Bergwerk Ibbenbüren
| Bergwerk Ibbenbüren | |||
|---|---|---|---|
| Von Oeynhausenschachtanlage des Bergwerks Ibbenbüren mit dem RWE Kraftwerk Ibbenbüren im Hintergrund | |||
| Andere Namen | Ostfeld | ||
| Abbau von | Anthrazit | ||
| Abbautechnik | Kohlenhobel | ||
| Flözname | Flöz 40 | ||
| Größte Tiefe | 1,545 m | ||
| Flözname | Flöz 45 | ||
| Flözname | Flöz 65/68 | ||
| Flözname | Flöz 74 | ||
| Flözname | Flöz 54 | ||
| Förderung/Jahr | 1.900.000 t | ||
| Förderung/Gesamt | ca. 120.000.000 t | ||
| Betreibende Gesellschaft | RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH | ||
| Beschäftigte | 2.260 | ||
| Betriebsbeginn | 16. Jahrhundert | ||
| Betriebsende | aktiv | ||
| Geographische Lage | |||
| Koordinaten | 52° 17′ 14″ N, 7° 44′ 17″ O52.2872222222227.7380555555556Koordinaten: 52° 17′ 14″ N, 7° 44′ 17″ O | ||
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| Gemeinde | Ibbenbüren, Mettingen | ||
| Kreis | Steinfurt | ||
| Bundesland | Nordrhein-Westfalen | ||
| Staat | Deutschland | ||
| Revier | Ibbenbürener Steinkohlenrevier | ||
Das Bergwerk Ibbenbüren der „RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH“ ist eines der fünf noch aktiven Steinkohlenbergwerke in Deutschland. Es befindet sich im Ibbenbürener Steinkohlenrevier auf dem Gebiet der Stadt Ibbenbüren in Nordrhein-Westfalen. Das Abbaugebiet erstreckt sich zudem auf Gebiete unterhalb der Gemeinde Mettingen (Westfalen). Abgebaut wird hier ausschließlich Anthrazitkohle, die durch ihre Beschaffenheit auch für den Hausbrand geeignet ist.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte [1]
[Bearbeiten] Zusammenschluss der Gruben
Das heutige Bergwerk Ibbenbüren geht auf einem Zusammenschluss der Grube Glücksburg mit der Grube Schafberg im Jahr 1846 zurück. Das Bergwerk war bis 1924 in preußischem Staatsbesitz. Zu Beginn umfasste die zusammengelegte Grube Glücksburg den Morgensternschacht und den Beustschacht, beide mit zugehörigen Stollen und Lichtlöchern. Der Name Grube Glücksburg wandelte sich mit der Zeit zum Ostfeld und später dann zum aktuellen Namen Bergwerk Ibbenbüren.
Als 1852 bekannt wurde, dass die Hannoversche Westbahn durch Ibbenbüren gebaut wird, wurde das Bergwerk auf den erwarteten Absatz von Kohlen an und durch die Eisenbahn ausgerichtet. Schon 1851 wurde mit Bauarbeiten am Von-der-Heydt-Schacht in Erwartung des Bahnbaus begonnen. Dieser Schacht lag im Taleinschnitt der Plane, nur wenige hundert Meter von der späteren Bahnstrecke entfernt. Vom Schacht aus entstand eine Kohlenbahn zum nahen Bahnhof Ibbenbüren.
[Bearbeiten] Schachtanlage von Oeynhausen
1858 erkannte man, das die vorhandenen Anlagen den zukünftigen Bedarf von Kohlen nicht decken können, so daß eine Tiefbauanlage projektiert wurde. 1860 wurde mit dem Teufen des von Oeynhausenschachtes 1 begonnen. Gleichzeitig wurde mit dem Vortrieb des Ibbenbürener Förderstollens vom Bahnhof Ibbenbüren aus begonnen.
Aufgrund von starken Schwierigkeiten der Wasserhaltung beim Abteufen des Schachtes wurde der Schachtbau dem englischen Ingenieur William Coulson übertragen. Nach großen Schwierigkeiten erfolgte der Durchschlag zum Ibbenbürener Förderstollen 1865 bei 73 Meter Teufe. Die Probleme bei der Wasserhaltung forderten auch bei der Endteufe Tribut. So wurde das Füllort nicht, wie ursprünglich vorgesehen, im Flöz Glücksburg angesetzt, sondern bei geringerer Schachtendtiefe von 205,58m. Da die Wasserhaltung fast den gesamten Schacht einnahm und für die Kohlenförderung kein Platz blieb, entschloss man sich, einen weiteren Schacht nur für die Förderung anzulegen. Dieser wurde 1872 mit einer Teufe von 202,25m fertiggestellt.
Der Beustschacht wurde, nachdem der von-Oeynhausen-Schacht sich selbst mit Kohlen versorgen konnte, 1870 stillgelegt. Die Stilllegung des von-der-Heydt-Schachtes erfolgte 1885. Er war überflüssig geworden, da er bereits mit den von Oeynhausenschächten durchschlägig war und ein Tieferteufen nur unnötige Geldmittel verschlugen hätte.
[Bearbeiten] Theodorschacht
Mit der Wanderung der Abbaubetriebe im Flöz Glücksburg in Richtung Osten wurden die Anmarschwege für die Belegschaft länger. Um diese wieder zu verkürzen und die Bewetterung zu verbessern, wurde 2,5 km östlich der von-Oeyenhausenschächte der Theodorschacht angelegt. Teufbeginn war der 21. August 1888. Benannt wurde der Schacht nach dem Oberberghauptmann Theodor Freund, dem Leiter der Preußischen Bergverwaltung.
Seine ursprüngliche Teufe war 135m. 1924 wurde der Schacht auf die II. Tiefbausohle tiefergeteuft, 1934 auf die III. Tiefbausohle. Die Schachtanlage erhielt als erste im Ibbenbürener Revier eine Waschkaue.
[Bearbeiten] Ersaufen und Sümpfen des Bergwerks
Die schwerste Katastrophe im Ibbenbürener Bergbau ereilte das Bergwerk im Jahr 1894, als sich auf der I. Tiefbausohle in 150m Teufe ein Wassereinbruch ereignete. In einem bereits abgebauten Bereich in der Nähe der Feldesgrenze des Bergwerks drang durch eine Kluft, die mit der Erzzeche Perm in Verbindung stand, Wasser ein. Diese Wasserzuflüsse waren so gewaltig, das das Bergwerk innerhalb weniger Wochen bis zur Stollensohle absoff.
Sofort wurden Maßnahmen zur Sicherung der Kohlenförderung unternommen. Es wurde der Abbau komplett auf das Flottwellflöz verlagert, das über der Stollensohle lag. Hierzu wurde der Flottwell-Hilfsschacht 100m nördlich der v. Oeyenhausenschächte geteuft. Auch das zweite Ibbenbürener Bergwerk Westfeld wurde ausgebaut.
Zunächst wurde vom Handelsministerium in Berlin die Stilllegung favorisiert. Dieses wurde mit der damaligen nur regionalen Bedeutung gerechtfertigt. Eine Petition auf Initiative des Ibbenbürener Reichtstagsabgeordneten Heinrich Wattendorff konnte jedoch erreichen, das das Bergwerk doch gesümpft wurde.
Zur Sümpfung wurde das gesamte Bergwerk umgebaut und neu gestaltet. Der bisherige Wasserhaltungsschacht von Oeynhausen 1 wurde Förderschacht, der Förderschacht von Oeynhausen 2 Wasserhaltungsschacht. Für die damalige Zeit riesige Pumpen wurden am Schacht 2 eingebaut. Noch heute ist im Bergbaumuseum Ibbenbüren der Haspel zum Einhängen der Pumpengetriebe zu bewundern.
Die Tagesanlagen wurden komplett neu aufgebaut. Am Ibbenbürener Förderstollen wurde die schon vor dem Wassereinbruch projektierte Kohlenwäsche errichtet. Die Wasserableitung erfolgte bis dahin über den Dickenberger Tiefenstollen, musste aber wegen dessen zu geringer Leistungsfähigkeit auf den Ibbenbürener Förderstollen umgelegt werden. Neue Klärteiche mussten am Püsselbürener Damm angelegt werden. Diese klären noch heute das Grubenwasser des Bergwerks.
Die eigentliche Sümpfung begann am 9. Dezember 1896 und dauerte bis zum 12. September 1898 an. Die erste wieder aus Flöz Glücksburg geförderte Kohle wurde am 18. Oktober 1898 durch jubelnde Menschenmassen am Ibbenbürener Föderstollen in Empfang genommen.
Die Kohlenwäsche und die Brikettfabrik gingen jedoch erst 1899 in Betrieb. 1905 erfolgte der Bau eines Zechenkraftwerkes, 1912 die Inbetriebnahme des Nike-Kraftwerk Ibbenbüren an der Kohlenwäsche.
[Bearbeiten] Übernahme durch die Preußag
Durch die Verträge von Versailles und die Ruhrbesetzung war die Kohlenförderung in Deutschland 1923 auf einem Tiefstpunkt gefallen. Auch die Lage des Ibbenbürener Ostfeldes war mehr als trostlos. Zwar war die Belegschaft von 1000 Mann in der Kriegszeit auf 1600 in 1923 angewachsen, trotzdem sank die Förderquote von 300.000t7a auf 200.000t/a herab. Hauptgrund war die in der Kriegszeit vernachlässigte Aus- und Vorrichtung neuer Kohlenfelder.
Aufgefangen werden konnte die Förderung durch Pachtgruben, die überall im Revier entstanden. Die bedeutendsten waren hier die Zeche Mathilde und Grube Mieke. In Spitzenzeiten waren über 100 dieser Klein- und Kleinstbergwerke in Ibbenbüren aktiv.
Die beiden Zechen Ost- und Westfeld wurden am 1. November 1924 der 1923 gegründeten Preußag übertragen. Diese leitete sofort umfangreiche Modernisierungsschritte ein und begann, neue Flöze für das Bergwerk zu erschießen. Die von Oeynhausenschächte 1 & 2 wurden bis zur III. Tiefbausohle tiefergeteuft. Die Tagesanlagen wurden völlig umgestaltet, eine neue Kohlenwäsche und Brikettfabrik wurde direkt auf dem Gelände der v. Oeynhausenschachtanlage in Betrieb genommen. Eine Zechenbahn zum Bahnhof Esch und ein neues Kesselhaus wurden errichtet. Die Fördermaschine sowie das Schachtgerüst des von Oeynhausen-Schachtes 1 wurden erneuert. Diese Arbeiten zogen sich bis 1928 hin.
Nachdem die Kohlenwäsche und die Zechenbahn fertig gestellt wurden, wurde die Aufbereitung, Brikettierung und Verladung im Ibbenbürener Bahnhof stillgelegt. Zeitgleich wurde der Betrieb des Ibbenbürener Förderstollens eingestellt. Dieser dient seither nur noch der Entwässerung der Grube. Untertage wurden die Förderwagen umgestellt. Die bislang verwendeten hölzernen Förderwagen mit 39cm Spurweite wurden durch eiserne mit 60cm Spurweite ersetzt.
Schon 1920 wurde der Nordschacht projektiert, jedoch zugunsten eines dritten von Oeynhausenschachtes fallengelassen. Im Februar 1930 wurde der erste Spatenstich für den neuen von Oeynhausenschacht 3 gemacht. Dieser wurde bis zur III. Tiefbausohle mit 6,20m Durchmesser geteuft und mit 338m am 5.September 1931 durchschlägig.
Der von Oeynhausenschacht 3 erhielt eine Dampffördermaschine mit 1500PS Leistung. Als er im Mai 1932 die Förderung aufnahm, wurde auch die Seilfahrt hierher verlegt. Ein 1896 gebauter Schornstein wurde mit dem noch heute prägendem Wasserbehälter zum Wasserturm umgebaut.
Untertage wurden die Flöze Reden und Theodor neu angefahren und erstmals erschlossen.
[Bearbeiten] Erfindung des Schälschrappers und des Kohlenhobels
Die mechanische Kohlegewinnung wurde auf dem Bergwerk Ibbenbüren entscheidend weiterentwickelt. Bei Versuchen wurden erste Erfolge mit der schälenden Gewinnung erzielt. Infolgedessen wurde 1941 in der Betriebswerkstatt des Oeyenhausenschachtes der erste Kohlenhobel gebaut und erfolgreich untertage erprobt. Nachdem der Kohlenhobel ständig verbessert wurde, wurde er am 24. März 1942 in Berlin zum Patent angemeldet. Der Strebfortschritt konnte von 1,49m/Tag auf 3,00m/Tag gesteigert werden. Die Schichtleistung stieg von 3,6t auf 7,6t je Mann und Schicht. An der Entwicklung des Kohlenhobels hatte der Maschinenfahrsteiger Konrad Grebe maßgeblich mitgewirkt. Der gebürtige Saarländer war seit 1931 auf dem Bergwerk Ibbenbüren angelegt.
Auch der Schälschrapper, ein weiterentwickelter Kohlenhobel mit Schrapperanbau, wurde in Ibbenbüren entwickelt. Er wurde speziell auf geringmächtige Flöze ausgerichtet.
Das Bergwerk wurde von direkten Kriegshandlungen nicht betroffen. Durch den Stromausfall in den letzten Kriegstagen soffen einige Tiefbaue in den Flözen Reden und Glücksburg ab. Einzig das Turmfördergerüst des Morgensternschachtes wurde von herannahenden Britischen Streitkräften beschossen, weil sie ihn für eine Radarstation hielten.
[Bearbeiten] Nordschacht und Sprung in die Teufe
In den 50er Jahren setzte sich der Aufwärtstrend des Bergwerkes weiter fort. Der von Oeyenhausenschacht 1 wurde weitere 60 Meter bis zu seiner heutigen Endteufe tiefergeteuft. Der von Oeynhausenschacht 3 wurde bis 1962 in Schritten bis zu seiner Endteufe 832m (-672m NN) auf der 4.Sohle geteuft. Die Flöze 1, 1a und 2 wurden so erschlossen. Am Standort der von Oeyenhausenschachtanlage wurde 1954 das Preussag Ballastkraftwerk Ibbenbüren zur Verstromung der Ballastkohlen in Betrieb genommen.
1951 wurde in der Nähe der ehemaligen Schachtanlage Perm des Erzbergbaus in Laggenbeck der Notbergbau Perm eröffnet. Über einen Schrägstollen wurde hier bis 1960 Kohle gefördert, um den Kohlenmangel in der noch jungen Bundesrepublik zu mildern.
Das umfangreichste Projekt der 50er Jahre war die Anlegung des Nordschachtes bei Mettingen. Der Abbau der Kohle verlagerte sich immer weiter nach Norden und in immer größere Tiefe, da die Flöze nach Norden hin einfallen. Für die Förderung, Fahrung, Wetterführung und Wasserhaltung ergaben sich mittlerweile große Probleme.
1953 wurde mit dem Teufen des Nordgesenks von der 3. Sohle aus begonnen. Von übertage aus wurde mit dem Teufen des Nordschachtes am 9. Juli 1956 begonnen. Dieser wurde mit dem Nordgesenk im November 1957 durchschlägig. Das Gesenk hatte mittlerweile das Niveau des Flözes Theodor erreicht. Die vorläufige Endteufe wurde im Flöz 2a 1960 mit 807,65m erreicht.
Gleichzeitig wurden am Nordschacht Kauen, Lampenstube und Parkplätze für 1500 Mann erstellt. Zur verbesserten Wetterführung wurde der Theodorschacht auf seine heutige Endteufe von 603,60m gebracht und der Schachtdurchmesser von 3,60m auf 6,20m erweitert.
Als weiterer Wetterschacht gemeinsam mit dem Westfeld wurde der Bockradener Schacht errichtet. Der ursprünglich auch als Seilfahrtschacht für den Bockradener Graben und das Beustfeld projektierte Schacht wurde wegen zu großer Wasserzuflüsse zunächst bei 391,1m unterbrochen und bislang nicht wieder aufgenommen. Nach Stilllegung des Westfeldes dient er heute noch als Wetterschacht für das Bergwerk Ibbenbüren. Weiterhin existiert hier ein unterirdisches Wasserwerk für das Bergwerk.
Die Zechenbahn wurde 1962 bis zum Hafen Mittellandkanal Km 4 verlängert und elektrifiziert. 1967 wurde das vorhandene Preußagkraftwerk um das RWE Kraftwerk Ibbenbüren Block A ergänzt.
Um die tiefen Anthrazitkohlenflöze zu erschließen, wurde der Nordschacht ab 1974 auf 1417,5m tiefer geteut und hier die 5. Sohle angelegt. Durch einen Querschlag gelangte von nun an die in den Anthrazitkohleflözen geförderte Kohle zum von Oeynhausenschacht 3. Dieser wurde 1974 von Gestellförderung auf Skipförderung umgestellt. Ebenso wurde die Streckenförderung von Hunteförderung auf Bandförderung umgestellt. Nach der Kohlenkrise und einschneidenden Veränderungen auch im Ibbenbürerer Kohlenrevier wurde 1979 das Westfeld stillgelegt. Auch der Morgensternschacht im Morgensternfeld ganz im Osten des Betriebsbereiches wurde stillgelegt und verfüllt. Dieser wurde um 1940 von der stillgelegten Pachtgrube Concordia übernommen. Zuletzt diente er der Wetterführung und Wasserhaltung.
[Bearbeiten] 1980 bis Heute
Um das Jahr 1980 wurden auch zahlreiche Änderungen im Tagesbetrieb des Bergwerkes durchgeführt. Die Kohlenwäsche wurde erweitert sowie die Brikettfabrik stillgelegt. Am Nordschacht wurde eine zentrale Kühlanlage in Betrieb genommen. Hier wird Wasser heruntergekühlt, welches die Grubenwetter untertage kühlen soll.
Da die Anthrazitkohlenflöze viel Grubengas enthalten, muss dieses abgesaugt und verbrannt werden. Hierzu wurde die EVA (Energie-Versorgungsanlage) errichtet, die das Grubengas in Strom umwandelt. Das Preußageigene Ballastkraftwerk am Standort wurde 1985 mit der Inbetriebnahme der EVA stillgelegt. [2] Seid 1986 ist das Kraftwerk Ibbenbüren Block B in Betrieb und der größte Abnehmer der Kohle aus dem Bergwerk. Der Block A wurde daraufhin 1987 stillgelegt. 1987 wurde die große Halle der Rohkohlenvergleichmäßigungsanlage gebaut, die die verschiedenen Kohlesorten der verschiedenen Flöze vergleichmäßigt.
1986-88 wurde der Nordschacht auf seine Endteufe von 1.545m gebracht, und die 6. Sohle angesetzt. 1993 wurde eine Materialsortieranlage am Nordschacht angeschlossen um das von untertage anfallende Material zu sichten und zu sortieren.[3]
Seit der Übernahme der Preussag und damit auch des Bergwerks in Ibbenbüren durch die Deutsche Steinkohle AG des RAG-Konzerns am 1. Januar 1999 ist der Betreiber die „DSK Anthrazit Ibbenbüren GmbH“, seit dem 1. Januar 2008 umbenannt in „RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH“.[4]
[Bearbeiten] Kohlenflöze
[Bearbeiten] Im Abbau befindlich
- Flöz 40
- Flöz 45
- Flöz 65/68 (Flözgruppe)
- Flöz 74
Im Beustfeld wird Flöz 54 für den Abbau vorbereitet.
[Bearbeiten] In der vergangenheit Abgebaut
- Flöz Flottwell
- Flöz Flottwell Nebenflöz (auch Röschenflöz genannt)
- Flöz Glücksburg
- Flöz Bentingsbank
- Flöz Reden
- Flöz Theodor
- Flöz 1a
- Flöz 2
[Bearbeiten] Kohleverwertung
Die im Bergwerk Ibbenbüren geförderte Kohle wird zum größten Teil direkt im benachbarten Kraftwerk Ibbenbüren verfeuert. Ein beachtlicher Teil der geförderten Kohle wird auf dem nicht-subventionierten Markt für Kohleheizungen abgesetzt. Dieser Markt erfährt in der letzten Zeit einen neuen Aufschwung, da Kohlekessel wesentlich billiger zu betreiben sind als vergleichbare Öl- oder Gasheizungen.
Eine Besonderheit ist auch, dass sich die in Ibbenbüren geförderte Anthrazitkohle hervorragend für die Wasseraufbereitung eignet. So ist sie in Wasserwerken und auch Kleinstanlagen sowie in Spezialfiltern für Entwicklungshilfe zu finden.[5]
[Bearbeiten] Schächte
[Bearbeiten] Schächte aktiv
| Schachtname | Teufe | Bemerkungen |
|---|---|---|
| v. Oeynhausenschacht 1 | 414,90 m | Materialförderschacht |
| v. Oeynhausenschacht 2 | 339,30 m | ohne Fördergerüst, zeitweise Wasserhaltung |
| v. Oeynhausenschacht 3 | 868,00 m | Hauptförderschacht, 4 Skips |
| Theodorschacht | 603,3 m | Hauptwetterschacht |
| Nordschacht | 1.545 m | Hauptseilfahr- und Materialschacht |
| Bockradener Schacht | 391,1 m | Wetterschacht |
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Denkmal des auf dem Bergwerk erfundenen Kohlenhobels am Bahnhof Ibbenbüren
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Das auf Mettinger Gebiet liegende Nordschacht-Gelände
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ http://www.knappenverein-tecklenburgerland.de/historisches.htm Geschichte des Ibbenbürener Bergbaus
- ↑ http://www.dsk-anthrazit-ibbenbueren.de/index.php?haupt=nachrichten/index&bild=nachrichten.gif Angaben zur EVA
- ↑ http://www.dsk-anthrazit-ibbenbueren.de/bergwerk/produktion.shtml Produktion Untertage
- ↑ Daten aus dem Jahr 1996
- ↑ Wasseraufbereitung mit Ibbenbürener Anthrazit
[Bearbeiten] Literatur
- Hubert Rickelmann und Hans Röhrs: Der Ibbenbürener Steinkohlenbergbau von den Anfängen bis zur Gegenwart. Schöningh, Paderborn, München, Wien und Zürich 1987, ISBN 3-506-77223-6
- Hans Röhrs: Der Ibbenbürener Bergbau des 20. Jahrhunderts in Bildern. Ibbenbürener Vereinsdruckerei, Ibbenbüren 1998, ISBN 3-921290-94-5
- Hans Röhrs: Der Ibbenbürener Steinkohlen- und Erzbergbau und seine Mineralien. Bode, Haltern in Westfalen 1991