Berken

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Dieser Artikel befasst sich mit der Gemeinde im Kanton Bern. Für weitere Begriffe siehe Berken (Begriffsklärung).
Berken
Wappen von Berken
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Bern (BE)
Verwaltungskreis: Oberaargauw
BFS-Nr.: 0972i1f3f4
Postleitzahl: 3376
Koordinaten: 620595 / 23073547.227227.710559420Koordinaten: 47° 13′ 38″ N, 7° 42′ 38″ O; CH1903: 620595 / 230735
Höhe: 420 m ü. M.
Fläche: 1.4 km²
Einwohner: 42 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 30 Einw. pro km²
Ausländeranteil: 0,0 % (2011)[2]
Website: www.berken.ch
Berken

Berken

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Berken ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Oberaargau des Kantons Bern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten]

Berken liegt auf 420 m ü. M., 6 km westlich der Stadt Langenthal (Luftlinie). Das Bauerndorf erstreckt sich in der Talniederung der Aare südlich des Flusses, im Oberaargau.

Die Fläche des 1.4 km² grossen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des nördlichen Berner Mittellandes. Die nördliche Gemeindegrenze bildet die Aare, die hier im Lauf der Zeit ein rund 30 m tiefes Tal in die Schotterebene eingegraben hat. Von der Aare erstreckt sich der Gemeindebann südwärts über die Niederterrasse (rund 420 m ü. M.) auf die deutlich abgegrenzte Hochterrasse (rund 445 m ü. M.). Die Hochterrasse wird untergliedert durch das Tälchen des Seebachs, des Abflusses aus dem Inkwilersee. Der südwestliche Gemeindeteil wird vom ausgedehnten Berkerwald eingenommen, in dem mit 458 m ü. M. der höchste Punkt von Berken erreicht wird. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 11 % auf Siedlungen, 31 % auf Wald und Gehölze, 52 % auf Landwirtschaft und etwas weniger als 6 % war unproduktives Land.

Berken besteht aus den Weilersiedlungen Unterberken (420 m ü. M.) und Christenhof (430 m ü. M.) in der Talniederung südlich der Aare, sowie Oberberken (446 m ü. M.) auf der Hochterrasse westlich des Seebachtälchens. Nachbargemeinden von Berken sind Graben, Heimenhausen, Walliswil bei Wangen, Walliswil bei Niederbipp und Bannwil.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Mit 42 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012) gehört Berken zu den kleinsten Gemeinden des Kantons Bern. Von den Bewohnern gaben im Jahr 2000 100 % Deutsch als Muttersprache an. Die Bevölkerungszahl von Berken belief sich 1850 auf 77 Einwohner, 1900 auf 114 Einwohner. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts nahm die Bevölkerungszahl durch starke Abwanderung um mehr als 50 % ab.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Berken war bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf. Noch heute haben der Ackerbau und die Milchwirtschaft sowie die Forstwirtschaft einen wichtigen Stellenwert in der Erwerbsstruktur der Bevölkerung. Weitere Arbeitsplätze sind im lokalen Kleingewerbe und im Dienstleistungssektor vorhanden. Östlich von Oberberken wird eine Kiesgrube ausgebeutet. Einige Erwerbstätige sind Wegpendler, die hauptsächlich in der Region Langenthal-Herzogenbuchsee arbeiten.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt abseits der grösseren Durchgangsachsen an einer Verbindungsstrasse von Wangen an der Aare nach Langenthal. Berken besitzt auch einen Aareübergang. Der nächste Anschluss an die Autobahn A1 (Bern-Zürich) befindet sich rund 5 km vom Ortskern entfernt. Das Dorf hat keine Anbindung an das Netz des öffentlichen Verkehrs.

Geschichte[Bearbeiten]

Einzelne Funde aus dem Mesolithikum und dem Neolithikum belegen eine sehr frühe Besiedlung des Gemeindegebietes. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1272 unter den Namen Berinkon und Berinchoven. Später erschienen die Bezeichnungen Berikofen (1358), Beronkon (1359), Berikon (1365), Bercken (1432) und Berigken (1557). Der Ortsname geht auf den althochdeutschen Personennamen Bero zurück. Mit der Namensendung -ken (eigentlich ein Zusammenzug von -igkofen), die typisch für im 7. und 8. Jahrhundert gegründete alemannische Siedlungen ist, bedeutet er so viel wie bei den Höfen der Leute des Bero, wobei so genannte Aussiedlerhöfe gemeint sind.

Seit dem Mittelalter unterstand Berken der Herrschaft Aarwangen. Nachdem das Geschlecht der Herren von Aarwangen ausgestorben war, gelangte das Dorf 1341 an die Freiherren von Grünenberg (Melchnau), ebenfalls ein Dienstmannengeschlecht der Habsburger. Durch Kauf kam Berken 1432 unter Berner Herrschaft und wurde der Landvogtei Aarwangen zugeordnet. Nach dem Zusammenbruch des Ancien Régime (1798) gehörte Berken während der Helvetik zum Distrikt Wangen und ab 1803 zum Oberamt Wangen, das mit der neuen Kantonsverfassung von 1831 den Status eines Amtsbezirks erhielt. Berken besitzt kein eigenes Gotteshaus, es gehört zur Kirchgemeinde Herzogenbuchsee.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Berken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Bevölkerungswachstum setzt sich fort. Medienmitteilung. Bundesamt für Statistik. Vom 26. April 2012. Abgerufen am 17. Juli 2012.