Bernard Munyagishari

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Bernard Munyagishari (* 1959) ist ein ruandischer, mutmaßlicher Kriegsverbrecher. Er wurde wegen seiner Rolle während des Völkermords in Ruanda vom Internationalen Strafgerichtshof für Ruanda (ICTR) gesucht und schließlich am 25. Mai 2011 in Nord-Kivu gefasst.[1]

Leben[Bearbeiten]

Munyagishari war von 1992 bis 1994 war er Generalsekretär der Mouvement républicain national pour la démocratie et le développement (MRND).[1]

2005 stellte das ICTR einen Haftbefehl wegen Genozid, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Vergewaltigung auf ihn aus. Auf seine Festnahme wurden von dem staatlichen US-Programm Rewards for Justice 5 Millionen Dollar ausgeschrieben.[1]

Laut Auffassung des ICTR soll Munyagishari Mitbegründer und Anführer der Interahamwe gewesen sein. Dabei soll er Hutu angeworben, ausgebildet und ihnen befohlen haben, Tutsi in Gisenyi und Umgebung systematisch zu ermorden sowie ihre Frauen zu vergewaltigen. Außerdem soll er am 7. April 1994 an Treffen des Planungsministers Augustin Ngirabatware teilgenommen haben wo der Genozid geplant wurde. Es soll Listen von Tutsi-Bürgern erstellt und Busse für die Interahamwe Kämpfer organisiert haben.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Ruandischer Milizenchef geschnappt. In: die tageszeitung. 26. Mai 2011, abgerufen am 26. Mai 2011.