Bert Joris

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Bert Joris (* 18. Januar 1957 in Antwerpen) ist ein belgischer Jazzmusiker (Trompete, Flügelhorn), Komponist und Arrangeur.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Joris studierte zunächst klassisches Klavier, Geige und Kontrabass und lernte Trompete ab 14 Jahren. Seine Studien am Konservatorium in Antwerpen brach er ab, als er sich dem Jazz zuwandte. Ab 1978 war er Trompeter im BRT Radio Jazz Orkest unter Leitung von Etienne Verschueren, für das er auch komponierte und arrangierte. Als Solist spielte er sowohl mit großen Big Bands (wie dem niederländischen Metropole Orkest, der European Broadcasting Union Big Band, den Big Bands von NDR und WDR, dem Brussels Jazz Orchestra, der Big Band von Peter Herbolzheimer, der schweizerischen Joe Haider/Mel Lewis Big Band) als auch in kleinen Gruppen von u.a. Woody Shaw, Sal Nistico, Wolfgang Haffner, Enrico Pieranunzi, Reggie Johnson, Riccardo Del Fra und Michel Herrs European Quintet. Er nahm auch auf und spielte mit Joe Lovano („Solid Steps“) und tritt (und nimmt auf) regelmäßig mit Philip Catherine auf. Joris leitet ein eigenes Quartett (mit dem Pianisten Dado Moroni und den Bassisten Rosario Bonnacorso bzw. Philippe Aerts, dem Schlagzeuger Dre Pallemaerts; Album „Magone“ 2007 bei Dreyfuss Jazz) und ein Sextett mit Roman Schwaller (mit dem Saxophonisten George Robert, dem Bassisten Isla Eckinger, Dado Moroni und dem Schlagzeuger Jimmy Cobb). Seine Kompositionen werden z.B. vom Brussels Jazz Orchestra gespielt („The Music of Bert Joris“, 2002 bei De Werf).

1996 erhielt er den Django d’Or (Belgien). 1998 wurde er von belgischen Radiohörern zum besten belgischen Jazztrompeter gewählt.

Seit 1989 ist er Trompetenlehrer an der Swiss Jazz School in Bern, deren Big Band er auch leitet.

Weblinks[Bearbeiten]