Berge (Niedersachsen)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Osnabrück | |
| Samtgemeinde: | Fürstenau | |
| Höhe: | 69 m ü. NN | |
| Fläche: | 66,78 km² | |
| Einwohner: |
3.694 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 55 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 49626 | |
| Vorwahl: | 05435 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OS | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 4 59 009 | |
| Gemeindegliederung: | 5 Gemeindeteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Tempelstr. 8 49626 Berge |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Volker Brandt (SPD) | |
| Lage der Gemeinde Berge im Landkreis Osnabrück | ||
Berge ist eine Gemeinde innerhalb der Samtgemeinde Fürstenau an der nordwestlichen Grenze des Landkreises Osnabrück in Niedersachsen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Geografische Lage
Berge liegt innerhalb Norddeutschlands im nordwestlichen Landkreis Osnabrück in den nördlichen Ausläufern der Geestlandschaft der Ankumer Höhe und gehört zum Naturpark Nördlicher Teutoburger Wald-Wiehengebirge. Unmittelbar nördlich und östlich schließt sich die naturräumliche Einheit Artland als flache Geestlandschaft an, welche überwiegend von Niedermooren und Bruchwäldern geprägt ist. Daneben spielt der Anbau von Maiskulturen eine weitere Rolle im Bild der Landschaft. Westlich der Ortschaft durchquert man den Börsteler Wald als Teil der Ankumer Höhe, wiederum westlich des Waldgebietes schließt sich der Ortsteil Grafeld und das Emsland an.
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Berge grenzt im Norden an Menslage, im Osten an Kettenkamp und Eggermühlen, im Süden an Bippen sowie im Westen an den Landkreis Emsland mit den Gemeinden Wettrup, Dohren und Herzlake.
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Gemeindeteile:
- Anten
- Berge
- Dalvers
- Grafeld
- Hekese
- Börstel - Stift Börstel
[Bearbeiten] Klima
Die Gemeinde Berge liegt in der gemäßigten Klimazone, darüber hinaus im Bereich des direkten Einflusses der Nordsee. Insgesamt fallen im Jahresmittel 700 mm Niederschlag, woran sich der maritime Einfluss erkennen lässt. Darüber hinaus werden im Sommerhalbjahr eher seltener Sommertage erreicht (damit definiert man ein Temperaturmaximum von > 25 °C). Im Winter hingegen sind die Temperaturen oftmals höher als weiter im Landesinneren, sodass stattliche Schneedecken eher eine Rarität sind. Herbststürme bspw. sind hingegen keine Seltenheit. Die nächstgelegenen Wetterstationen befinden sich in Meppen, Lingen, Löningen sowie Diepholz.
[Bearbeiten] Geschichte
Im Gebiet der Gemeinde liegen die relativ gut erhaltenen Megalithanlagen von Hekese, etwa einen Kilometer südlich des Dorfes. Die Anlagen (Nr. 883 und 884 nach Sprockhoff) des Ganggrabtyps sind ungewöhnlich groß (19 bzw. 20 Meter lang) und in für Deutschland einzigartiger Weise mit einer 53 Meter langen, jedoch nicht mehr vollständigen Steinreihe verbunden. Jene Anlagen passiert auch die Straße der Megalithkultur, welche zahlreiche Großsteingräber Norddeutschlands miteinander verbindet. Die heutige Gemeinde Berge wurde bei der Gebietsreform 1972 aus den Gemeinden Anten, Berge, Börstel, Dalvers, Grafeld und Hekese gebildet. Berge ist ist eine Etappe der Straße der Megalithkultur.[2]
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen von Berge im jeweiligen Gebietsstand und jeweils zum 31. Dezember.
Bei den Zahlen handelt es sich um Fortschreibungen des Landesbetriebs für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen[3] auf Basis der Volkszählung vom 25. Mai 1987.
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1987 | 3280 |
| 1990 | 3305 |
| 1995 | 3599 |
| 2000 | 3681 |
| 2005 | 3756 |
| 2010 | 3694 |
1Ab 2008 enthalten die den Wanderungsdaten zugrunde liegenden Meldungen der Meldebehörden zahlreiche Melderegisterbereinigungen, die infolge der Einführung der persönlichen Steuer-Identifikationsnummer durchgeführt worden sind. Daher sind die Daten nur eingeschränkt aussagekräftig.
[Bearbeiten] Politik
Der Gemeinderat hat gegenwärtig 15 Mitglieder aus 4 Parteien oder Gruppen. Hinzu kommt der Bürgermeister als stimmberechtigter Vorsitzender des Rates.
Die folgende Tabelle zeigt die Kommunalwahlergebnisse seit 1996.
| Rat der Gemeinde Berge: Wahlergebnisse und Gemeinderäte | |||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| CDU | SPD | Grüne | FDP | UWG1 | Einzel- bewerber |
Sonstige | Gesamt | Wahl- beteiligung |
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| Wahlperiode | % | % | % | % | % | % | % | % | % | ||||||||||
| 1996 – 2001 | 60,2 | 10 | 34,6 | 5 | 5,2 | 0 | - | - | - | - | - | - | - | - | 100 | 15 | 68,9 | ||
| 2001 – 2006 | 62,4 | 10 | 34,6 | 5 | 3,0 | 0 | - | - | - | - | - | - | - | - | 100 | 15 | 63,0 | ||
| 2006 – 2011 | 44,6 | 7 | 41,8 | 6 | 1,9 | 0 | - | - | 11,7 | 2 | - | - | - | - | 100 | 15 | 69,5 | ||
| 2011 – 2016 | 36,57 | 5 | 51,15 | 8 | 3,71 | 1 | - | - | 8,57 | 1 | - | - | - | - | 100 | 15 | 65,37 | ||
| Prozentanteile gerundet. Quellen: Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen,[4] Landkreis Osnabrück.[5][6] Bei unterschiedlichen Angaben in den genannten Quellen wurden die Daten des Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie verwendet, da diese eine insgesamt höhere Plausibilität aufweisen. 1Unabhängige Wählergemeinschaft |
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[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
Von 1904 bis 1952 besaß Berge durch die Kleinbahn Lingen–Berge–Quakenbrück einen Eisenbahnanschluss, Stationen befanden sich in Berge selbst sowie im heutigen Ortsteil Dalvers. Der Berger Bahnhof war bis 2008 Sitz der Gemeindeverwaltung, auf der ehemaligen Gleisfläche erinnern zwei Güterwagen als Denkmal an die Kleinbahn.
Der nächste Anschluss an das Netz der Reichs- bzw. Bundesbahn war ab 1879 der Bahnhof der früheren RhE in Bippen in etwa 5 km Entfernung. Hier wurde der Personenverkehr 1969 und der Güterverkehr 1978 eingestellt.
Heute wird der ÖPNV in Berge und Umgebung durch die Verkehrsgemeinschaft Osnabrück mit Bussen erbracht, Berge wird dabei von vier Linien erreicht, unter denen die Linie 640 (Fürstenau–Berge–Quakenbrück) die wichtigste Verbindung ausmacht.
[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen
In Berge fertigt die Firma Segler-Förderanlagen Maschinenfabrik GmbH mit 77 Mitarbeitern Förderanlagen für verschiedene Industriezweige.[7]
Die Firma August Bruns GmbH & Co. KG baut Passivhäuser unter dem Markennamen EVO|Passivhaus.[8]
[Bearbeiten] Bildung
In Berge findet sich neben der Grundschule die Haupt- und Realschule Berge mit etwa 340 Schülern.[9] Das nächste Gymnasium findet sich im Emsland in Handrup.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Personen, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen
- Paul Freytag, Maler und Zeichner, lebte seit 1926 auf dem Gut Hengholt
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen – Bevölkerungsfortschreibung (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.strassedermegalithkultur.de/
- ↑ Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Bevölkerungsfortschreibung
- ↑ Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Tabelle 5000311
- ↑ Landkreis Osnabrück, Amtliche Endergebnisse der Kreiswahl am 9. September 2001
- ↑ Landkreis Osnabrück, Die Kommunalwahl Osnabrücker Land vom 10. September 2006; Amtliche Endergebnisse
- ↑ Segler Förderanlagen – Übersicht. Segler Förderanlagen GmbH, abgerufen am 2. Mai 2010 (html, deutsch).
- ↑ EVO|Passivhaus. August Bruns GmbH & Co. KG, abgerufen am 2. Mai 2010 (html, deutsch).
- ↑ Unsere Schule – HRS-Berge. Haupt- und Realschule Berge, abgerufen am 2. Mai 2010 (html, deutsch).
[Bearbeiten] Literatur
- Werner Dobelmann, Berge. Geschichte einer Landgemeinde. Verlag Oelkers, Quakenbrück 1981, ISBN 3-923664-00-1.
Alfhausen | Ankum | Bad Essen | Bad Iburg | Bad Laer | Bad Rothenfelde | Badbergen | Belm | Berge | Bersenbrück | Bippen | Bissendorf | Bohmte | Bramsche | Dissen am Teutoburger Wald | Eggermühlen | Fürstenau | Gehrde | Georgsmarienhütte | Glandorf | Hagen am Teutoburger Wald | Hasbergen | Hilter am Teutoburger Wald | Kettenkamp | Melle | Menslage | Merzen | Neuenkirchen | Nortrup | Ostercappeln | Quakenbrück | Rieste | Voltlage | Wallenhorst
