Berliner Kurier

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Dieser Artikel erläutert die Tageszeitung „Berliner Kurier“. Für die ehemalige Berliner Tageszeitung siehe „Der Kurier“.
Berliner Kurier
Logo der Zeitung
Beschreibung Boulevardzeitung
Verlag Berliner Verlag GmbH
Erstausgabe 15. Juni 1949
Erscheinungsweise täglich / sonntags
Verkaufte Auflage
(IVW 2/2014, Mo–Sa/So)
100.230 Exemplare
Reichweite (MA 2011 I) 0,39 Mio. Leser
Chefredakteur Hans-Peter Buschheuer
Weblink berliner-kurier.de

Der Berliner Kurier ist eine Boulevardzeitung aus Berlin, die im Berliner Verlag erscheint. Der Berliner Kurier ist vor allem in den östlichen Bezirken Berlins verbreitet. Von den Lesern des Blattes leben allein 185.000 im Osten und 37.000 im Zentrum der Stadt (Media-Analyse 2004). In Gesamtberlin beträgt die verkaufte Auflage derzeit 100.230 Exemplare.[1]

Von 1949 bis 1990 trug die Zeitung den Namen BZ am Abend.

Geschichte der Zeitung[Bearbeiten]

Die erste Ausgabe erschien am 15. Juli 1949 unter dem Namen BZ am Abend im Berliner Verlag GmbH. 1953 wurde die BZ am Abend dem ZK der SED unterstellt. Als Herausgeber trat weiterhin der Berliner Verlag auf. Sie war jedoch dem SED-Pressemonopol zuzurechnen. Die BZ am Abend war lange die einzige Abend- und Straßenverkaufszeitung der DDR. Bis zum Ende der DDR hatte sie eine tägliche Auflage von rund 200.000 Exemplaren.

Nach dem Fall der Mauer übernahm 1990 der Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr zusammen mit dem Verleger Robert Maxwell den Berliner Verlag und damit die BZ am Abend und die Berliner Zeitung. Aus der BZ am Abend wurde der Berliner Kurier, auch um Verwechslungen mit dem Wettbewerber aus dem Westen, der B.Z., zu vermeiden.

Logo der BZ am Abend, 1989

Nach der Entscheidung des Mutterkonzerns Bertelsmann, sich auf seine Kernkompetenzen zu beschränken, begann Gruner und Jahr, sich von seinen Zeitungsbeteiligungen zu trennen. Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, bis dahin bereits mit dem Tagesspiegel auf dem Berliner Markt aktiv, versuchte im Juni 2002 den Berliner Verlag zu übernehmen. Diese Übernahme wurde vom Bundeskartellamt untersagt. Eine Beschwerde des Verlags vor dem OLG Düsseldorf wurde abschlägig beschieden. Holtzbrinck reichte daraufhin Klage beim Bundesgerichtshof ein. Formal gehörte der Verlag damit weiterhin der Bertelsmann-Tochter Gruner und Jahr, die ihn 2005 an die BV Deutsche Zeitungsholding veräußerte, die zur Mecom Group gehörte. Am 12. Januar 2009 verkaufte die überschuldete Mecom Group den Verlag an die Kölner Mediengruppe M. DuMont Schauberg.[2]

Auflage[Bearbeiten]

Die BZ am Abend im Straßenverkauf in Ost-Berlin, 1959

Der Berliner Kurier hat in den vergangenen Jahren erheblich an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist seit 1998 um 44,4 Prozent gesunken.[3] Sie beträgt gegenwärtig 100.230 Exemplare.[4] Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 22 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[5]


Chefredakteure[Bearbeiten]

  • Wieland Sandmann (1990–1996)
  • Adolf K. Schwaner (1997–2000)
  • Caroline Methner (2000–2003)
  • Hans-Peter Buschheuer (seit 2003)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. laut IVW, zweites Quartal 2014, Mo–Sa/So (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  2. DuMont Schauberg kauft Berliner Verlag. In: FAZ.net 13. Januar 2009
  3. laut IVW, (Details auf ivw.eu)
  4. laut IVW, zweites Quartal 2014, Mo–Sa/So (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  5. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)