kiebel: „Na, du alter Berber“ - Beschreibung einer Spurensuche zum Begriff „Berber“. In: mob - magazin #6 vom September 1995; Berlin 1995, S. 2ff und in: wohnungslos 3/95. Bielefeld 1995, S. 102-105.
  • Jürgen Malyssek, Klaus Störch: Wohnungslose Menschen - Ausgrenzung und Stigmatisierung; Freiburg 2009; Lambertus Verlag; ISBN 978-3-7841-1867-3.

[Bearbeiten] Weblinks

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