Bert Vogelstein

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Bert Vogelstein (* 2. Juni 1949 in Baltimore, Maryland, USA) ist ein US-amerikanischer Krebsforscher an der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, Maryland, USA.

Bert Vogelstein erhielt seinen Bachelor-Abschluss 1970 an der University of Pennsylvania und seinen Medical Doctor 1974 an der Johns Hopkins University. Danach arbeitete er zunächst als Kinderarzt am Johns Hopkins Hospital (Internship 1974/75, Residency 1975/76, beides in Pädiatrie), bevor er für zwei Jahre von 1976 bis 1978 ans National Cancer Institute wechselte. Er kehrte zurück ans Johns-Hopkins-Hospital, diesmal in die Onkologie. 1978 wurde er dort Assistant Professor, 1983 Associate Professor und 1989 wurde er zum Professor für Onkologie ernannt.

Seine Entdeckung, dass Darmkrebs sich aus gutartigen Polypen entwickelt (die sog. Adenom-Karzinom-Sequenz), hat das Screeningverfahren für Darmkrebs mit Hilfe der Darmspiegelung revolutioniert. Bewiesen wurde diese Sequenz durch die endoskopische Polypektomie, die erstmals 1969 durch P. Deyhle in Erlangen/Germany durchgeführt wurde.

Vogelstein war im Zeitraum von 1994 bis 2004 laut dem Institute for Scientific Information der meistzitierte klinische Mediziner der Welt.

Er ist Träger des Gairdner Foundation International Award 1992, des Richard Lounsbery Award 1993 und des Howard Taylor Ricketts Award 1994. Vogelstein erhielt 1998 den Louisa-Gross-Horwitz-Preis der Columbia University und den William Allan Award, 2000 den Charles S. Mott Prize und 2011 den Charles Rodolphe Brupbacher Preis. Er erhielt den Pasarow Award[1], den Paul-Ehrlich-und-Ludwig-Darmstaedter-Preis (1998) und den Prinz-von-Asturien-Preis (2004). 2013 gehörte er zu den ersten Gewinnern des Breakthrough Prize in Life Sciences.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vogelstein, Nobelweek Dialogue