Berijew MBR-7

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Die Berijew MBR-7 (russisch Бериев МБР-7, auch Berijew MS-8, МС-8) ist ein einmotoriges Flugboot in Schulterdecker-Auslegung des sowjetischen Herstellers Berijew. Der Erstflug erfolgte im April 1939.

Die Maschine war komplett aus Holz hergestellt. Der Motor, der einen Metall-Druckpropeller WISch-2PT antrieb, befand sich an Streben über dem Tragflügel. Unter dem Tragflügel waren Stützschwimmer angebracht.

Der Einsatz sollte als bewaffneter Kurzstreckenseeaufklärer erfolgen. Die Bewaffnung bestand aus einem SchKAS Maschinengewehr in einer Lafette hinter dem Tragflügel sowie einem starr nach vorn gerichteten Maschinengewehr, jeweils Kaliber 7,62 mm. Des Weiteren konnten insgesamt 500 kg an Abwurfbewaffnung mitgeführt werden. Die MBR-7 sollte die ältere Berijew MBR-2 ersetzen.

Die Flugleistungen waren sehr ansprechend. Ende Oktober 1939 kam es zu einem Unfall, bei der die Maschine weitgehend zerstört wurde. Grund war die zu geringe Flugstabilität bei geringen Geschwindigkeiten. Aufgrund dieser beständigen Schwierigkeiten beim Start und bei der Landung wurde keine Serienproduktion aufgenommen.

Technische Daten[Bearbeiten]

Kenngröße Daten
Besatzung 2-3
Antrieb 1 x Klimow M-103 wassergekühlter V-12 Motor
Leistung 625 kW (850 PS bei 0 m) und 706 kW (960 PS) in 4000 m
Länge 10,60 m
Spannweite 13,00 m
Flügelfläche 26,00 m²
Leergewicht 2418 kg
Startgewicht max. 3600 kg
Höchstgeschwindigkeit in Bodennähe 310 km/h
in 4300 m: 376 km/h
Landegeschwindigkeit 125 km/h
Reichweite normal 720 km
max. 1215 km
Dienstgipfelhöhe 8850 m
Steigzeit auf 1000m: 2,4 min
auf 4000m: 7,9 min
auf 8000m: 25 min

Weblinks[Bearbeiten]

Foto von der MBR-7