Bergamt

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Ein Bergamt ist eine untere staatliche Aufsichtsbehörde. Sie übt die unmittelbare Bergaufsicht über alle mit einem Bergbaubetrieb zusammenhängenden Tätigkeiten, Einrichtungen und Anlagen aus. Dazu zählen auch die Förderung und Überwachung der Betriebssicherheit und der Arbeitssicherheit.

Deutschland[Bearbeiten]

Rechtsgrundlage für die Bergaufsicht ist in Deutschland das Bundesberggesetz. Für den Vollzug des Bundesberggesetzes sind die Länder zuständig, daher sind die Bergämter Landesbehörden:

Regionale Bergämter[Bearbeiten]

Historische Bergämter[Bearbeiten]

Sachsen[Bearbeiten]

Die ersten Bergämter in Sachsen bildeten sich um 1500 heraus. Bis zur Schaffung eines einheitlichen Landesbergamtes 1869 in Freiberg wurden Bergämter je nach Bedeutung des Bergbaus getrennt oder zusammengelegt. Über längere Zeiträume waren folgende Bergämter eingerichtet:

Darüber hinaus gab es noch zahlreiche Vasallenbergämter, die das Verleihrecht auf niedere Metalle, wie Zinn und Eisen, sowie eigene Berggerichtsbarkeit besaßen.

Österreich[Bearbeiten]

In Österreich war dies bis zum Inkrafttreten des Mineralrohstoffgesetzes am 1. Januar 1999 die Berghauptmannschaft, seitdem sind es die Montanbehörden.

Niederlande[Bearbeiten]

In den Niederlanden wird die staatliche Bergaufsicht durch die Staatstoezicht op de Mijnen (SodM) wahrgenommen. Ein wichtiges Aufgabengebiet ist die Aufsicht über die Ölförderung in der Nordsee.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Geschichte des Geologischen Landesamts

Weblinks[Bearbeiten]