Berthold von Garsten

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Berthold von Garsten (* um 1090; † 27. Juli 1142) stammte vermutlich aus dem Geschlecht der Domvögte von Regensburg und Grafen von Bogen. Er war der erste Abt des Benediktinerstiftes Garsten.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Er war zuerst Benediktinermönch von St. Blasien im Schwarzwald und kam dann als Prior 1107 nach Stift Göttweig. Vom Markgrafen Ottokar von Steyr wurde er mit dem Ausbau des Klosters Garsten beauftragt. Dort wurde Berthold dessen erster Abt (ab 1111). Als solcher zeichnete er sich aus durch Frömmigkeit, Güte, seelsorglichen Eifer und Organisationstalent. Das Kloster verdankte ihm eine bedeutende wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit.

Berthold brachte die Hirsauer Reform nach Österreich. Er starb 1142 und liegt in der Stiftskirche zu Garsten begraben. Bald wurde er vom Volk als Heiliger verehrt. Im 13. Jahrhundert gestattete der Bischof von Passau für den 27. Juli die Einschreibung Bertholds in das Verzeichnis der Heiligen. Die offizielle Anerkennung des Kults durch Rom erfolgte erst 1970 durch Papst Paul VI.[1] Sein Gedenktag wird in den Diözesen Linz, St. Pölten, und Salzburg und bei den Benediktinern der Österreichischen Benediktinerkongregation am 27. Juli gefeiert.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Berthold von Garsten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pfarre Garsten, Biographie Hl. Berthold