Bermuda-Konferenz

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Die Bermuda-Konferenz war eine Konferenz während des Zweiten Weltkrieges. Sie fand zwischen den USA und dem Vereinigten Königreich vom 19.–29. April 1943 in Hamilton/Bermuda statt. Es sollte geklärt werden, was mit den jüdischen Flüchtlingen, die von den alliierten Kräften gerettet wurden, geschehen sollte.

Ein Artikel der New York Times[1] vom 30. April 1943 erklärt, dass die Ergebnisse von den Unterzeichnerstaaten der Deklaration der Vereinten Nationen als Behinderung der Kriegsanstrengungen abgelehnt wurden. Eine Woche später veröffentlichte das zionistische Komitee für eine jüdische Armee in der New York Times eine Anzeige.[2] Diese stellte sich gegen die UN und lobte die Bemühungen der USA um das jüdische Volk. Der Senator Harry S. Truman zog seine Mitgliedschaft aus dem Ausschuss der Konferenz zurück, weil er den ersten Artikel der New York Times als Beleidigung gegen den Senat der USA sah. Als Präsident befürwortete Truman die Anerkennung Israels als Staat.

Das einzige Ergebnis der Konferenz bestand darin, dass das Évian-Komitee seine Arbeit wieder aufnehmen sollte.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hopeful Hint Ends Bermuda Sessions. In: New York Times, 30. April 1943, S. 9.
  2. To 5,000,000 Jews in the Nazi Death-Trap Bermuda was a Cruel Mockery. In: New York Times, 4. Mai 1943, S. 17.