Bermont

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Bermont
Wappen von Bermont
Bermont (Frankreich)
Bermont
Region Franche-Comté
Département Territoire de Belfort
Arrondissement Belfort
Kanton Châtenois-les-Forges
Gemeindeverband Agglomération Belfortaine.
Koordinaten 47° 35′ N, 6° 51′ O47.586.8533333333333361Koordinaten: 47° 35′ N, 6° 51′ O
Höhe 331–430 m
Fläche 2,74 km²
Einwohner 360 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 131 Einw./km²
Postleitzahl 90400
INSEE-Code

Mairie

Bermont ist eine Gemeinde im französischen Département Territoire de Belfort in der Region Franche-Comté.

Geographie[Bearbeiten]

Bermont liegt auf 362 m Meereshöhe, etwa sieben Kilometer südlich der Stadt Belfort (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich im Bereich der Burgundischen Pforte, leicht erhöht auf einem Plateau westlich der breiten Talebene der Savoureuse gegenüber von Sevenans, am Nordostfuß des Bois d’Oye.

Die Fläche des 2,74 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt der leicht gewellten Landschaft im Bereich der Burgundischen Pforte (Trouée de Belfort). Die östliche Grenze verläuft inmitten der rund ein Kilometer breiten Talebene der Savoureuse, die nach Süden fließt und für die Entwässerung zum Allan sorgt. In der Talebene befindet sich auch die Wasserstraße des Canal de la Haute-Saône, eines Seitenastes des Rhein-Rhone-Kanals.

Von der Talebene, die durchschnittlich auf 340 m liegt, erstreckt sich das Gemeindeareal westwärts auf das Plateau von Bermont. Dieses wird im Norden von der Anhöhe des Bois des Camouchots, im Südwesten vom Bois d’Oye flankiert. Auf der Höhe des Fort du Bois d’Oye wird mit 433 m wird die höchste Erhebung von Bermont erreicht. Mit einem schmalen Zipfel reicht der Gemeindeboden weiter nach Westen in die ausgedehnte Waldung des Bois de Châtenois. Der Bereich um das Fort du Bois d'Oye gehört zu einem Militärgebiet.

Nachbargemeinden von Bermont sind Dorans und Sevenans im Norden, Trévenans im Osten, Châtenois-les-Forges im Süden sowie Brevilliers im Westen.

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals schriftlich erwähnt wird Bermont im Jahr 1147 unter dem Namen Bellemonte in einer Urkunde des Priorats Lanthenans. Zunächst im Einflussbereich der Herren von Montbéliard stehend, gelangte Bermont Mitte des 14. Jahrhunderts unter die Oberhoheit der Habsburger. Auf der Höhe des Bois d'Oye befand sich das Dorf Oye, das während des Dreißigjährigen Krieges 1633 von schwedischen Truppen zerstört worden war und deswegen aufgegeben wurde. Zusammen mit dem Sundgau kam Bermont mit dem Westfälischen Frieden 1648 an die französische Krone. Seit 1793 gehörte das Dorf zum Département Haut-Rhin, verblieb jedoch 1871 als Teil des Territoire de Belfort im Gegensatz zum restlichen Elsass bei Frankreich. Ab Mitte der 70er Jahre des 19. Jahrhunderts wurde das Fort du Bois d'Oye errichtet, das zum Befestigungsring von Belfort gehört. Seit 1998 ist Bermont Teil des Gemeindeverbandes Communauté d'Agglomération Belfortaine.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Kirche St. Laurentius (Saint-Laurent) aus dem 19. Jahrhundert steht auf einer Anhöhe über dem Tal der Savoureuse. Darin sind Teile des Chors und der polygonalen Apsis der romanischen Kirche erhalten. Von 1841 stammt die Kapelle Notre-Dame du Chêne. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten zählen Häuser aus der Renaissancezeit sowie die Brücke des Canal de la Haute-Saône über die Savoureuse.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1962 110
1968 123
1975 174
1982 226
1990 234
1999 280

Mit 360 Einwohnern (1. Januar 2011) gehört Bermont zu den kleinen Gemeinden des Département Territoire de Belfort. Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts meist im Bereich zwischen 90 und 130 Personen gelegen hatte, wurde seit Beginn der 1970er Jahre ein kräftiges Bevölkerungswachstum verzeichnet. Seither hat sich die Einwohnerzahl fast verdreifacht.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Bermont war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft (Ackerbau, Obstbau und Viehzucht) geprägtes Dorf. Daneben gibt es heute verschiedene Betriebe des lokalen Kleingewerbes. Mittlerweile hat sich das Dorf zu einer Wohngemeinde gewandelt. Viele Erwerbstätige sind deshalb Wegpendler, die in den Agglomerationen Belfort und Montbéliard ihrer Arbeit nachgehen.

Die Ortschaft ist verkehrstechnisch gut erschlossen. Sie liegt nahe der Hauptstraße, die von Belfort nach Montbéliard führt. Der nächste Anschluss an die Autobahn A36, welche das Gemeindegebiet durchquert, befindet sich in einer Entfernung von ungefähr einem Kilometer. Mit Belfort ist Bermont durch eine Buslinie verbunden.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bermont – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien