Beringbrücke

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Die Beringbrücke war eine Landbrücke zwischen Asien und Nordamerika am Südrand des heutigen Beringmeers, die im Pleistozän durch den niedrigeren Meeresspiegel trocken lag. Die Inseln des Alëuten-Bogens einschließlich der Kommandeurinseln sind ein Überbleibsel dieser „Brücke“. Aufgrund sehr tiefer Meeresbereiche, wie den über 5000 m tiefen Ausläufern des Kurilengrabens, war die Beringbrücke auch bei deutlich niedrigerem Meeresspiegel nahe Kamtschatka nie ganz durchgehend.

Am Nordrand des Beringmeeres befand sich mit Beringia eine wesentlich breitere und durchgehend trockengefallene Landbrücke. Beide sind nach Vitus Bering benannt. Nach gängigen Theorien sind über beide Landbrücken in mehreren Wellen die ersten Menschen von Asien nach Nordamerika eingewandert.

Mit dem Anstieg des Meeresspiegels am Ende der letzten Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren wurde die Landbrücke überflutet.