Bertha Phillpotts

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Dame Bertha Surtees Phillpotts, DBE (* 1877 in Bedfordshire, England; † 1932) war eine britische Skandinavistin.

Biografie[Bearbeiten]

Nach dem Schulbesuch studierte sie von 1898 bis 1902 mittelalterliche und moderne Sprachen am Girton College, dem ersten College für Frauen in England. Im Anschluss war sie zwischen 1903 und 1906 Forschungsstudentin in Island und Dänemark. Nach ihrer Rückkehr nach Großbritannien war sie zunächst Bibliothekarin des Girton College, ehe sie zwischen 1909 und 1913 Sekretärin des Kurators des Museum für Archäologie und Anthropologie der University of Cambridge, Anatole von Hügel, war.

1913 erfolgte ihre Ernennung zur ersten Lady Carlisle Fellow am Somerville College. Danach war sie von 1916 bis 1920 Sekretärin des britischen Botschafters in Schweden Esme Howard, 1st Baron Howard of Penrith.

Nach ihrer Rückkehr nach Großbritannien wurde sie 1920 zur Direktorin (Principal) des Queen Mary and Westfield College der University of London ernannt. Zwei Jahre später kehrte sie an ihre Alma Mater zurück und war von 1922 bis 1925 Direktorin (Mistress) des Girton College.

Zuletzt war sie von 1926 bis zu ihrem Tod Lecturer und Direktorin für Skandinavische Studien an der University of Cambridge. Dabei widmete sie sich insbesondere der isländischen Literatur.[1]

Für ihre Verdienste wurde sie 1929 zur Dame des Order of the British Empire geschlagen. Ein Jahr vor ihrem Tod heiratete sie 1931 den Astronomen Hugh Frank Newell (1857-1944).

Zu ihren bedeutendsten Veröffentlichungen gehören:

  • Surt. in: „Arkiv för Nordisk Filologi“, 1905 (Volume 21, S. 14 ff.)
  • Kindred and Clan. 1913.
  • The Elder Edda and Ancient Scandinavian Drama. 1920, Nachdruck 2008, ISBN 1-4437-3051-3.
  • Edda and Saga. 1931.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Heinrich Beck, Heiko Uecker: Studien zum Altgermanischen. 1994, ISBN 3-11-012978-7, S. 94.