Bernd Posselt

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Bernd Posselt (2013)

Bernd Posselt (* 4. Juni 1956 in Pforzheim) ist ein deutscher Politiker (CSU), Journalist und Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe.

Leben[Bearbeiten]

Posselt ist Sohn sudetendeutsch-steirischer Eltern und selbst ledig und kinderlos. Er war jahrelang Sprecher und engster Vertrauter von Otto von Habsburg. In diesem Zusammenhang war Posselt im Sommer 1989 Mitorganisator des Paneuropäischen Picknicks, bei dem zahlreiche DDR-Bürger die kurz geöffnete ungarisch-österreichische Grenze passieren konnten.[1]

Er war von 1994 bis 2014 Mitglied des Europäischen Parlamentes, seit 1997 Landesvorsitzender der Union der Vertriebenen (UdV) in der CSU, seit 1998 Präsident der Paneuropa-Union Deutschland und seit 2008 Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe, mithin deren höchster Repräsentant. Von 2000 bis 2008 war er Bundesvorsitzender der Sudetendeutschen Landsmannschaft, dieses Amt hat er seit 2014 wieder inne. Seit 1993 gehört er dem Vorstand des CSU-Bezirksverbandes München an, seit 2000 auch dem (Landes-)Vorstand der CSU. Er ist einer der Hauptorganisatoren der Sudetendeutschen Tage.

Posselt besucht oft Tschechien. Im November 2011 war er Mitglied einer offiziellen Delegation der Bayerischen Staatsregierung unter der Leitung des Ministerpräsidenten Horst Seehofer. Diese Delegation führte in Prag Gespräche mit dem tschechischen Ministerpräsidenten Petr Nečas. Posselt setzt sich für die Verbesserung der Beziehungen zwischen den Sudetendeutschen und den Tschechen ein.

Posselt war Gründungsmitglied des Studienzentrums Weikersheim und ist Stiftungsrat des Instituts für Ost- und Südosteuropaforschung in Regensburg. Ferner ist er im Kuratorium Forum Deutscher Katholiken.

Am 3. Februar 2010 verlieh ihm die Ukrainische Freie Universität in München den juristischen Ehrendoktortitel (Dr. iur. h. c.).

Posselt kandidierte am 25. Mai 2014 erneut für das Europäische Parlament (Platz sechs der Landesliste).[1], verfehlte jedoch wegen des schlechten Abschneidens der CSU den Wiedereinzug knapp, und gehört dem jetzigen Parlament in Straßburg daher nicht mehr an. Lediglich im Falle des vorzeitigen Ausscheidens eines bzw. einer der fünf Abgeordneten der CSU (Markus Ferber, Angelika Niebler, Manfred Weber, Monika Hohlmeier oder Albert Deß) wäre eine Rückkehr Posselts als Nachrücker ins Straßburger Parlament in der bis 2019 laufenden Legislaturperiode noch möglich.

Tätigkeit innerhalb der Paneuropa-Union[Bearbeiten]

1975 gründete Posselt die Paneuropa-Jugend Deutschland, deren Bundesvorsitzender er bis 1990 war. Er ist Mitinitiator des 1976 gegründeten Brüsewitz-Zentrums. In dieser Zeit war er auch Mitarbeiter der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte. Von 1978 bis 1994 war er enger politischer Mitarbeiter und Pressesprecher Otto von Habsburgs, des damaligen Präsidenten der internationalen Paneuropa-Union. Seit 1986 ist er Mitglied des Vorstandes der Paneuropa-Union Deutschland, zunächst als Vizepräsident, dann von 1989 bis 1998 als Geschäftsführender Vizepräsident, und schließlich seit 1998 als Präsident. Als Präsidiumsmitglied der internationalen Paneuropa-Union koordinierte er seit Anfang der achtziger Jahre die Untergrund-Gruppen der Paneuropa-Union in den sozialistischen Staaten. Seit 1993 ist er Leiter eines Paneuropa-Arbeitskreises, der sich mit den Balkan-Staaten des ehemaligen Jugoslawiens sowie Albanien beschäftigt.

Schriften[Bearbeiten]

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b sueddeutsche.de: Seehofers bester Mann (Print 30.4. / online 1. Mai 2014)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bernd Posselt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien