Bergische Sonne
Die Bergische Sonne ist eine 1992 als Freizeit- und Erlebnisbad erbaute Wellness- und Saunaanlage auf Lichtscheid in Wuppertal. Als Bergische Sonne Wuppertal GmbH wird der Betrieb als eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung unter der Leitung von Nadine Ayachi und Haluk Demirci, geführt. Am 23. Januar 2012 wurde der Badbetrieb eingestellt, um den Saunabereich zu erweitern[1].
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[Bearbeiten] Beschreibung
Die recht weitläufige Anlage umfasst eine Fläche von 6.000 Quadratmeter war bis 2012 thematisch in drei unterschiedliche Bereiche unterteilt. Einer Saunalandschaft mit zahlreichen unterschiedlichen Arten von Saunen nebst den entsprechenden Ruhebereichen, einem Fitnessstudio und einer Erlebnis-Badelandschaft mit mehrere Innen- und Außenbecken. Letztere wurde im Januar 2012 geschlossen, um das ehemalige Bad in eine Wellnesslandschaft mit Sauna und Dampfbad umzubauen.
Das zur Anlage gehörende Fitnessstudio versteht sich vor allem als Möglichkeit für Clubmitglieder. Für Clubmitglieder ergibt sich die Möglichkeit, Bad, Studio und ggf. Saunalandschaft gegen einen monatlichen Pauschalbetrag beliebig oft zu nutzen. Mit der Umwandlung in eine Großsauna ist die Nutzung nun ebenfalls im Eintrittspreis enthalten. Die Parkraumsituation an der Freizeitanlage ist großzügig bemessen.
Die Besucherzahl wurde 2001 mit 450.000 jährlich angegeben.
[Bearbeiten] Ehemaliger Badebereich
Der ehemalige Badebereich mit Gastronomie wurde im Innenbereich von einem größeren Wellenbecken geprägt. In direkter Nachbarschaft befand sich ein Strömungskreis mit angeschlossener Felsengrotte. In der ersten Etage gab es einen Kinderbereich mit Wasserspielplatz, Piratenschiff und Schatzgrotte. Auf der gleichen Etage befanden sich drei Whirlpools. Eine Rutschenanlage, bestehend aus je einer sogenannten "Black Hole" und "Blue Line" Wasserrutsche, rundeten das Angebot ab. Der gesamte Innenbereich wurde mit künstlichen Felsen gestaltet. Im Außenbereich des Freizeitbades gab es neben einer Liegewiese und einigen Sitzgelegenheiten der Gastronomie ein Sole- und ein Kaltwasserbecken.
Der Besuch des Fitnessstudios war nicht im Eintrittspreis des Schwimmbads enthalten. Allerdings war ein einzelner Besuch des Studios gegen Aufpreis auch möglich. Zuletzt nutzten ca. 1000 Personen monatlich den reinen Schwimmbadbereich und damit nur die Hälfte der maximal gemessenen täglichen Besucherzahl.
[Bearbeiten] Insolvenz 2009 und Betreiberwechsel
Bis Ende 2009 wurde das Unternehmen als Waterworld Bergische Sonne GmbH von einer zypriotischen Unternehmerin geführt. Zahlreiche Kommentare von Besuchern der Bergischen Sonne auf Bewertungsplattformen im Internet zeigten, dass sich der Zustand des Bades seit Mitte/Ende 2007 zusehends verschlechterte.[2] Dabei wurde über Verschmutzungen der Einrichtungen, rostende Metallteile, gammelnde Hölzer, Schimmelbildung und sonstige technische Defekte geklagt.
Am 24. November 2009 blieb das Bad vollständig geschlossen. Die Lokalpresse und das Lokalradio berichteten, dass der örtliche Energieversorger die Versorgung mit Strom, Wasser und Fernwärme wegen überfälliger Rechnungen vorerst eingestellt hat. Hingegen hieß es auf einem Aushang, dass das Bad wegen technischer Probleme geschlossen sei.[3] Am 26. November 2009 nahm das Bad zu gewohnter Uhrzeit um 9 Uhr seinen Betrieb wieder auf. Das örtliche Versorgungsunternehmen hatte bereits am Vortag die Versorgung wieder aufgenommen.[4]
Ende Dezember 2009 kam es zu erneuten Problemen im Betriebsablauf des Freizeitbades. An einem Tag wurde das Bad - trotz Publikumsverkehr - bereits am frühen Abend geschlossen. Am folgenden Tag konnten im Saunabereich aus Personalmangel keine Aufgüsse durchgeführt werden. Am 24. Dezember 2009 war das Bad, wie an Heiligabend üblich, nur für den Gutscheinverkauf geöffnet. Zwischen dem 25. Dezember 2009 und dem 9. Januar 2010 war es vorübergehend geschlossen. Am 30. Dezember 2009 wurde unter dem Aktenzeichen 145 IN 1299/09 beim Amtsgericht Wuppertal Herr Rechtsanwalt Stephan Ries (Wuppertal) zum vorläufigen Insolvenzverwalter ernannt.[5]
Am 31. Dezember 2009 wurden die Mitarbeiter über den am 30. Dezember 2009 gestellten Insolvenzantrag informiert. Der Insolvenzverwalter kündigte schon nach wenigen Tagen an, dass er gute Chancen sehe, das Freizeitbad weiter zu betreiben. Am 9. Januar 2010 wurde das Bad mit geänderten Öffnungszeiten und neu gestalteten Eintrittspreisen wieder eröffnet. Erste Schritte zur Ausbesserung von Gebäudeschäden wurden bereits unternommen. Anfang April 2010 wurde durch den Insolvenzverwalter ein neuer Betreiber gefunden, der mit einer umfassenden Renovierung des Bades begann. Die Arbeitsplätze blieben erhalten. Das Ende Dezember 2009 beantragte Insolvenzverfahren führte am 1. April 2010 zu einer Übernahme des Unternehmens durch einen Investor, der das Freizeitbad weiter betreibt.
[Bearbeiten] Literatur
- Lothar Kiehn: Bergische Sonne - Freizeitbad in Wuppertal. Beton, Jahrgang 1992, Ausgabe 5, Seite 255
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ Sauna total: Bergische Sonne ist ab Montag kein Spaßbad mehr Bericht auf WZ-Newsline vom 19. Januar 2012
- ↑ dooyoo: Waterworld Bergische Sonne Wuppertal
- ↑ Stadtwerke klemmen die Bergische Sonne ab Bericht auf WZ-Newsline vom 24. November 2009
- ↑ Bergische Sonne heute wieder offen Bericht Solinger-Tageblatt vom 26. November 2009
- ↑ http://www.wz-newsline.de/?redid=718570
[Bearbeiten] Weblinks
- Bergische Sonne als 3D-Modell im 3D Warehouse von Google SketchUp
- Bergische Sonne
- Liste mit Freizeitbädern in Deutschland
51.2419444444447.18Koordinaten: 51° 14′ 31″ N, 7° 10′ 48″ O