Bernhard Krüger (SS-Mitglied)

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Bernhard Krüger (* 26. November 1904 in Riesa; † 3. Januar 1989 in Hamburg) war während des Zweiten Weltkriegs als SS-Sturmbannführer der Leiter des Referates VI F 4a im Reichssicherheitshauptamt. Dieses Referat des Sicherheitsdienstes war unter anderem für Pass- und Dokumentenfälschungen zuständig. Als ausgebildeter Textilingenieur war Bernhard verantwortlich für die Auswahl von Papier, Farben und Druckwerkzeugen. Im Rahmen der 1939 geplanten Operation Bernhard wurden vom SD im größeren Umfang zunächst Pfundnoten gefälscht. Man wollte durch Millionen gefälschte Banknoten, die durch jüdische Falschgeldkuriere in Umlauf gebracht werden sollten, die britische Währung schwächen. Die Kuriere sollten später ermordet werden. Diese Geldfälschungsaktion erhielt ihre Bezeichnung von Krügers Vornamen. Die Herstellung erfolgte mit Hilfe professioneller Geldfälscher im Konzentrationslager Sachsenhausen. Später wurden auch Dollarnoten gefälscht.

Krüger war NSDAP-Mitglied; durch die Aktion entging er vermutlich dem Einsatz an der Ostfront. Nach dem Ende des Kriegs lebte er in Hamburg.

Die Geschichte der Operation Bernhard wurde unter dem Titel Die Fälscher verfilmt.[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • Lawrence Malkin, Hitlers Geldfälscher, Luebbe Verlag 2008, ISBN 978-3404642281 (engl. Original: Krueger's Men: The Secret Nazi Counterfeit Plot and the Prisoners of Block 19)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.sonyclassics.com/thecounterfeiters/