Berlin-Blankenfelde

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Blankenfelde
Ortsteil von Berlin

Berlin Brandenburg Buch Karow Wilhelmsruh Rosenthal Blankenfelde Niederschönhausen Heinersdorf Blankenburg Französisch Buchholz Pankow Prenzlauer Berg Weißensee Stadtrandsiedlung MalchowBlankenfelde auf der Karte von Pankow
Über dieses Bild
Koordinaten 52° 37′ 7″ N, 13° 23′ 24″ O52.61861111111113.39Koordinaten: 52° 37′ 7″ N, 13° 23′ 24″ O
Fläche 13,4 km²
Einwohner 1904 (30. Juni 2011)
Bevölkerungsdichte 142,6 Einwohner/km²
Postleitzahl 13159
Ortsteilnummer 0308
Gliederung
Verwaltungsbezirk Pankow
Ortslagen

Der Berliner Ortsteil Blankenfelde des Bezirks Pankow wurde 1920 bei der Bildung Groß-Berlins aus der seinerzeit selbstständigen Landgemeinde Blankenfelde mit 549 Einwohnern und dem Gutsbezirk Blankenfelde mit 360 Bewohnern gebildet. Blankenfelde ist das letzte Dorf auf Berliner Stadtgebiet, das rundherum von Feldern umgeben ist, und ist der am dünnsten besiedelte Ortsteil Berlins.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Blankenfelde wird erstmals im Jahr 1375 urkundlich erwähnt, wahrscheinlich ist es aber bereits um 1230 im Rahmen der Besiedlung des Barnim entstanden. 1652 wurden 17 Höfe und neun Kossätenstellen gezählt, doch waren hiervon 14 Höfe und vier Kossätenstellen wüst.

Von 1943 bis 1945 befanden sich an der Straße nach Lübars zwei Lager für Zwangsarbeiter. Das Lager südlich der Straße war als Durchgangslager für die Rücksendung von Ostarbeitern eingerichtet worden, die arbeitsunfähig geworden waren. Es wurde auch als Krankenlager für Ostarbeiter genutzt, ein Teil davon für die Unterbringung Schwangerer.

Die DDR unterhielt in Blankenfelde von 1959 bis 1979 ihr zentrales „Aufnahmeheim für Zuwanderer und Rückkehrer“.[1][2]

[Bearbeiten] Wirtschaftliche Entwicklung

Seit dem späten Mittelalter verlief ein Zweig der Fernhandelsstraße zwischen Berlin und Prenzlau durch Blankenfelde. Zwischen Rosenthal und Blankenfelde befanden sich seit der Gründerzeit bis zum Jahr 1985 Rieselfelder, auf denen die Abwässer Berlins verbracht wurden.

Ab 1901 hatte Blankenfelde einen Bahnanschluss mit Bahnhof an der sogenannten „Heidekrautbahn“. Mit dem Bau der Berliner Mauer 1961 wurde die bis dahin bestehende Verbindung zwischen Wilhelmsruh und Blankenfelde unterbrochen, der Ort war anschließend bis zur Stilllegung des Streckenabschnitts nach Basdorf 1983 südlicher Endpunkt der Bahn.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Berlin-Blankenfelde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Henning Hoff: Großbritannien und die DDR 1955-1973. In: Seite 266. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 2001, abgerufen am 15. Juni 2007.
  2. Zuwanderer im Berliner Nordosten. In: Exposé: Migration im Wandel. Berliner Geschichtsverein Nord-Ost e.V., 2007, abgerufen am 15. Juni 2008.
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