Bernd Sibler

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Bernd Sibler (März 2013)

Bernd Sibler (* 19. Februar 1971 in Straubing) ist ein deutscher Politiker (CSU).

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten]

Bernd Sibler studierte nach seinem Abitur am Comenius-Gymnasium Deggendorf von 1990 bis 1995 Lehramt Deutsch und Geschichte an der Universität Passau. Nach seinem Referendariat von 1995 bis 1997 am Adalbert-Stifter-Gymnasium in Passau war er bis 1998 Lehrer am Robert-Koch-Gymnasium in Deggendorf.

Er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Partei[Bearbeiten]

Bernd Sibler ist seit 1989 Mitglied der CSU und der Jungen Union.

Er war Ortsvorsitzender der Jungen Union Plattling (1991 bis 1995), Stellvertretender Ortsvorsitzender der CSU Plattling (1991 bis 1997), Vorsitzender der Jungen Union im Landkreis Deggendorf (1993 bis 1999) und Mitglied der Vorstands der Jungen Union Plattling (1995 bis 2007). Von 1997 bis 2005 war er Ortsvorsitzender der CSU Plattling, seit 2005 Stellvertretender Ortsvorsitzender, und von 1999 bis 2007 Mitglied der Vorstand des JU Kreisverbandes Deggendorf. Von 1999 bis 2007 war er Stellvertretender Vorsitzender der JU im Bezirk Niederbayern. Seit 2011 ist Sibler stellvertretender Bezirksvorsitzender der CSU Niederbayern.[1]

Er ist Mitglied des Fraktionsvorstandes der CSU im Bayerischen Landtag.

Abgeordneter[Bearbeiten]

Sibler ist seit 1996 Stadtrat in Plattling und Kreisrat im Landkreis Deggendorf.

Bei der parteiinternen Direktkandidatenaufstellung zur Landtagswahl in Bayern 1998 im Stimmkreis Deggendorf (Wahlkreis Niederbayern) setzte sich Sibler gegen den bisherigen CSU-Abgeordneten Hans Wallner durch, der nicht zuletzt wegen seiner Telefonsex-Affäre zur Belastung geworden war. Sibler zog mit dem Direktmandat in den Bayerischen Landtag ein.

2003 konnte er sein Direktmandat im Landtag erfolgreich verteidigen und war dort von 2005 bis 2007 Vorsitzender der Enquete-Kommission „Jungsein in Bayern – Zukunftsperspektiven für die kommenden Generationen“. Vom 16. Oktober 2007 bis 29. Oktober 2008 war er im Kabinett Beckstein Staatssekretär im Staatsministerium für Unterricht und Kultus. Im Landtag der Legislaturperiode 2008 bis 2013 wurde er zum Vorsitzenden des Ausschusses Hochschulen, Forschung und Kultur im Bayerischen Landtag und des Landesdenkmalrates gewählt und am 3. November 2011 von Horst Seehofer als Nachfolger Thomas Kreuzers im Amt des Staatssekretärs im Staatsministerium für Unterricht und Kultus vorgestellt.[2]

Auch bei der Landtagswahl in Bayern 2013 verteidigte er sein Direktmandat und setzte sich mit 56,0 % der Erststimmen durch.

Sonstiges[Bearbeiten]

Er ist seit 2009 Mitglied der katholischen Studentenverbindung K.D.St.V. Aenania München im CV.

2013 geriet Sibler in die Kritik, weil er, wie mehrere Abgeordnete verschiedener Fraktionen, noch von einer Altregelung Gebrauch machte und seine Frau im Jahr 2000 als Mitarbeiterin einstellte. Die Entlohnung erfolgte über eine den Abgeordneten des Bayerischen Landtages zur Verfügung stehende Pauschale aus der Staatskasse. Die Anstellung seiner Frau war, als Sibler die Einstellung vornahm, rechtlich einwandfrei und ist auch heute noch so zu beurteilen; es stand aber eine Änderung der entsprechenden gesetzlichen Grundlagen im Raum. Danach sollten keine Verwandten 1. Grades mehr beschäftigt werden dürfen, bereits bestehende Verträge durften jedoch fortgeführt werden. Mit der Berufung zum Staatssekretär beendete Sibler 2007 das Arbeitsverhältnis.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. CSU-Bezirksvorstand Niederbayern 2011-2013, www.csu.de, abgerufen am 27. Dezember 2011
  2. MdL Bernd Sibler wird wieder Staatssekretär, Passauer Neue Presse, 3. November 2011

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bernd Sibler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien