Berliner Kurier
| Berliner Kurier | |
|---|---|
| Beschreibung | Boulevardzeitung |
| Verlag | Berliner Verlag GmbH |
| Erstausgabe | 15. Juni 1949 |
| Erscheinungsweise | täglich / sonntags |
| Verkaufte Auflage (IVW 1/2013, Mo–Sa/So) |
102.659 Exemplare |
| Reichweite (MA 2011 I) | 0,39 Mio. Leser |
| Chefredakteur | Hans-Peter Buschheuer |
| Weblink | berliner-kurier.de |
Der Berliner Kurier ist eine Boulevardzeitung aus Berlin, die im Berliner Verlag erscheint. Der Berliner Kurier ist vor allem in den östlichen Bezirken Berlins verbreitet. Von den Lesern des Blattes leben allein 185.000 im Osten und 37.000 im Zentrum der Stadt (Media-Analyse 2004). In Gesamtberlin beträgt die verkaufte Auflage derzeit 102.659 Exemplare.[1]
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte der Zeitung [Bearbeiten]
Die erste Ausgabe erschien am 15. Juli 1949 unter dem Namen BZ am Abend im Berliner Verlag GmbH. 1953 wurde die BZ am Abend dem ZK der SED unterstellt. Als Herausgeber trat weiterhin der Berliner Verlag auf. Sie war jedoch dem SED-Pressemonopol zuzurechnen. Die BZ am Abend war lange die einzige Abend- und Straßenverkaufszeitung der DDR. Bis zum Ende der DDR hatte sie eine tägliche Auflage von ca. 200.000 Stück.
Nach dem Fall der Mauer übernahm 1990 der Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr zusammen mit dem Verleger Robert Maxwell den Berliner Verlag und damit die BZ am Abend und die Berliner Zeitung. Aus der BZ am Abend wurde der Berliner Kurier, auch um Verwechslungen mit dem Wettbewerber aus dem Westen zu vermeiden, der B.Z.
Nach der Entscheidung des Mutterkonzerns Bertelsmann, sich auf seine Kernkompetenzen zu beschränken, begann Gruner und Jahr, sich von seinen Zeitungsbeteiligungen zu trennen. Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, bis dahin bereits mit dem Tagesspiegel auf dem Berliner Markt aktiv, versuchte im Juni 2002 den Berliner Verlag zu übernehmen. Diese Übernahme wurde vom Bundeskartellamt untersagt. Eine Beschwerde des Verlags vor dem OLG Düsseldorf wurde abschlägig beschieden. Holtzbrinck reichte daraufhin Klage beim Bundesgerichtshof ein. Formal gehörte der Verlag damit weiterhin der Bertelsmann-Tochter Gruner und Jahr, die ihn 2005 an die BV Deutsche Zeitungsholding veräußerte, die zur Mecom Group gehörte. Am 12. Januar 2009 verkaufte die überschuldete Mecom Group den Verlag an die Kölner Mediengruppe M. DuMont Schauberg.[2]
Auflagenentwicklung [Bearbeiten]
Der Berliner Kurier hat in den vergangenen Jahren stark an Auflage verloren. Die verkaufte Auflage ist seit 1998 um 43 Prozent gesunken.[3] Der Anteil der Abonnenten liegt bei etwa 20 Prozent.
Entwicklung der verkauften Auflage[4]

Chefredakteure [Bearbeiten]
- Wieland Sandmann (1990–1996)
- Adolf K. Schwaner (1997–2000)
- Caroline Methner (2000–2003)
- Hans-Peter Buschheuer (seit 2003)
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ laut IVW, erstes Quartal 2013, Mo–Sa/So (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
- ↑ FAZ.net: „DuMont Schauberg kauft Berliner Verlag“, 13. Januar 2009
- ↑ laut IVW, (Details auf ivw.eu)
- ↑ laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)