Bertalan Farkas

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Bertalan Farkas
Bertalan Farkas
Land (Organisation): Ungarn ()
Datum der Auswahl: 1. März 1978
Anzahl der Raumflüge: 1
Start erster Raumflug: 26. Mai 1980
Landung letzter Raumflug: 3. Juni 1980
Gesamtdauer: 7 d, 20 h, 45 min, 44 s
Ausgeschieden: 3. Juni 1980
Raumflüge

Bertalan Farkas (* 2. August 1949 in Gyulaháza) ist ein ungarischer Pilot und ehemaliger Kosmonaut. Er ist der erste Ungar, der im Weltraum war.

Ausbildung[Bearbeiten]

Bertalan Farkas besuchte nach seinem Abschluss an der Militärfliegerschule in Szolnok 1969 die sowjetische Luftwaffenakademie in Krasnodar, die er 1972 abschloss. Farkas arbeitete als Wissenschaftler an der Polytechnischen Universität in Budapest. Später trat er als Pilot den ungarischen Luftstreitkräften bei.

Raumfahrertätigkeit[Bearbeiten]

Am 1. März 1978 wurde Farkas als Kosmonaut ausgewählt und in das Interkosmos-Programm aufgenommen. 1980 flog er als Forschungskosmonaut der fünften Gastmannschaft der Saljut 6 ins All, zu der er mit der Sojus 36 gelangte. Nach seiner Landung mit Sojus 35 am 3. Juni 1980 schied Farkas aus dem Kosmonautenkorps aus.

Die Raumkapsel, mit der er wieder auf die Erde zurückkehrte, ist in Budapest im Verkehrsmuseum ausgestellt.[1]

Nachfolgende Tätigkeiten[Bearbeiten]

Farkas wurde zum Luftwaffen-Attaché an der ungarischen Botschaft in Washington, D.C. berufen. Heute ist er Präsident der Airlines Service and Trade Ltd. in Budapest. Der Pilot bekleidet heute den Rang eines Brigadegenerals der Luftstreitkräfte.

Nach der Wende schloss er sich dem Ungarischen Demokratischen Forum an, einer Partei mit konservativ-bürgerlicher Ausrichtung. Für den Wahlbezirk Baktalórántháza im Nordosten Ungarns trat er bei den Wahlen zum Ungarischen Parlament 2006 als Direktkandidat an, unterlag aber.

Privates[Bearbeiten]

Farkas ist verheiratet und hat drei Kinder.

Ehrungen[Bearbeiten]

Farkas wurde am 30. Juni 1980 der Titel Held der Sowjetunion verliehen.[2]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ein Besuch im Verkehrsmuseum Budapest in Pester Lloyd vom 1. Juni 2010 abgerufen am 12. Juni 2010
  2. warheroes.ru: Kurzbiografie (russisch, abgerufen 4. Juni 2008)