Berlin (Vermont)

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Berlin
Berlin Corner, gefühltes Zentrum des Orts
Berlin Corner, gefühltes Zentrum des Orts
Lage in Vermont
Berlin (Vermont)
Berlin
Berlin
Basisdaten
Gründung: 8. Juni 1763
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: Vermont
County:

Washington County

Koordinaten: 44° 13′ N, 72° 35′ W44.215278-72.586111270Koordinaten: 44° 13′ N, 72° 35′ W
Zeitzone: Eastern (UTC−5/−4)
Einwohner: 2887 (Stand: 2010)
Bevölkerungsdichte: 30,6 Einwohner je km²
Fläche: 95,6 km² (ca. 37 mi²)
davon 94,5 km² (ca. 36 mi²) Land
Höhe: 270 m
Postleitzahl: 05602
Vorwahl: +1 802
FIPS:

50-05650

GNIS-ID: 1462042
Website: www.berlinvt.org

Berlin ist ein 1763 gegründeter Ort im Nordosten der USA.[1] Laut der Volkszählung 2010 leben in der Gemeinde im Bezirk Washington County des US-Bundesstaates Vermont 2.887 Menschen.[2]

Das Areal wurde am 8. Juni 1763 offiziell per Charta zur Besiedlung freigegeben, jedoch erst ab 1785 systematisch besiedelt. In der Freigabe garantierte der Königliche Gouverneur von New Hampshire, Benning Wentworth, 64 Personen aus dem benachbarten Connecticut und New York Wirtschaftsflächen, solange sie alljährlich pünktlich zu Weihnachten ein Ähre Mais (Indian Corn) pro Acre (etwa 4047 m²) und nach zehn Jahren einen Shilling pro 100 Acres zahlten.

Für 1790 sind 21 Familien als in Berlin sesshaft belegt, für 1795 schon 65. Die konstituierende Stadtversammlung fand am 31. März 1791 statt. Ein erstes, von den Religionsgemeinschaften gemeinsam genutztes Gemeindehaus wurde 1801 errichtet, brannte aber im Winter 1837 nieder. Eine Epidemie, die 1813 durch weite Bereiche von Vermont zog (vermutlich die Windpocken) traf auch Berlin und verursachte einige Todesfälle. Für dieses Jahr wurden 30 Tote registriert, im Gegensatz zu 13 bis 14 Toten im Jahresdurchschnitt der vorangegangenen 10 Jahre.

Die Ortschaft war von Beginn an ohne ausgeprägtes Ortszentrum gewachsen und rein landwirtschaftlich orientiert. Dabei wurde der Ackerbau der Viehzucht dem Vorrang gegeben. 1840 war die bei weitem wichtigste Feldfrucht die Kartoffel, erst mit weitem Abstand folgten Mais und Weizen. Auch die Zusammensetzung der Handwerke war entsprechend ausgerichtet: Es gab nur einen Krämer und einen machine shop, aber vier Hufschmiede und acht Schuhmacher.[3]

Die Struktur der Region ist im Wesentlichen erhalten geblieben. Für viele Bewohner ist das Zentrum eine Straßenkreuzung (Paine Turnpike North mit Route 62), für andere der Flughafen, das Bezirkskrankenhaus, das Einkaufszentrum (Berlin Mall) oder die auf einem Hügel stehende Kongregations-Kirche mit dem alten Friedhof (Berlin Cemetery).

Berlin wird von der Autobahn (Interstate 89) in zwei Teile zerschnitten, wovon der Westteil „Westberlin“ genannt wird. Im Süden des Orts liegt ein See, der Berlin Pond, der die Hauptstadt Vermonts, Montpelier, mit Trinkwasser versorgt. Das Central Vermont Medical Center ist mit 122 Betten das primäre Krankenhaus für 66.000 Bewohner des mittleren Vermonts. Berlin beherbergt eine Bibliothek (die Midstate Regional Library), eine Polizeistation sowie eine von Freiwilligen betriebene Einrichtung zur Erforschung der Geschichte Berlins, das Berlin Heritage Center.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Umliegende Orte[Bearbeiten]

Alle Angaben als Luftlinien-Entfernungen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Berlin im Geographic Names Information System des United States Geological Survey, abgerufen am 18. März 2012
  2. Einwohnerdaten aus dem US-Census von 2010 im American Factfinder
  3.  Zadock Thompson: History of Vermont: natural, civil, and statistical, in three parts. 3. Band, George H. Salisbury, Burlington 1842, S. 22 f (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).

Weblinks[Bearbeiten]