Berlin-Hellersdorf

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Hellersdorf
Ortsteil von Berlin
Berlin Marzahn Hellersdorf Kaulsdorf Mahlsdorf Biesdorf BrandenburgHellersdorf auf der Karte von Marzahn-Hellersdorf
Über dieses Bild
Koordinaten 52° 32′ 21″ N, 13° 35′ 32″ O52.53916666666713.592222222222Koordinaten: 52° 32′ 21″ N, 13° 35′ 32″ O
Fläche 8,1 km²
Einwohner 77.448 (30. Jun. 2014)
Bevölkerungsdichte 9561 Einwohner/km²
Postleitzahlen 12619, 12627, 12629, 12683
Ortsteilnummer 1005
Gliederung
Verwaltungsbezirk Marzahn-Hellersdorf
Ortslagen
  • Hellersdorf-Nord
  • Hellersdorf-Ost
  • Hellersdorf-Süd

Hellersdorf ist ein Ortsteil im Bezirk Marzahn-Hellersdorf von Berlin. Bis zur Verwaltungsreform 2001 gab es auch einen Bezirk Hellersdorf. Der Ortsteil entstand aus dem Projekt einer Großwohnsiedlung in Plattenbauweise.

Seit der Ausgliederung aus dem damaligen Stadtbezirk Marzahn 1986 bis zur erneuten Fusion mit dem Bezirk im Jahre 2001 war Hellersdorf der Name eines eigenständigen Bezirkes. Zum ehemaligen Bezirk Hellersdorf gehörten die Ortsteile Kaulsdorf, Mahlsdorf und der namensgebende Ortsteil Hellersdorf.

Geschichte[Bearbeiten]

Wohnungsbau im Jahr 1986

Wie viele andere Dörfer in der Umgebung wurde auch Hellersdorf 1375 im Landbuch Karls IV. erstmals urkundlich erwähnt. Es trug den Namen „Helwichstorpp“ und gehörte den Brüdern Dirike, denen auch ein großes Gut gehört. Zu dieser Zeit besaß Hellersdorf bereits eine Mühle. Neben diesem – zu den Barnim-Dörfern gehörigen – „Helwichstorpp“ tauchte im Landbuch im Umkreis der Burg Köpenick ein zweites, bereits 1375 als „wüst“, also unbesiedelt, bezeichnetes „Hellwichstorf“ auf.

In den Urkunden des 15. und 16. Jahrhunderts, erstmals 1416, wurde auch das zweite „Hellersdorf“ als wuste dorff helwerstorff bezeichnet. Nachdem 1618 der brandenburgische Kanzler Johann von Löben Hellersdorf kaufte und seinem Gutsbezirk Blumberg angliederte, wurde nach dem Besitzerwechsel des Ortes Blumberg (und somit auch Hellersdorfs) an den Grafen von Arnim 1836 das Dorf zu einem Rittergut ausgebaut.

1886 erwarb die Stadt Berlin das Gut Hellersdorf und legte östlich der Wuhle Rieselfelder an.

Mit der Bildung von Groß-Berlin wurde auch Hellersdorf 1920 eingemeindet und Teil des neuen Bezirks Lichtenberg. Ab 1945 gehörte es zum sowjetischen Sektor Berlins. 1979 wurde Hellersdorf Teil des neu gegründeten Stadtbezirks Marzahn und im Rahmen der Entstehung des Neubaugebietes 1986 Namensgeber des damals neuen Stadtbezirks Hellersdorf.

Ab Mitte der 1980er Jahre wurde Hellersdorf nach Osten erweitert. Es wurden Wohnneubauten auf einem Gebiet errichtet, das eigentlich zur Gemeinde Hönow gehörte. Aufgrund des Viermächteabkommens über Berlin war es nicht möglich, die Stadtgrenze zu verschieben. Daher blieben diese Gebiete formal weiterhin Hönow bzw. dem Bezirk Frankfurt (Oder) zugehörig. Die Ver- und Entsorgung (Strom, Wasser, Post) erfolgten allerdings von Berlin aus.

Im Zuge der Vereinigung Berlins 1990 wurde die Stadtgrenze offiziell nach Osten in ihre heutige Lage verschwenkt. Die alte Stadtgrenze ist allerdings weiterhin erkennbar: Es ist ein Gebiet mit öffentlicher Bebauung und Grünflächen, jedoch wenig Wohnbauten. Der Streifen zieht sich von der Berliner Straße im Norden, zwischen Zerbster und Weißenfelser Straße, über die Riesaer Straße, zwischen Lichtenhainer und Schönewalder Straße bis zur Döbelner und Waldheimer Straße und der Straßenbahn-Endhaltestelle Riesaer Straße hin.

Als zweitgrößtes Bauprojekt Berlins wurde am 11. September 1997 das neugebaute Stadtzentrum Helle Mitte fertiggestellt und feierlich eröffnet. Es ist heute das urbane Zentrum von Hellersdorf.

Im Rahmen der Berliner Bezirksreform wurde 2001 die Herauslösung der Ortsteile Hellersdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf aus dem 1979 entstandenen Bezirk Marzahn rückgängig gemacht. Der neue Bezirk trägt nunmehr den Namen Marzahn-Hellersdorf.

Die Großwohnsiedlung ist durch die Linie U5 der U-Bahn und durch die Straßenbahn-Linien M6 und 18 an das Berliner Verkehrsnetz angeschlossen.

Blick auf Hellersdorf und Kaulsdorf-Nord vom Kienberg, der zum Ortsteil Marzahn gehört

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • André Gaedecke: Hellersdorf. Geschichte der Berliner Verwaltungsbezirke. Band 14. Stapp, Berlin 1996, ISBN 3-87776-073-2.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Berlin-Hellersdorf – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien