Bernard Loiseau

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Bernard und Dominique Loiseau
Restaurant "La Côte d'Or"in Saulieu, Bourgund
Boutique Bernard Loiseau

Bernard Loiseau (* 13. Januar 1951 in Chamalières; † 24. Februar 2003 in Saulieu) war ein französischer Küchenchef. Er erschoss sich 2003, als in Zeitungsberichten angedeutet wurde, sein Restaurant könnte seine drei Michelin-Sterne verlieren.

Werdegang[Bearbeiten]

Loiseau wurde in der Auvergne geboren. Seine Kochausbildung erhielt er von 1968 bis 1971 im berühmten Restaurant La Maison Troisgros der Brüder Jean und Pierre Troisgros in Roanne. Ab 1972 arbeitete Loiseau bei Claude Verger bei La Barrière de Clichy und wurde durch den Gault-Millau bald als Wunderkind und als Befürworter der Nouvelle Cuisine gefeiert. 1975 kaufte Verger das ehemals renommierte Restaurant La Côte d'Or (deutsch: Die Goldküste) in Saulieu im Burgund und installierte Loiseau als Koch.

1982 kaufte Loiseau das Restaurant. 1991 verlieh ihm der Guide Michelin drei Sterne. Seine fanatische Liebe zum Detail und sein frenetischer Arbeitsethos waren bekannt.

1998 gründete Loiseau die Bernard Loiseau Aktiengesellschaft. Bis zu seinem Tod war er der einzige Küchenchef, dessen Firma an der französischen Börse gehandelt wurde.[1] Die Firma veröffentlichte zahlreiche Bücher, handelte mit Tiefkühl-Produkten und eröffnete drei Restaurants in Paris zusätzlich zum laufenden La Cote d'Or mit angrenzender Boutique.

Ende der 1990er-Jahre wurde diskutiert, ob die damals neue „Fusion-Küche“ die eher traditionelle Küche wie die von Loiseau ablösen könnte. Loiseau war hoch verschuldet und litt unter Anfällen schwerer Depression.

Im Februar 2003 schoss sich Loiseau nach einem Tag voller Küchen-Arbeit mit seiner Schrotflinte in den Mund und starb dabei. Der Gault Millau hatte kurz zuvor sein Restaurant von 19 auf 17 Punkte herabgestuft. Zudem gab es Gerüchte im Le Figaro, dass der Guide Michelin plante, dem La Côte d'Or einen Stern zu streichen.[2]

Unter Küchenchef Patrick Bertron behielt das La Côte d'Or seine drei Michelin-Sterne.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1994 Ritter der Ehrenlegion (Chevalier de la Légion d’Honneur (Ch. LH))[3]
  • 1986 Chevalier de l'Ordre national du Mérite [4]
  • 2002 Officier de l'Ordre national du Mérite

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aktiengesellschaft
  2. Le Figaro
  3. Ch. LH
  4. Chevalier de l'Ordre national du Mérite

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bernard Loiseau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien