Bernhard Heinrich von Sachsen-Weimar-Eisenach

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Prinz Bernhard Heinrich von Sachsen-Weimar-Eisenach

Bernhard Carl Alexander Hermann Heinrich Wilhelm Oscar Friedrich Franz Peter von Sachsen-Weimar-Eisenach (* 18. April 1878 in Weimar; † 1. Oktober 1900 in Eisenach) war Prinz von Sachsen-Weimar-Eisenach und Herzog zu Sachsen.

Leben[Bearbeiten]

Bernhard Heinrich war Sohn des Erbgroßherzogs Karl August von Sachsen-Weimar-Eisenach (1844–1894) aus dessen Ehe mit Pauline (1852–1904), Tochter des Prinzen Hermann von Sachsen-Weimar-Eisenach (1825–1901). Er war der jüngere Bruder des Großherzogs Wilhelm Ernst (Sachsen-Weimar-Eisenach). Seine Großeltern waren Großherzogs Carl Alexander (Sachsen-Weimar-Eisenach) (1818–1901) und Prinzessin Sophie der Niederlande (1824–1897). Bernhard Heinrich wurde am 18. Juni 1878 geboren. Sein unbekümmertes Wesen machte den Nachgeborenen offensichtlich zum Liebling aller. Er war „sehr zart und klein, aber in sportlichen Dingen von ziemlicher Energie, dabei sehr lustig und von einer Freundlichkeit gegen Jedermann, die ihm eine ziemliche Beliebtheit eintrug“.[1]

Ab dem Jahr 1890 besuchte Bernhard Heinrich gemeinsam mit Bruder Wilhelm Ernst das Wilhelm-Gymnasium in Kassel, an dem auch der nachmalige Kaiser Wilhelm II. unterrichtet worden war.[2] Prinz Bernhard Heinrich, wurde bei den 3. Garde-Ulanen in Potsdam angemeldet – dem Regiment, in dem auch Harry Graf Kessler (1868–1937) 1892/1893 seinen Einjährig-Freiwilligen-Militärdienst geleistet hatte.[3]

Tod[Bearbeiten]

Prinz Bernhard Heinrich erbte den Besitz um Schloss Racot und die Herrschaft Stenchewo in Posen. Er starb am 1. Oktober 1900. „Prinz Bernhard Heinrich war stark erkältet von den Manövern auf die Wartburg gekommen und hat sich dort an den Jagden theilnehmend nicht geschont, doch schien, wie man mir sagt sein Befinden durchaus unbedenklich auch noch am Sonntag Abend, als er sich mit Fieber zu Bett begab. Montag früh fühlte sich der Prinz in Folge hohen Fiebers matt, nahm aber Thee zum Frühstück und sprach scherzend mit dem Arzte. Dieser bemerkte plötzlich, dass der Tod eintrete, ließ Seine Königliche Hoheit den Großherzog holen, welcher gerade zur Zeit kam, um die erkaltende Hand seines sanft einschlummernden Enkels in der Seinen zu halten. Der Erbgroßherzog weilte in Schlesien. Der Tod ist nach Ansicht des Arztes in Folge rapid verlaufender Lungenentzündung eingetreten.“[4]

Vorfahren[Bearbeiten]

Ahnentafel Bernhard Heinrich von Sachsen-Weimar-Eisenach
Urgroßeltern

Großherzog
Karl Friedrich (Sachsen-Weimar-Eisenach) (1783–1853)
∞ 1804
Großfürstin Marija Pawlowna Romanowa (1786–1859)

König
Wilhelm II. (Niederlande) (1792–1849)
∞ 1816
Großfürstin Anna Pawlowna (1795–1865)


Prinz Karl Bernhard von Sachsen-Weimar-Eisenach (1792–1862)

∞ 1816
Prinzessin Ida von Sachsen-Meiningen (1794–1852) (1833–1922)

König Wilhelm I. (Württemberg) (1781–1864)
∞ 1839
Prinzessin Pauline von Württemberg (1800–1873)

Großeltern

Großherzog Carl Alexander (Sachsen-Weimar-Eisenach) (1818–1901)
∞ 1842
Prinzessin Sophie der Niederlande (1824–1897)

Prinz Hermann von Sachsen-Weimar-Eisenach (1825–1901)
∞ 1851
Prinzessin Auguste von Württemberg (1826–1898)

Eltern

Erbgroßherzog Karl August von Sachsen-Weimar-Eisenach (1844–1894)
∞ 1873
Pauline von Sachsen-Weimar-Eisenach (1852–1904)

Prinz Bernhard Heinrich von Sachsen-Weimar-Eisenach (1878–1900)

Literatur[Bearbeiten]

  • Bernhard Post; Dietrich Werner: Herrscher in der Zeitenwende: Wilhelm Ernst von Sachsen-Weimar-Eisenach, 1876–1923. Glaux, Jena 2006, ISBN 978-3-931743-94-9.
  • Hellmut Seemann: Europa in Weimar: Visionen eines Kontinents. Wallstein Verlag, 2008, ISBN 978-3-835302-81-5.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bernhard Post; Dietrich Werner: Herrscher in der Zeitenwende: Wilhelm Ernst von Sachsen-Weimar-Eisenach, 1876–1923. Glaux, Jena 2006, S. 39
  2. Bernhard Post; Dietrich Werner: Herrscher in der Zeitenwende: Wilhelm Ernst von Sachsen-Weimar-Eisenach, 1876–1923. Glaux, Jena 2006, S. 42 .
  3. Bernhard Post; Dietrich Werner, op. cit., S. 49.
  4. Bernhard Post; Dietrich Werner, op. cit., S. 60.