Berliner AK 07

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Berliner AK
Logo
Voller Name Berliner Athletik-Klub 07 e. V.
Gegründet 15. Dezember 1907
Vereinsfarben rot-weiß
Stadion Poststadion
Plätze 10.000
Präsident Mehmet Ali Han
Trainer Dietmar Demuth
Liga Regionalliga Nordost
2012/13 4. Platz
Heim
Auswärts

Der Berliner Athletik-Klub 07 e. V., in Berlin kurz BAK genannt, ist ein Sportverein aus Berlin, dessen erste Fußballmannschaft in der Regionalliga Nordost spielt.

Geschichte[Bearbeiten]

Logo als Berlin Ankaraspor

Der Verein wurde am 15. Dezember 1907 in Berlin-Wedding als Berliner Athletik-Klub 07 gegründet und war ursprünglich im Wesentlichen in den Laufdisziplinen aktiv – etliche Deutsche Meisterschaften zählen zu den entsprechenden Erfolgen. Vom Berliner AK 07 wurde bereits ein Vorläufer des heute weltbekannten Berlin-Marathon ins Leben gerufen, allerdings in einer Zeit ohne entsprechende mediale und wirtschaftliche Begleitung und daher weitgehend unbekannt.

Schon ab 1908 verfügte der Berliner AK 07 über eine Fußballabteilung. Aber erst zwischen 1991 und 1999 machte der Verein fußballerisch auf sich aufmerksam und schaffte den Durchmarsch aus der Kreisliga A bis in die Nordstaffel der Oberliga Nordost. In der Saison 2010/11 stieg der Verein in die Regionalliga Nord auf und spielt seit der Saison 2012/13 in der wiedereingeführten Regionalliga Nordost.

Mit dem Anschluss der BSV Mitte, die zuvor als BFC Güneyspor und Fenerbahce Berlin gespielt hatte, wurde der BAK im Jahr 2004 zu einem „multikulturellen“ deutsch-türkischen Verein. Im Juni 2006 wurde eine Kooperation mit dem türkischen Erstligisten Ankaraspor bekanntgegeben. Diese Zusammenarbeit sah insbesondere die Ausbildung von Spielern für Ankaraspor vor, kam aber beim Verein in Berlin nie zum Tragen, weil der türkische Verein Ankaraspor in der Saison 2005/06 am letzten Spieltag gerade noch den Klassenerhalt geschafft hatte.

Im 99. Jahr des Bestehens des BAK wurde am 6. Juli 2006 auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung die Umbenennung des Vereins in Berlin Ankaraspor Kulübü 07 e. V. beschlossen und Ahmet Gökcek, der in Ankara lebende Sohn des dortigen Bürgermeisters, zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Mit der Namensänderung einher ging auch der Verzicht auf die eigentlichen Traditionsfarben rot-weiß zu Gunsten der Farben von Ankaraspor, blau und weiß.

Das Jahr 2007 brachte einen weiteren Einschnitt mit sich. Als im November beim Stadtteilrivalen SV Yeşilyurt Berlin eine hohe Verschuldung offenbar wurde, trugen die Yeşilyurt-Vorstandsmitglieder dem BAK 07 eine Fusion an, die an finanziellen Problemen auch beim BAK 07 scheiterte. Daraufhin ließ sich der Yeşilyurt-Vorstand in den Vorstand des BAK wählen und meldete gleichzeitig alle Mannschaften des SV Yeşilyurt vom Spielbetrieb ab. Ziel war, dass auch die Yeşilyurt-Mannschaften zum BAK 07 wechselten. Entgegen dem Vorstandsansinnen gründeten die ehemaligen Mitglieder jedoch den neuen SK Yeşilyurt 07.

Zu Beginn der Saison 2007/08 kündigte auch Ankaraspor überraschend das finanzielle Engagement bei BAK auf. Daraufhin verließ fast die gesamte Mannschaft den Verein. Mit einer verstärkten A-Jugend hat der Verein den Klassenerhalt geschafft. Auch die Saison 2008/09 schaffte das Team gerade noch und konnte an den letzten Spieltagen den Abstieg verhindern. Ersan Parlatan fungierte dabei für den in den Vorstand gewechselten Bülent Gündogdu als neuer Trainer. In der Saison 2009/10 belegte der BAK in der Oberliga den 10. Tabellenplatz. Saisonhöhepunkt war jedoch der Gewinn des Berliner Landespokals, den man mit einem 1:0-Finalsieg über den BFC Dynamo sicherstellte. Damit qualifizierte sich der Verein erstmals für den nationalen DFB-Pokal. Dort traf der BAK in der 1. Hauptrunde auf den Bundesligisten 1. FSV Mainz 05, kam aber über ein knappes 1:2 nicht hinaus und schied damit aus.

Mit Bescheid vom 15. April 2011 nahm der Verein wieder seinen alten Namen an.[1]

Nach einem 3. Tabellenplatz Saison 2010/11 stieg der Berliner AK in die Regionalliga auf, weil die vor den Berlinern platzierten Mannschaften des Torgelower SV Greif sowie des FC Hansa Rostock II aus finanziellen Gründen auf den Aufstieg verzichtet hatten. Um den sportlichen Ansprüchen in der Regionalliga gerecht zu werden, wurde Jens Härtel als neuer Cheftrainer verpflichtet, der bis dahin als Kotrainer beim SV Babelsberg 03 beschäftigt war.[2]

Am 26. Mai 2012 gewann der Berliner AK mit einem 2:0 Sieg gegen den SC Gatow zum zweiten Mal den Berliner Landespokal und qualifizierte sich somit für die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals, in welcher man überraschend den Fußball-Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim mit 4:0 schlug. Dies ist der größte Erfolg der Fußballabteilung in der Vereinsgeschichte. In der zweiten Runde unterlag der BAK dem TSV 1860 München mit 0:3.

Kader der Saison 2013/14[Bearbeiten]

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
01 Marcel Höttecke DeutschlandDeutschland
12 Eric Niendorf DeutschlandDeutschland
02 Henning Lichte DeutschlandDeutschland
03 Tarkan Korkmazyürek TurkeiTürkei
05 Atakan Yigitoglu TurkeiTürkei
06 Rocco Teichmann DeutschlandDeutschland
08 Emre Cakmakci TurkeiTürkeiDeutschlandDeutschland
16 Marcus Lemke DeutschlandDeutschland
37 Emre Turan TurkeiTürkeiDeutschlandDeutschland
32 Uğurtan Çepni TurkeiTürkeiDeutschlandDeutschland
04 Denis Osadchenko DeutschlandDeutschland
10 Philip Malinowski DeutschlandDeutschland
13 Christian Siemund DeutschlandDeutschland
14 Enes Ekici TurkeiTürkei
15 Erkan Dogan TurkeiTürkei
25 Tunay Deniz TurkeiTürkeiDeutschlandDeutschland
36 Bilal Çubukçu TurkeiTürkeiDeutschlandDeutschland
39 Lennart Hartmann DeutschlandDeutschland
27 Hristian Popov BulgarienBulgarien
07 Kevin Kruschke DeutschlandDeutschland
09 Ali Avcioglu TurkeiTürkeiDeutschlandDeutschland
11 Fatih Yiğituşağı TurkeiTürkei
19 Rumen Nikolov BulgarienBulgarien
22 Serhat Akın TurkeiTürkei
24 Kiyan Soltanpour DeutschlandDeutschlandIranIran
17 Omid Saberdest IranIran

Erfolge[Bearbeiten]

Stadion[Bearbeiten]

Der Berliner AK 07 trug bis zum Ende der Saison 2005/06 seine Heimspiele in der für 3000 Zuschauer ausgelegten Sportanlage Lüderitzstraße aus, in der Saison 2006/07 im 20.000 Besucher fassenden Jahnsportpark am Prenzlauer Berg, in der Saison 2007/08 in der für 2000 Zuschauer ausgelegten Hanne-Sobek Sportanlage in der Osloer Straße 42–62 und seither im 10.000 Zuschauer fassenden Poststadion in der Lehrter Straße 59 im Berliner Ortsteil Moabit.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rückbenennung erfolgreich abgeschlossen
  2. Berliner AK 07 mit neuem Trainer. transfermarkt.de. 5. Juni 2011. Abgerufen am 3. Juni 2012.