Bernardo Cavallino

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Immaculata, um 1650, Pinakothek Brera

Bernardo Cavallino (* 1616 in Neapel; † 1656, ebenda) war ein neapolitanischer Maler des Barock.

Über seine Ausbildung ist wenig bekannt. Er war von lokalen Malern wie Massimo Stanzione, dessen Schüler er möglicherweise war, und Andrea Vaccano und von Caravaggio beeinflusst, auch über Artemisia Gentileschi und andere Neapolitaner Caravaggisten, aber auch von vielen weiteren Malern, von denen er Anregungen übernahm (Peter Paul Rubens, Anthonis van Dyck u.a.).

Er malte meist biblische, mythologische oder historische Sujets in kleinem Format, mit realistischer Wiedergabe der Personen, auch wenn er eine Neigung hatte, sie in die Länge gezogen darzustellen.

Von ihm sind etwa 80 Gemälde bekannt, oder werden ihm zugeschrieben, allerdings sind nur knapp zehn tatsächlich von ihm signiert. Nur ein Bild ist datiert, die Heilige Cäcilie in der Nationalgalerie im Palazzo di Capodimonte in Neapel (1645). Wahrscheinlich beruht das auf der Tatsache, dass Cavallino hauptsächlich für private Auftraggeber arbeitete. Eines seiner Hauptwerke ist die „Jungfrau Maria“ in der Pinakothek Brera in Mailand. Er starb 1656 an der Pest, die in Neapel in jenem Jahr ausgebrochen war.

Galerie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • B. Nicolson in Kindlers Malereilexikon, dtv 1982
  • F. Hermann in Thieme-Becker, Künstlerlexikon, 1912
  • A. de Rinaldis Bernardo Cavallino, Rom 1921
  • S. Ortolani Cavalliniana, L´Arte, Band 25, 1922, S. 190ff
  • Józef Grabski On Seicento Painting in Naples: Some Observations on Bernardo Cavallino, Artemisia Gentileschi and Others,, Artibus et Historiae, Nr. 11, 1985, S. 23–63

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bernardo Cavallino – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien