Berlin-Reinickendorf
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Reinickendorf |
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| Koordinaten | 52° 34′ 0″ N, 13° 20′ 0″ O52.56666666666713.333333333333Koordinaten: 52° 34′ 0″ N, 13° 20′ 0″ O |
| Fläche | 10,5 km² |
| Einwohner | 74.380 (30. Juni 2011) |
| Bevölkerungsdichte | 7084 Einwohner/km² |
| Eingemeindung | 1. Okt. 1920 |
| Postleitzahlen | 13403, 13407, 13409 |
| Ortsteilnummer | 1201 |
| Verwaltungsbezirk | Reinickendorf |
Reinickendorf ist ein Ortsteil im gleichnamigen Bezirk Reinickendorf von Berlin, der aus dem Angerdorf Alt-Reinickendorf hervorgegangen ist.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Lage und Stadtentwicklung
Der Ortsteil weist bereits eine vorstädtisch niedrigere Bauweise auf als der südlich angrenzende Ortsteil Wedding mit seinen Mietskasernenvierteln im Innenstadtbezirk Mitte. Im Osten schließt sich der Bezirk Pankow mit den Ortsteilen Niederschönhausen und Wilhelmsruh an, die Grenze bildet die Nordbahn. Angrenzende Ortsteile innerhalb des Bezirks Reinickendorf sind Wittenau im Norden mit dem Nordgraben auf einem Abschnitt der Ortsteilgrenze und der Arbeitersiedlung Borsigwalde sowie Tegel im Osten.
Der Ortsteil liegt in der Einflugschneise des westlich angrenzenden Flughafens Tegel. Die Belastung der Anwohner durch den Fluglärm ist im Ortsteil Reinickendorf besonders hoch. Viele der Wohngebäude erhielten infolge dessen in den 1960er und 1970er Jahren besonders hochwertige Schallschutzfenster. Aufgrund der sehr hohen Anforderungen an den baulichen Lärmschutz wurden in Reinickendorf in den letzten Jahren wenige Wohngebäude errichtet. Der Flughafen Tegel soll nach der Fertigstellung des Flughafens Berlin Brandenburg am 2. Juni 2012 geschlossen werden.
[Bearbeiten] Geschichte
1230 gründete der niedersächsische Bauer Reinhardt ein Dorf, das damals Reinhardts Dorf, auf plattdeutsch Renekentorp, benannt wurde. Dieses bildete den Ausgangspunkt der Ortschaft Reinickendorf, die unter diesem Namen erstmals im Jahre 1345 genannt wurde.
Schon ab 1397 war die Stadt Berlin im Besitz des Guts Reinickendorf, das 1632 verkauft, aber 1710 wieder zurückerstanden wurde. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde auch Reinickendorf von der Industrialisierung erfasst und erlebte einen erheblichen Aufschwung mit der Fertigstellung der Nordbahn 1877. Im Jahre 1893 folgte dann die Kremmener Bahn und 1901 die Heidekrautbahn, womit Reinickendorf zu einem gut erschlossenen Berliner Vorort wurde.
Im Jahr 1892 wurde die Segenskirche an der Auguste-Viktoria-Allee geweiht.
In den 1920er Jahren entstand an der Aroser Allee die Weiße Stadt nach Plänen des Architekten Otto Rudolf Salvisberg, die im Juli 2008 als eine von sechs Siedlungen der Berliner Moderne in die UNESCO-Welterbe-Liste aufgenommen wurde.
1920 in das damals entstandene Groß-Berlin eingemeindet, wurde Reinickendorf Namensgeber des gleichnamigen Bezirks, zu dem auch Wittenau, Tegel, Tegelort, Heiligensee, Frohnau, Hermsdorf und Lübars gehören.
Zunächst gehörten auch die heutigen Pankower Ortslagen Wilhelmsruh und Schönholz zu Reinickendorf. Im Ergebnis des Zweiten Weltkriegs und der späteren Teilung der Stadt wurden alle Gebiete südlich des Nordgrabens entlang der Nordbahntrasse in Ost und West geteilt: die Bahnhöfe Wilhelmsruh und Schönholz behielten – trotz ihrer zu Mauerzeiten einseitigen Zugänglichkeit von Westen – die Namen der östlich der Trasse gelegenen Pankower Ortslagen.
→ Siehe auch: Liste der Kulturdenkmale in Berlin-Reinickendorf
[Bearbeiten] Verkehr
Im öffentlichen Nahverkehr ist der Ortsteil durch die S-Bahnhöfe Schönholz und Wilhelmsruh an der Nordbahn (Linien S1 und S85) sowie Alt-Reinickendorf, Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik und Eichborndamm an der Kremmener Bahn (Linie S25) erschlossen. Die U-Bahnlinie 6 mit den Bahnhöfen Kurt-Schumacher-Platz und Otisstraße sowie die U-Bahnlinie 8 mit den Bahnhöfen Franz-Neumann-Platz, Residenzstraße, Paracelsus-Bad und Lindauer Allee führen ebenfalls durch den Ortsteil Reinickendorf. Weiterhin erschließen mehrere Omnibuslinien den Ortsteil.
Die Bundesstraße 96 sowie die A 111 als Europastraße 26 führen durch den Ortsteil. Die Anbindung erfolgt über die Anschlussstellen Eichborndamm, Kurt-Schumacher-Platz und Seidelstraße.
[Bearbeiten] Weblinks
Frohnau | Heiligensee | Hermsdorf | Konradshöhe | Lübars | Märkisches Viertel | Reinickendorf | Tegel | Waidmannslust | Wittenau
