Bernd Wefelmeyer

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Bernd Wefelmeyer (* 16. März 1940 in Berlin) ist ein deutscher Komponist und Dirigent.

Leben[Bearbeiten]

Wefelmeyer machte zunächst von 1960 bis 1966 eine akademische Ausbildung zum Tonmeister an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Aufbauend darauf erfolgte von 1964 bis 1968 ein Kompositionsstudium bei Ruth Zechlin, Wolfram Heicking und Rudolf Wagner-Régeny. Während des Studiums arbeitete er zunächst bei den Jazz Optimisten Berlin als Pianist; zwischen 1966 und 1972 war er als Tonregisseur in der Musikproduktion des Berliner Rundfunks beschäftigt. Daneben wirkte er als Gastdirigent und Arrangeur unter anderem bei Aufnahmen mit dem Rundfunktanzorchester Berlin, dem Rundfunk-Tanzstreichorchester und dem Großen Rundfunkorchester.

Ab 1973 war er freischaffend tätig, hauptsächlich als Arrangeur und Komponist. Er schrieb Lieder für Sonja Kehler und begleitete sie (1978 Porträt Brecht). Wefelmeyer komponierte mehr als 300 Theater-, Fernseh- und Filmmusiken – etwa für Unternehmen Geigenkasten, Die Sprungdeckeluhr, Der ungebetene Gast, Kiezgeschichten, jeweils mehrere Folgen von Polizeiruf 110, Verkehrskompaß, Donna Leon oder Der kleine Eisbär. Für die Produktion Der blaue Planet der Gruppe Karat leitete er die beteiligte Streichergruppe.

Im Jahr 1980 wurde er musikalischer Leiter des Theaterorchesters an der Volksbühne Berlin, 1993 Chefdirigent des Deutschen Filmorchesters Babelsberg. Gemeinsam mit den Puhdys, Karat, Silly & Anna Loos, Ute Freudenberg, Veronika Fischer und dem Filmorchester Babelsberg präsentierte er die Produktion Ostrock in Klassik (CD, DVD und Konzerte). 1986 erhielt er den Kunstpreis der DDR.[1]

Seit 1991 bekleidet er eine Honorarprofessur für Medienmusik an der Musikhochschule „Hanns Eisler“, 1995 wurde er zum Professor an die Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam berufen. Außerdem ist er im Werk- und im Aufnahmeausschuss der GEMA tätig.

Am 12. Juni 2009 wurde Bernd Wefelmeyer der Verdienstorden des Landes Brandenburg verliehen, für die Einrichtung des Studiengangs Filmmusik an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam. Zudem wurde damit sein Verdienst um den Erhalt des Filmorchesters Babelsberg anerkannt.

Filmmusik (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Kunstpreisträger 1986, In: Neues Deutschland, 23. Mai 1986, S. 6