Versatel

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Versatel AG
Unternehmenslogo der Versatel Deutschland
Unternehmensform Aktiengesellschaft
ISIN DE000A0M2ZK2
Gründung 2005
Unternehmenssitz Berlin
Unternehmensleitung

Peer Knauer

Mitarbeiter 1.421 (31. Dezember 2007)
Umsatz 700,6 Mio Euro (2007)[1]
Branche Telekommunikation
Website http://www.versatel.de/

Die Versatel AG ist eine börsennotierte Telefongesellschaft mit Firmensitz in Berlin und Zentrale in Düsseldorf. Versatel ist nicht zu verwechseln mit der ehemaligen Versatel Telecom International N.V., einer börsennotierten niederländischen Telefongesellschaft (heute Tele2 Netherlands Holding N.V.), aus der die Versatel AG als Versatel Deutschland hervorgegangen ist.

Im Jahr 2007 wurde bei einem Umsatz von 700,6 Mio. Euro ein EBITDA von 191,0 Mio. Euro erwirtschaftet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte von Versatel

Das ursprünglich als Versatel Deutschland Holding GmbH operierende Unternehmen war zunächst eine Tochter der börsennotierten Versatel Telecom International N.V. mit Sitz in Amsterdam. Den Grundstein legte Versatel im Dezember 1999 mit dem Kauf der VEW-Telnet in NRW, diese wurde dann in Versatel Deutschland umbenannt. Im Jahr 2000 kam dann die Flensburger KomTel hinzu.

Im März 2003 erwarb die Versatel Deutschland Holding zu 100 Prozent die Telefongesellschaften Tesion (Tochtergesellschaft der EnBW) und CompleTel (Tochter der Arques Industries). Der letzte Versatel-Zukauf war die Berlikomm (Tochterunternehmen der Berliner Wasserbetriebe). Ende 2003 erzielte die Versatel GmbH einen Umsatz von 190 Mio. Euro.

Im Juli 2005 übernahm Tele2 die niederländische Versatel; im Anschluss wurde die deutsche Tochtergesellschaft an die Private-Equity-Gesellschaft Apax für EUR 585 Mio. verkauft. Diese verkaufte anschließend (Juni 2006) ihre Beteiligung an Tropolys für EUR 108 Mio. an Versatel. Geschäftsführer von Versatel wurde der vorherige Tropolys CEO, Peer Knauer.

Im April 2007 ist die Versatel AG (ISIN DE000A0M2ZK2/WKN A0M2ZK) zum Emissionspreis von 29 Euro an die Frankfurter Wertpapierbörse gebracht worden. Die Vienna II S.a.r.l., Luxemburg, eine Holding von Apax, ist aber mit 43,5 % nach wie vor größter Anteilseigner der Versatel AG. Nachdem United Internet bereits Ende November 2007 einen Anteil von 20,1 % übernommen hatte[2], wurde dieser Anteil im Januar 2008 auf 25,1 % erhöht[3], so dass United Internet eine Sperrminorität hält. Außerdem hält Cyrte Investments, ein Investmentvehikel des niederländischen Fernsehunternehmers John de Mol, derzeit etwa 20,5 % des Kapitals.

[Bearbeiten] Überblick der Aktivitäten

Niederlassung in Wuppertal
Niederlassung in Wuppertal

Versatel bietet in mehreren Regionen Deutschlands Festnetzanschlüsse und seit August 2007 auch Mobilfunk an. Das Unternehmen besteht als Verbund aus örtlichen und regionalen Telefongesellschaften und ist einer der Konkurrenten der Deutschen Telekom bei der Bereitstellung von Vollanschlüssen. Daneben bietet Versatel auch andere Dienstleistungen wie Internethousing und -hosting an.

Das Netz von Versatel erstreckt sich auf das Territorium von Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Saarland, Teile von Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sowie die Stadtgebiete von Berlin, Nürnberg (Großraum), Flensburg und München und deckt zur Zeit mit rund 170 Städten und Gemeinden etwa 20 Prozent des gesamten Bundesgebietes ab.

Versatel ist derzeit in mehr als 170 Städten und Gemeinden in zwölf Bundesländern mit eigener Infrastruktur präsent und will weiter überdurchschnittlich viele Kunden bekommen. Versatel wird eigenen Angaben zufolge in den nächsten Monaten knapp 270 Hauptverteiler (HVt) in den bereits erschlossenen Regionen ausbauen, aber ohne zu verraten, wo die genau liegen. Die Planung umfasst über 60 Städte und Gemeinden, die komplett neu an das Versatel-Netz angeschlossen werden, darunter Celle, Düsseldorf, Duisburg, Friedrichshafen, Heidelberg, Lüneburg, Ludwigshafen, Pforzheim, Plauen, Rostock, Schwerin, Stuttgart und Unna. In weiteren 20 Städten, in denen Versatel bereits als Anbieter vor Ort ist, werden zusätzliche HVts ausgebaut. Von der Position des drittgrößten privaten Festnetzanbieters in Deutschland (nach Arcor und HanseNet) mit derzeit 20 Prozent Marktabdeckung peilt Versatel in den nächsten zwölf bis achtzehn Monaten (Stand: September 2006) durch Kundenzuwachs, Erweiterung der Infrastruktur und Zukäufe eine Marktabdeckung von 35 bis 40 Prozent an.

Wettbewerber von Versatel sind neben der Deutschen Telekom unter anderem Arcor und HanseNet. Versatel hatte im ersten Quartal 2008 über 660.000 Kunden. An 14 Standorten werden über 1.380 Mitarbeiter beschäftigt.

Nach den Zukäufen u.a. der Tropolys-Gruppe wurden insbesondere in den neuen Bundesländern viele Kunden hinzugewonnen. Für viele Kunden war damit jedoch eine indirekte Preissteigerung verbunden. So hatte die JETZ aus Jena (Mitglied Tropolys-Gruppe) zunächst eine kostenfreie Kunden-Hotline und darüber hinaus eine Servicenummer, welche mit der Flatrate im Festnetz kostenfrei nutzbar war. Nach der Übernahme steht nur Interessenten eine kostenfreie Rufnummer zur Verfügung. Die Wartezeiten für Bestandskunden sind dabei nach Angaben verschiedener Kunden auf ciao.de und versaforum.de teilweise sehr lang. Der Kunde zahlt nach Auskunft des Unternehmens auch die Wartezeit. Soweit man in einschlägigen Suchmaschinen die Begriffe „Versatel“ und „Test“ eingibt finden sich mehrheitlich negative Berichte über Netzstabilität und Service. So werden laut Anfrage bei ciao.de forciert Kunden geworben, die Anschlüsse jedoch teilweise erst nach Monaten realisiert, teilweise wurde nach erfolgter Kündigung wegen Nichtleistung ohne jegliche Nutzbarkeit des nie realisierten Anschlusses eine Rechnung gestellt (Vgl. ciao.de/Versatel). Seit einiger Zeit versendet das Unternehmen auf Wunsch kostenpflichtige Rechnungen auf Papier, die entgegen den vertraglichen Vereinbarungen keinen Einzelverbindungsnachweis mehr enthalten. Nach Auskunft des Unternehmens ist trotz Vorratsdatenspeicherung kein Einzelverbindungsnachweis mehr möglich.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Volker Briegleb: Versatel weitet Verluste aus. In: heise online. 27. Februar 2008. Abgerufen am 27. Februar 2008.
  2. Unternehmensinformation
  3. [1]

[Bearbeiten] Weblinks

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